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| Scherz beiseite: Wir bereiten uns unsere Lebensumstände alle selber vor, sagt der Verfasser des Buchs |
Ja stimmt, wenn man sagt, die Kinder, die mit 5 Jahren verhungern, haben es einfach schlecht geplant, dann lebt es sich gleich viel besser und angenehmer
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Hallo Nebulosus,
lies halt einfach mal das angegebene Kapitel 13, auch wenn's Arbeit macht. Wir wollen ja nicht herumpalavern, sondern etwas lernen. Sonst musst du noch ein paar mal öfter wieder ins irdische Jammer- und Tränental zurück.
Gruß, Fipps
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| Durchs "rumpalavern" lernt man mehr, als sich seitenlange Monologe reinzustopfen...
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@Nebulös
Eigentlich hast du ja Recht. Ich habe auch nur selten Lust, mich auf ellenlange Darlegungen einzulassen, die jemand zum Lesen anbietet.
| Zitat: |
| Ja stimmt, wenn man sagt, die Kinder, die mit 5 Jahren verhungern, haben es einfach schlecht geplant, dann lebt es sich gleich viel besser und angenehmer. |
Das mit dem "Vorbereiten" war so gemeint, dass die Folgen, die jemand in einem weiteren Leben erfährt, ihre Wurzeln in den Handlungen eines früheren Lebens haben. Das ist die althergebrachte Vorstellung vom Karma. Dein 5-jähriges Kind hat sicher kein frühzeitiges Hungern direkt und bewusst eingeplant, aber nach dieser Vorstellung ist es eine Folge eines früheren Handelns dieses Seelchens. Nichts Neues hier. Es lebt sich sicher angenehm mit einer solchen Vorstellung, wenn man nicht gerade selbst dieses Kind ist.
Aber selbst wenn es einem wirklich schlecht geht, kann es helfen, sich zu sagen, dass man letztlich selbst dafür verantwortlich ist. Man kann dann etwas lernen, statt nur zu jammern und die Gesellschaft oder die böse Welt anzuklagen. Da wir hier von der Seele und dem Geist reden, sprechen wir natürlich nicht von dem kleinen Unschuldslamm, das gerade am Verhungern ist, sondern von dem angenommenen "übergreifenden" Wesen, das sich auf der Erde gerade als kleines, armes Menschlein manifestiert. Das Lernen findet auf der Ebene des höheren Selbst statt.
Mir gefällt diese Vorstellung tatsächlich, und sie stimmt mit meiner Lebenserfahrung überein. Wenn man die tiefere Verursachung für eigenes Unglück nicht woanders sucht als bei sich selbst, hat man die Zügel in der Hand und kann versuchen, etwas aus der Situation zu machen. Andernfalls bleibt man das "Opfer", der Lernprozess dauert länger, und man leidet, grämt sich und wird depressiv, statt optimistisch in die Zukunft zu schauen.
Die Akzeptanz solcher Ideen setzt natürlich einige Vorstellungen darüber voraus, was der Mensch eigentlich ist, welchen Sinn das Dasein und die Welt hat und -- etwas weiter greifend -- was Realität eigentlich ist.
Wenn man bis hierhin folgen kann, dann wird es interessant. Entgegen unserer Alltagserfahrung sei Realität tatsächlich nur eine "Realitätsillusion", schreibt Ford Johnson in dem erwähnten 40-seitigen Artikel. Sie sei so aufdringlich real, dass uns das allerdings eher unwahrscheinlich scheint. Denn unser Verstand nimmt nur das uns umgebende Universum wahr, das uns völlig in der Hand hat, nicht jedoch alle möglichen anderen Realitäten, in denen wir ebenfalls existieren, sondern die nur gelegentlich in Träumen oder in Meditationszuständen aufscheinen.
Also dann leg dich mal ins Bett und träume etwas Schönes oder vielleicht auch Unschönes. Solange du träumst, ist das ebenfalls sehr real. So, where's the difference?
Hier höre ich mal mit diesem Monolog auf.
Das angegebene Kapitel (http://home.debitel.net/user/hphilipps/vorlagen/kap13.html) ist ein Angebot.
Gruß,
Fipps
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Fipps: Da gibt es die wunderbaren "Gespräche mit Seth" aus den 70er Jahren, die das alles auch schon sehr genau ausführen.
Realität ist eine "Realitätsillusion". Sie entsteht nur durch unsere eigenen Vorstellungen.
Das mit dem "Vorbereiten" war so gemeint, dass jemand die Folgen, die er in einem weiteren Leben erfährt, ihre Wurzeln in den Handlungen eines früheren Lebens haben.
Wenn man die tiefere Verursachung für eigenes Unglück nicht woanders sucht als bei sich selbst, hat man die Zügel in der Hand und kann versuchen, etwas aus der Situation zu machen. |
@Fipps
schön, daß Du wieder schreibst.
Wenn wir wirklich aus den vergangenen Leben etwas aufarbeiten, aber in den nächsten Leben eine andere Person sind, so müssen wir vom Innern her so weich sein oder werden, daß wir auch in der Lage sein werden, uns wirklich erinnern zu können. Woran aber wollen wir uns erinnern ? An unseren eigenen Tod, der vielleicht oft sehr grausam war ? Zumindest aus unserer subjektiven Sicht. Wie oft haben wir Kriege geführt, waren grausam zu anderen usw. Wer will sich daran erinnern.
Wir brauchen uns doch nur mal anschauen, wie Menschen reagieren, wenn sie kritisiert werden. Solange sie gelobt werden, strahlen sie über alle Backen, kommt Kritik, fühlen sie sich mißverstanden. Geht uns wohl allen so. Es ist schon schmerzhaft, sich anders zu sehen, als man gern möchte. Das muß wahrscheinlich alles erst reifen, damit wir es auch ertragen können.
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