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Sure 9 vers 29 versteh ich nicht












Zitat:

Es wird hier dargestellt, dass Nichtmuslime eine Schutzsteuer zu zahlen haben, aber die Muslime von irgendwelcher Steuer befreit wären.
Es wird öfters als eine bewusste Benachteiligung der Nichtmuslime hingestellt. Diese möchte ich an diesem Ort korrigieren.

Dschisja = Steuer für Nichtmuslime
Saka = Steuer für Muslime


Es geht hier im Wesentlichen um eine Unterwerfung von Christen oder Juden unter islamisches Recht, ohne Gleichheit vor dem Gesetz. Die Dschisja ist ein Teil davon, aber ebenso gehören Erniedrigung, Verbot der Bekehrung von Muslimen, Verbot des Bauens von nicht-islamischen religiösen Gebäuden, Benachteiligungen bei Rechtsstreitigkeiten, etc... dazu. Wie in jeder faschistischen Gesellschaft werden die Menschen in zwei Klassen eingeteilt: Muslime, und Dhimmis als Bürger zweiter Klasse.

Von einigen Muslimen wird das mit der Dschisja so dargestellt, als wäre es der gerechte Ausgleich für die Befreiung vom Militärdienst. Aber im Grunde ist das Gegenteil der Fall: Die "Befreiung vom Militärdienst" ist eher als Unterwerfung zu sehen, weil es Nichtmuslimen unter islamischem Recht nicht gestattet ist, Waffen zu tragen. Die Staatsgewalt bleibt damit unter islamischer Herrschaft.

Also: Nix schönfärben bitte! Das ist nix anderes als Faschismus, nur eben religiös motiviert, und nicht rassistisch.

UG
@ UnsbGeist

1. Das ist mir schon klar, dass Ibn Ishaqs Angaben mit den Hadiths übereinstimmen, da nunmal diese ja auch überhaupt seine Quelle waren. Ibn Ishaq studierte die Hadiths in Alexandria. Man kann also das Gesamtbild der Darstellungen Ibn Ishaqs nicht mit Hadithen bestätigen, wenn diese ohnehin seine Quellen waren.

2. Sahih Muslim und Sahih Bukhari wurden erst im 8.-9. Jahrhundert kodifiziert. Also auch erst nach Ibn Ishaq.

3. Hadithbücher wiedersprechen sich oft und deswegen können sie keine zuverlässige Quelle für das Heilgeschehen Mohammeds sein. Mit jedem neuen politischen Ereignis und Krieg wurden praktisch neue Hadiths erfunden und das sieht man sehr offensichtlich.
Zitat:

3. Hadithbücher wiedersprechen sich oft und deswegen können sie keine zuverlässige Quelle für das Heilgeschehen Mohammeds sein. Mit jedem neuen politischen Ereignis und Krieg wurden praktisch neue Hadiths erfunden und das sieht man sehr offensichtlich.


Das mag Deine Meinung sein. Ich halte diese Berichte für äußerst schlüssig, und die meisten islamischen Geistlichen auch. Über Einzelheiten kann man sicherlich streiten.

Aber beantworte mir folgende Fragen:

Frage 1: Was ist Deiner Meinung nach eine zuverlässige, objektive Quelle über die damalige Zeit?

Falls es nur der Koran ist: Dieser ist wohl die subjektivste Quelle überhaupt, da er nur von Mohammed selbst gepredigt wurde. Zudem findest Du selbst da all die barbarischen bis faschistischen Elemente von Mohammeds Lehren wieder: Sowohl die Dschisja, als auch das Abschlachten oder Unterwerfen von Andersgläubigen, oder das Versklaven wird darin beschrieben - auch wenn diese Geschichten natürlich vollständiger/klarer werden, wenn man zusätzlich andere Quellen hinzunimmt.

---
Im Übrigen:

Ich vermute, dass Du Mohammed für einen braven, moralischen Friedensengel hältst, der der Welt nur gutes gebracht hat. Meine Meinung ist, wie Du ja gelesen hast, ziemlich entgegengesetzt.

Frage 2: Wenn Du die Quellen betrachtest, gibt es wesentlich mehr und schlimmere Berichte, die Mohammed als Verbrecher darstellen, als solche, die ihn entlasten. Was veranlasst Dich zu der Annahme, bei dieser Bestandsaufnahme der Quellen ausgerechnet zu einem Ergebnis zu kommen, was all diesen Quellen widerspricht?

Das wäre so, als würdest Du einen Mord untersuchen, und es bevorzugen zu glauben, dass alle deutlichen Hinweise auf den Verbrecher gefälscht sind, als das Offensichtliche zu akzeptieren.

