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Wenn man die Komplexität von Leben erkannt hat, kann man nicht mehr von Zufall sprechen, denn dafür besteht das Universum zu wenig lange.
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Hier muss ich absolut widersprechen und gebe die Frage einfach an dich zurück. Was ist das Leben, das du es als Komplex bezeichnest? Und wer spricht von Zufall? Ich möchte betonen, sollte die Diskussion weitergehen, auf den Begriff des Zufalls zu verzichten, ich benutze ihn auch nicht! Der Zufall soll keine Instanz bekleiden, die der Theologie in bösartiger Weise entgegengestellt wird!
Zu dem Argument das Universum bestehe schon „seit langer Zeit“. Wieder scheint es, als würdest du das Menschsein als Maßstab nutzen. Aus der Sicht eines Menschen erscheint diese Zeitspanne natürlich gigantisch, aber ist dieser „Zollstock“ berechtigt? Aus der Sicht eines Gottes, der sich als Teil der Unendlichkeit beschreiben müsste, wäre das keine lange Zeit. Im Gegenteil.
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Günther Hasinger Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching bei München spricht bereits von einem "allesdurchdringenden Energiefeld".
Diesen Aspekt Gottes nennt Shri Krishna in der BG "Paramatma".
Wenn wir von "Gott" sprechen haben wir meisst bereits eine Vor-Stellung von "Gott" = wir stellen uns einen Gott vor und erklären, "nein einen solchen Gott kann es nicht geben".
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Einem „allesdurchdringenden Energiefeld“ würde ich jetzt spontan mal als möglich einschätzen. Allerdings geht, wie bei allen Ansätzen über die theoretische Physik der vielzitierte theologische Kontext verloren. Und ich denke kaum, das „Shri Krishna“ unter einem „allesdurchdringenden Energiefeld“ das selbe versteht wie Günther Hasinger.
Und, wenn wir von Gott sprechen, sind wir natürlich alle voreingenommen. Und ich drehe das jetzt um und sage, du stellst dir einen Gott vor, entsprechend deinem Glauben, und erklärst, „ja, einen solchen Gott muss es geben!“.
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Vielleicht liegen Theologen und Kosmologen gar nicht so weit auseinander.
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Selbstverständlich nicht. Sie bedinen sich nur verschiedener Wege, aber mit dem prinzipiell gleichen Ziel.
Gruß
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Ich kann an der Vakuumenergie nichts Göttliches finden.
Für Esoteriker hat "Energie" immer so einen Beigeschmack von Leben und Tatkraft. Dabei lässt sie sich doch in tote Masse umrechnen.
Was für ein mieser Werbespruch wäre das: "Mars bringt verbrauchte Kalorien sofort zurück"!
Dabei ist Kalorie eine Maßeinheit für Energie.
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Hallo Jesters,
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| Völlig richtig. Allerdings merke ich bei dir das dein Verständnis von Transzendenz immer auf ganz bestimmte Aspekte abzielt (Keine Sorge, dies liegt in der Natur der Dinge und schliesst mich natürlich mit ein). |
Ja sicher, ich lese die Bhagavad-Gita, das Shrimad-Bhagavatam und das Caitanya-Caritamrita die von Shrila Prabhupada übersetzt wurden. Ich tue dies weil ich überzeugt bin davon das Shrila Prabhupada der grösste Transzendentalist unserer Zeit ist. Das Wissen in diesen Büchern ist theoretisch (gijan), wenn wir es jedoch in der Praxis leben wandelt es sich in divya-gijan, transzendentales Wissen, da sich durch die Praxis unser Bewusstsein wandelt.
Unsere Welt hat sehr wohl einen Bezug zur Transzendenz, denn sie ist eine verzerrte Widerspiegelung dessen.
Das Spiegelbild eines Baumes am Wasser ist nicht die Wirklichkeit sondern eine verzerrte Spiegelung dessen die auf dem Kopf steht. Und doch besteht zwischen dem "Baum am Ufer" und dessen Spiegelbild eine Beziehung denn das Spiegelbild ist vollkommen abhängig vom realen Baum am Ufer. Man kann also sehr wohl theoretische Vergleiche aus der Sicht des Spiegelbildes vornehmen.
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„Wir werden Gott nicht los, solange wir noch an die Grammatik glauben.“
Nietzsche |
Nietzsche ist kein Transzendentalist, wie kann er also für uns relevante Informationen liefern?
Ein Mensch der noch nicht einmal seine eigenen Sinne und Geist unter Kontrolle hat ist steht’s auf der Sinnlichen und Mentalen Ebene gefangen. Vergleichbar einer Maus im Laufrad. Sie möchte unbedingt rennen, rennen um jeden Preis, und das Laufrad gibt ihr die Möglichkeit dazu; aber bedeutet das, dass die Maus auch vorwärts kommt?
