Das spirituelle Wissen Chinas


Dieser Titel ist wohl etwas dick aufgetragen, aber das Buch ist fundiert geschrieben
von einer Chinesin, die sich persönlich mit diesen Wegen auseinandergesetzt hat
[I Ging, Taoismus, Konfuzianismus, Ch'an/Zen, Qi-gong, Feng-shui...] und sie auch
sehr persönlich darstellt - einfacher zu lesen, aber viel mehr 'von innen' als viele
wissenschaftliche Werke zu diesen Themen - das Buch gibt es z.Z. in modernen
Antiquariaten und im Versandbuchhandel um € 8.- (ISBN 3-491-96147-5).
Das Beste Buch zum Taoismus ist und bleibt immer noch das TAO TE KING. Wie sonst sollte man einen Zugang zum Taoismus bekommen.
Und zu den Wurzlen des ZEN?

Liebe Grüße, peter.
'Das beste Buch zu' irgendwas ist immer eine subjektive Aussage.
Für mich ist das Tao-te-king der grundlegende Text des Taoismus,
aber es war nicht mein Zugang zum Tao. Den habe ich gefunden
20 Jahre nachdem ich meine erste TTC-Ausgabe gelesen hatte...
PB hat folgendes geschrieben:
Das Beste Buch zum Taoismus ist und bleibt immer noch das TAO TE KING.


Dachte ich auch bis vor ein paar Tagen, da habe ich zum ersten mal Tschuang Tse gelesen in einer Übersetzung von Thomas Merton ("Tschuang Tse - Der Mann des Tao").

Zitat:
Tschuang-Tse (4. – 3. Jh. v. Chr.) ist im Gegensatz zum legendären Lao-Tse eine historisch verbürgte Persönlichkeit. Tschuang-Tse machte mit seinen Schriften Lao-Tse bekannt und trug maßgeblich dazu bei, dass der aus Indien kommende Buddhismus in China und Japan eine spezielle Note erhielt: den Zen-Buddhismus.


Es gibt keine festen Grenzen,
und die Zeit steht niemals still.
Nichts hat Bestand,
nichts ist endgültig.
Man kann nicht einwirken
auf den Ausgang oder den Anfang.
Dem Weisen gelten das Nahe und das Ferne gleich;
er verachtet nicht das Kleine,
noch verehrt er das Goße.
Wie will man denn Vergleiche ziehen,
wo alle Maßstäbe sich unterscheiden?
Mit ein und demselben Blick
durchdringt der Weise Vergangenheit und Gegenwart,
wobei er dem Vergangenen nicht nachtrauert
und mit der Gegenwart nicht unzufrieden ist.
Alles ist in ständiger Bewegung.
Er hat gründliche Erfahrung
in Fülle und Leere.
Er frohlockt nicht, wenn er Erfolg hat,
und jammert nicht, wenn er scheitert.
Das Spiel ist nie vorbei,
Geburt und Tod liegen gleichauf,
nichts ist endgültig entschieden.


Laotse tauft mit Wasser, Tschuang Tse mit Feuer.

Übrigens, bergeweise asiatische Schriften gibt es hier:

http://terebess.hu/english/tao.html

Leider nur in englisch, aber immerhin.

Gruß
Sieben
Hallo Sieben!

Danke für den link - das ist wirklich eine Fundgrube. Hier noch zwei:

http://home.pages.at/onkellotus/
bringt nicht nur das Tao-te-king in vielen Sprachen und Versionen,
sondern auch andere taoistische Klassiker.

http://www.sacred-texts.com/index.htm
ist vielleicht die umfangreichste Sammlung religiöser Texte überhaupt.

P.S. Kennst Du die Tschuang-tse-Übersetzung von Martin Buber?