15.9 Die Hände der Sache Gottes


15.9 Die Hände der Sache Gottes

Zu seinen Lebzeiten bestimmte Bahá'u'lláh einige erprobte und vertraute Freunde, Ihn in der Leitung und Förderung des Werkes der Sache zu unterstützen, und gab ihnen den Titel Ayádíy-i-Amru'lláh (wörtlich: Hände der Sache Gottes). 'Abdu'l-Bahá traf in seinem Willen Vorsorge für die Errichtung einer dauernden Körperschaft von Arbeitern, die der Sache Gottes dienen und dem Hüter der Sache helfen und die den gleichen Titel führen sollen. Er schreibt:

»O Freunde! Die Hände der Sache Gottes müssen durch den Hüter der Sache Gottes ernannt und berufen werden ... Es ist die Pflicht der Hände der Sache Gottes, die göttlichen Düfte zu verbreiten, die menschlichen Seelen zu erbauen, das Wissen zu fördern, den Charakter aller Menschen zu bessern und jederzeit und unter allen Umständen von allen irdischen Dingen geheiligt und losgelöst zu sein. Sie müssen durch ihre Führung, Sitten, Taten und Worte Gottesfurcht äußern. Diese Körperschaft der Hände der Sache Gottes steht unter der Leitung des Hüters der Sache Gottes. Er muß sie fortgesetzt anspornen, daß sie sich bemühen und bis zur äußersten Möglichkeit danach streben, die süßen Düfte Gottes zu verbreiten und alle Völker der Welt zu führen, denn es ist das Licht göttlicher Führung, das das ganze Weltall erstrahlen läßt.«¹ ²

¹ Abdu'l-Bahá, Wille und Testament, S.26

² Von den durch Shoghi Effendi während seiner sechunddreißig Jahre dauernden Amtszeit ernannten Händen der Sache Gottes lebten zur Zeit seines Hinscheidens noch siebenundzwanzig. Außerdem richtete er 1954 das Hilfsamt ein, eine Körperschaft, deren Mitglieder von den Händen ernannt werden als ihre Stellvertreter, Helfer und Ratgeber.
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"Die Trübsale dieser Welt gehen vorüber, und was uns bleibt, ist das, was wir aus unserer Seele gemacht haben." Shoghi Effendi