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@interessierte
Von Zeit zu Zeit lese ich die Aussagen eines lebendigen Heiligen...
Hier ist etwas sehr wichtiges, das ich der Leserschaft nicht vorenthalten kann...
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Die Frage, ob wir uns in liebender Haltung allen Dingen zuwenden, ist kein "religöser Luxus".
Es ist auch keine religöse Forderung, an die man glauben oder nicht glauben kann.
Oft denken die Menschen, Mitleid und Vergebung seien rein religöse Themen.
Diese Dinge beziehen sich aber auf alle Lebensbereiche.
Ja, es ist für das Überleben dieses Planeten entscheidend, ob möglichst viele Menschen eine liebende Einstellung zu ihrer Umwelt entfalten können.
Dieser Geist muss freiwillig entwickelt werden. Man kann ihn niemandem gewaltsam aufzwingen.
Wenn es der Menschheit nicht gelingt, diese umfassende Sicht der Liebe zu entfalten, dann weiss ich nicht, welche Zukunft uns erwarten soll. |
Aus: "Öffne dein Herz, Dalai Lama - Mitgefühl, von Ulla Bohn, Herder spektrum, Band 5950, ISBN 978-3-451-05950-6
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Damit eine Näherung zum Mitgefühl gemacht werden kann, sehen wir uns nun dessen Unterschied zu Mitleid an.
Mitleid ist kein Mitgefühl
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Wenn man jemanden bemitleidet, kann es leicht dazu kommen, dass man auf sein Leben und sein Schicksal herunterblickt.
Das wollen wir auf keinen Fall.
Die liebende Hinwendung in buddhistischer Sicht besagt, dass man den anderen wirklich ernst nimmt.
Die Liebe muss auch unbefangen sein und darf nicht beider Sympathie, die man für Freunde oder die eigene Familie empfindet haltmachen.
Sie schliesst auch die Gegner mit ein. |
Aus: "Öffne dein Herz, Dalai Lama - Mitgefühl, von Ulla Bohn, Herder spektrum, Band 5950, ISBN 978-3-451-05950-6
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| Die liebende Hinwendung in buddhistischer Sicht besagt, dass man den anderen wirklich ernst nimmt. Die Liebe muss auch unbefangen sein und darf nicht beider Sympathie, die man für Freunde oder die eigene Familie empfindet haltmachen. Sie schliesst auch die Gegner mit ein. |
Das geht sehr in die Richtung, in die ich bei der Liebe argumentiert habe! Gerade die Buddhistische Liebe ist ja eine sehr zurückhaltende Liebe, weil sie alles gleich und unbefangen(objektiv) lieben(behandeln) will. Wenn man das so weit treibt, sind da immer weniger Emotionen im Spiel und die Sache wird viel mehr zu einer Art kontrollierten Neutralität.
Nicht umsonst wird ja in dem einen Satz schon gesagt, dass die buddhistische Liebesbekundung eigentlich bedeutet, jemanden wirklich ernst zu nehmen. Hier wird das Wort Liebe durch etwas anderes ersetzt, weil klar ist, dass man absolut gerecht mit der klassischen Liebe nicht sein kann.
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| Gerade die Buddhistische Liebe ist ja eine sehr zurückhaltende Liebe, weil sie alles gleich und unbefangen(objektiv) lieben(behandeln) will. |
Seit wann denn das?
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| Seit wann denn das? |
Schon immer!
Das spiegelt sich in allem wieder, was für den Buddhismus steht:
- Meditation (das Unterdrücken aller Gedanken und Emotionalen, so dass man einen Zustand absoluter Neutralität erreicht)
- Zitat: "Höchstes Ziel des Buddhismus ist es, diesem Kreislauf zu entkommen, indem kein Karma mehr erzeugt wird – Handlungen hinterlassen dann keine Spuren mehr in der Welt. Im Buddhismus wird dies als Eingang ins Nirvana bezeichnet." <- Kein Karma mehr erzeugen, heißt kein gutes wie auch schlechtes Karma mehr erzeugen, und das geht nur, wenn man auch Gefühle wie Liebe so weite entemotionalisiert, dass eine absolute Neutralität entsteht.
- Die generelle Tendenz zu Bescheidenheit, Zügelung und Askese.
- Der Glaube daran, dass alles zusammenhängt und alle gleich sind. Das kann man nur wirklich leben, wenn man alles und jeden gleich behandelt und wenn man liebt (in welche Form auch immer) fängt man an Unterschiede zu machen.
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