15.3 Ein herrlicher Ausblick


15.3 Ein herrlicher Ausblick

Die frohen Bahá'í-Botschaften enthüllen ein Bild der Gnadenfülle Gottes und des künftigen Fortschritts der Menschheit, das sicherlich die größte und herrlichste Offenbarung ist, die je der Menschheit geschenkt wurde, die Fortentwicklung und Erfüllung aller früheren Offenbarungen. Ihr Zweck ist kein geringerer als die Wiedergeburt des Menschengeschlechts und die Schöpfung »neuer Himmel und einer neuen Erde«. Es ist dieselbe Aufgabe, der Christus und alle Offenbarer Ihr Leben gewidmet haben, und unter diesen großen Lehrern gibt es keinen Wettstreit. Nicht von der einen oder von der andern Manifestation, sondern von allen zusammen wird die Aufgabe gelöst, wie 'Abdu'l-Bahá sagt (Star of West III Nr.8 p.:

»Es ist nicht nötig, Abraham herabzusetzen, um Jesus zu erhöhen. Es ist nicht nötig, Jesus herabzusetzen, um Bahá'u'lláh zu verkünden. Wir müssen die Wahrheit von Gott willkommen heißen, woher wir sie auch erhalten. Der Kern der Frage ist, daß alle diese großen Gesandten kamen, um die göttliche Fahne der Vollkommenheit aufzurichten. Sie alle scheinen als Gestirne am gleichen Himmel des Göttlichen Willens. Sie alle geben der Welt Licht.«

Gott stellt die Aufgabe, und Gott beruft nicht nur die Offenbarer, sondern das ganze Menschengeschlecht zu seinen Mitarbeitern bei diesem Schöpfungswerk. Weisen wir seine Einladung zurück, so werden wir doch das Werk nicht am Vorwärtsschreiten hindern, denn was Gott will, wird sich sicherlich durchsetzen. Wenn wir versäumen, unseren Teil beizutragen, wird Er andere Werkzeuge berufen, seinen Plan durchzuführen. Wir aber werden den wirklichen Zweck und Sinn unseres eigenen Lebens verfehlen. Eins zu sein mit Gott, seine Geliebten, seine Diener, willige Wege und Mittel seiner Schöpferkraft zu werden, so daß wir uns bewußt sind, daß es in uns kein Leben gibt als sein göttliches und überströmendes Leben, dies ist nach der Bahá'í-Lehre die unaussprechliche und herrliche Vollendung menschlichen Daseins.

Trotz allem ist die Menschheit im Herzen gesund, denn sie ist erschaffen »zum Bild und Gleichnis Gottes«, und wenn sie schließlich die Wahrheit sieht, wird sie nicht auf den Pfaden der Torheit verharren. Bahá'u'lláh versichert uns, daß binnen kurzem der Ruf Gottes allgemein angenommen und die Menschheit als Ganzes sich Rechtschaffenheit und Gehorsam zuwenden wird.

»Aller Kummer wird dann verwandelt werden in Freude und alle Krankheit in Wohlsein,« und die Reiche dieser Welt werden sein das Reich »unseres Herrn und seines Christus ... und Er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit«¹

Nicht nur die Menschen auf Erden, sondern alle in den Himmeln und auf Erden, sollen eins werden in Gott und sich ewig freuen in Ihm.

¹ Joh.Offenbarung 11:15