Aus meiner Sicht protestierte Nietzsche gegen einen "Gott" so wie ihn die Kirche propagierte und einen solchen Gott gibt es laut Aussage der Veden wahrlich wirklich nicht.
Irgendwo hab ich mal gelesen dass Nietzsche erklärte; "ich kann nur an einen Gott glauben der auch tanzen kann" und dieses Kriterium erfüllt Shri Krishna problemlos.
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| Aus der Sicht eines Menschen erscheint diese Zeitspanne natürlich gigantisch, aber ist dieser „Zollstock“ berechtigt? Aus der Sicht eines Gottes, der sich als Teil der Unendlichkeit beschreiben müsste, wäre das keine lange Zeit. Im Gegenteil. |
Sehr richtig.
Die Veden beschreiben einen Multidimensionalen Kosmos. So gibt es 14 Dimensionen im selben Raum, den wir entsprechend unserem Körper den wir gerade bewohnen und dem derzeitigen Bewusstsein das wir haben, wahrnehmen können.
Je höher (feinstofflicher) die Dimension umso langsamer läuft die Uhr.
Lord Brahma (sekundärer Schöpfer des Universums) der in der höchsten Dimension des Kosmos lebt hat eine Lebensdauer von 100 Jahren. Diese 100 Jahre entsprechen nach unserer Zeitrechnung über 311 Billionen Erdenjahre.
Aber auch wenn wir die Welt aus der "Froschperspektive" betrachten, so erklären die Veden, ist die menschliche Lebensform eine unbeschreiblich begehrte Lebensform zur Selbst- und Gotteserkenntnis. Mutter Erde mag nur ein vollkommen unbedeutender Planet im schier unendlichen Raum des Kosmos zu sein, jedoch hat sie eine sehr bedeutende Rolle denn Shri Krishna erscheint nur einmal in einer Zeitspanne von 4,3 Milliarden Erdenjahre im Universum. Und dies tat er vor etwas mehr als 5100 Jahren auf dieser kleinen "unbedeutenden" Mutter Erde.
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| Einem „allesdurchdringenden Energiefeld“ würde ich jetzt spontan mal als möglich einschätzen. Allerdings geht, wie bei allen Ansätzen über die theoretische Physik der vielzitierte theologische Kontext verloren. Und ich denke kaum, das „Shri Krishna“ unter einem „allesdurchdringenden Energiefeld“ das selbe versteht wie Günther Hasinger. |
Energie (Shakti) hat immer auch einen Energieursprung (Shaktiman) - womit wir wieder bei der Person wären, die die Energie kontrolliert.
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| Und, wenn wir von Gott sprechen, sind wir natürlich alle voreingenommen. Und ich drehe das jetzt um und sage, du stellst dir einen Gott vor, entsprechend deinem Glauben, und erklärst, „ja, einen solchen Gott muss es geben!“. |
Ich halte mich an die Vorgabe der verwirklichten Transzendentalisten, ich spekuliere nicht. Natürlich ist mein Verständnis nur Theorie, diese ist jedoch in eine spirituelle Praxis eingebunden (Bhakti-yoga).
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| Persönlich denke ich, das in der Wissenschaft das größte Potential steckt um einige solcher Fragen zu beantworten. Ich kann mich natürlich irren, auch die Theologie ist in gewissen Bereichen um Fragen der Existenz nicht zu unterschätzen! |
Gott kann nur durch Offenbahrung wahrgenommen werden. Mit "mechanischen Mitteln" sind uns klägliche Grenzen gesetzt. Entscheidend ist die Reinheit unseres Bewusstseins und nicht die "Intelligenz" unserer Technologie. Denn die Technologie ist/kann nur so gut sein wie das Bewusstsein das sie Zeugt.
Shri Krishna erklärt, dass Er sich ausschliesslich Seinem Geweihten offenbart (siehe BG 18.55).
Das was sich heute "Theologie" nennt, ist in ihrem Höchstmass nicht mehr als philosophische Spekulation (gijan) und beruht lediglich auf materieller Intelligenz. Erst wenn wir diese durch eine Praxis (in meinem Fall Bhakti-yoga) transzendieren, kommen wir auf die Ebene von transzendentalem Wissen, divja-gian.
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| Den Mittelteil überspringe ich hier mal, und frage, ob du auch ohne den Background deines Glaubens schonmal versucht hast, erkenntnistheoretische Schlüsse zu ziehen. |
Ja sicher das hab ich lange Zeit getan. Aber mit Theorie alleine ist es nicht getan.
Durch die Praxis von Bhakti-yoga gelangt man Schritt für Schritt auf die Ebene von Erkenntnis (vigijan) und das hat dann längst nichts mehr mit Glauben zu tun.
Gruss
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