UG
@ UnsbGeist - Teil 1

Zitat:
Das mag Deine Meinung sein. Ich halte diese Berichte für äußerst schlüssig, und die meisten islamischen Geistlichen auch. Über Einzelheiten kann man sicherlich streiten.


Das ist nicht nur meine Meinung sondern jeder nicht blinde Mensch sieht ganz offensichtlich die Widersprüche in den Überlieferungen. Diese ominösen Geistlichen dürfte es übrigens gemäß eines Koranverses gar nicht geben. Ausserdem gab früher wie heute viele Hadithkritiker. Die Widersprüchlichkeit der Hadithsammlungen ist übrigens auch der Grund, warum die Schüler jener Hadithsammler eigene Hadithbücher herausbrachten.

Vorallem gibt es nicht nur die von der sunnitischen Welt anerkannten sechs Bücher (Kutub El Sitte), sondern auch andere Hadithquellen wie die der Schiiten. Die Schismen und Entstehungen von immer mehr Rechtsschulen und Sekten innerhalb des Islams hatten eben ihre Wurzeln in den Widersprüchen der Überlieferungen.

Zitat:
Frage 1: Was ist Deiner Meinung nach eine zuverlässige, objektive Quelle über die damalige Zeit?


Für einzelne historische Ereignisse gibt es wohl keine wirklich objektive Quelle. Wohl aber ist der Koran die primäre und zuverlässigste Quelle für Mohammeds Lehren. Es gibt übrigens auch einen Hadith, welches eine Antwort auf die Frage, ob man die Worte Mohammeds aufschreiben sollte, darstellt und hasbuna kitabullah , das Buch Gottes reicht, lautet.

Ich kann Dir mal ganz einfache Widersprüche zwischen Koran und Hadiths aufzählen:

1. Im Koran steht die Strafe für Ehebruch ist Auspeitschen. In den Hadiths steht Steinigung.

2. Im Koran steht in der Fastenzeit ist es nach dem Fastenbrechen erlaubt Geschlechtsverkehr zu haben. In den Hadiths wird es verboten.

3. Im Koran steht es ist der Verzehr von Meeresfrüchten erlaubt ist. Laut Hadiths sind alle Meeresfrüchte und Fische ohne Schuppen verboten.
@ UnsbGeist - Teil 2

Zitat:
Falls es nur der Koran ist: Dieser ist wohl die subjektivste Quelle überhaupt, da er nur von Mohammed selbst gepredigt wurde. Zudem findest Du selbst da all die barbarischen bis faschistischen Elemente von Mohammeds Lehren wieder: Sowohl die Dschisja, als auch das Abschlachten oder Unterwerfen von Andersgläubigen, oder das Versklaven wird darin beschrieben - auch wenn diese Geschichten natürlich vollständiger/klarer werden, wenn man zusätzlich andere Quellen hinzunimmt.


Im Koran gibt es keine faschistischen Elemente, es sei denn man legt sie eben pervertiert mit der Sunna zusammen aus. Wir können gerne über die einzelnen Stellen reden.

Zitat:
Frage 2: Wenn Du die Quellen betrachtest, gibt es wesentlich mehr und schlimmere Berichte, die Mohammed als Verbrecher darstellen, als solche, die ihn entlasten. Was veranlasst Dich zu der Annahme, bei dieser Bestandsaufnahme der Quellen ausgerechnet zu einem Ergebnis zu kommen, was all diesen Quellen widerspricht?


Diese Quellen sind mir nicht glaubwürdig, da sie sich erstens untereinander teilweise widersprechen und zweitens mit der primärsten Quelle der Lehren Mohammeds, dem Koran, widersprechen. Und dritens sind diese Quellen, die Mohammed als Verbrecher darstellen nicht gegen Mohammed sondern für. Das lässt mich vermuten, dass machthaberische und kranke Menschen die Lehre Mohammeds missbrauchen wollten um ihre persönlichen Ziele zu erreichen.

Zitat:
Das wäre so, als würdest Du einen Mord untersuchen, und es bevorzugen zu glauben, dass alle deutlichen Hinweise auf den Verbrecher gefälscht sind, als das Offensichtliche zu akzeptieren.


Forensische Untersuchungen kann man, mit Verlaub, mit Interpretationen von Schriften sowie der Klarstellung von historischen Ereignissen nicht vergleichen. Zumal die Hinweise für Mohammeds Grausamkeiten nicht von Zeugenaussagen kommen, die ihn verteufelt hatten sondern verherrlicht, was eben schon eigenartig ist.
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