14.10 'Akká und Haifa


14.10 'Akká und Haifa

Mírzá Abmad Sohrab (ein Sekretär von 'Abdu'l-Bahá) berichtet in seinem Tagebuch die folgende Prophezeiung über 'Akká und Haifa, die 'Abdu'l-Bahá aussprach, während Er am Fenster eines der Bahá'í-Pilgerhäuser in Haifa saß, am 14. Februar 1914:

»Die Aussicht vom Pilgerheim ist sehr anziehend, besonders weil das gesegnete Grabmal von Bahá'u'lláh zu sehen ist. In der Zukunft wird der Zwischenraum zwischen 'Akká und Haifa ausgebaut werden, und die beiden Städte werden sich vereinen und sich die Hände reichen, indem sie die beiden Endteile einer mächtigen Weltstadt werden. Wie ich jetzt über die Landschaft blicke, so sehe ich klar, daß sie einer der ersten Handelsplätze der Welt werden wird. Diese große halbkreisförmige Bucht wird in den schönsten Hafen verwandelt werden, wo die Schiffe aller Nationen Schutz und Zuflucht suchen werden. Die größten Schiffe aller Völker werden zu diesem Hafen kommen und auf ihren Decks Tausende und Abertausende von Männern und Frauen aus jedem Teil des Erdballs bringen. Der Gebirgszug und die Ebene werden bedeckt sein mit höchst neuzeitlichen Bauten und Palästen. Industrien werden entstehen, und verschiedene Einrichtungen menschendienlicher Art werden gegründet werden. Die Blumen der Zivilisation und Kultur werden von allen Nationen hierher gebracht werden, um ihre Wohlgerüche miteinander zu vermischen und den Weg der Bruderschaft der Menschen zu erhellen. Wundervolle Gärten, Obstgärten, Haine und Parks werden sich nach allen Seiten ausdehnen. Bei Nacht wird die große Stadt elektrisch beleuchtet sein. Der ganze Hafen von 'Akká bis Haifa wird eine Lichtbahn sein. Mächtige Scheinwerfer werden an beiden Seiten des Berges Karmel für die Führung der Dampfer aufgestellt werden. Der Berg Karmel selbst, vom Fuß bis zur Spitze, wird in ein Meer von Licht getaucht sein. Jemand, der auf dem Gipfel des Karmel steht, und die Passagiere der Dampfer, die herkommen, werden auf das erhabenste und majestätischste Schauspiel der ganzen Welt blicken.«

»Von jeder Seite des Berges werden die Symphonien von ,Yá Bahá'u'l-Abhá' ertönen, und vor Tagesanbruch wird seelenerhebende Musik, begleitet von melodischen Stimmen, zum Thron der Allmacht aufsteigen.

»In der Tat, Gottes Wege sind geheimnisvoll und unerforschlich. Welche äußerliche Beziehung besteht zwischen Shiráz und Tihrán, Baghdád und Konstantinopel, Adrianopel und 'Akká und Haifa¹? Gott wirkte geduldig, Schritt um Schritt, durch diese verschiedenen Städte hin, nach seinem eigenen bestimmten und ewigen Plan, auf daß die Prophezeiungen und Voraussagungen, wie sie von den Propheten verkündet worden sind, erfüllt werden mögen. Dieser goldene Faden der Verheißung für das messianische tausendjährige Reich zieht sich durch die Bibel, und es war so bestimmt, daß Gott zu seiner eigenen rechten Zeit ihr Erscheinen veranlaßte. Nicht ein einziges Wort wird bedeutungslos und unerfüllt bleiben.«

¹ Die verschiedenen Städte in denen der Báb und Bahá'u'lláh weilten