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Sinn? Alles oder Nichts!












Sinn,

scio - ut ne sciam - Latein. Ich weiss - dass ich Nichts weiss!

Lovesoul-Philosophisch!
Hallo Jesters,

Zitat:
Mag sein. Den Zufall aber von vornerein zu verneinen basiert allerdings auf Glauben, nicht auf "Ich weiss es". Bringt uns das weiter? Nein. Da sind mir diejenigen lieber, die eingestehen können es einfach nicht zu wissen.


Wissen über die Transzendenz kann nur aus der Transzendenz kommen. Wenn man jedoch erklärt es gibt keine Transzendenz steht man sich nur selber im Weg.
Alles beginnt also mit dem Satz; "ich weiss es nicht".

Unsere "Zivilisation" beruht auf der Philosophie; "alles entsteht aus Materie", also auch Bewusstsein.
Die vedische Philosophie erklärt jedoch genau das umgekehrte; "alles entsteht aus Bewusstsein". Und wo Bewusst-Sein ist, da ist auch Person.
Die Wissenschaft kann nicht beweisen das Leben aus Materie entsteht und so beruht unsere Zivilisation ebenfalls nur auf einem Glauben.

Shri Krishna erklärt uns in der BG das wir transzendentales Wissen nur von einer transzendental verwirklichten Person empfangen können. (BG 4.34)
Unsere stumpfen Sinne können uns nicht weiter helfen wenn es um den Ursprung des Universums geht.

Krishna erklärt uns in der BG, das wir die eine Welt mit verschiedenen Augen sehen, abhängig von unserem Bewusstsein. (14.Kapitel der BG)
Alle verkörperten Seelen unterstehen dem Einfluss der drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur: Tugend, Leidenschaft und Unwissenheit. Shri Krishna erklärt, was diese Erscheinungsweisen sind, wie sie auf den Menschen einwirken, wie man sie transzendieren kann und was die Merkmale eines Menschen sind, der von ihnen nicht mehr beeinflusst wird.
Erst wenn wir von diesen Erscheinungsweisen nicht mehr beeinflusst werden, können wir die Welt so erkennen wie sie wirklich ist.

Wenn man die Komplexität von Leben erkannt hat, kann man nicht mehr von Zufall sprechen, denn dafür besteht das Universum zu wenig lange.

Günther Hasinger Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching bei München spricht bereits von einem "allesdurchdringenden Energiefeld".
Diesen Aspekt Gottes nennt Shri Krishna in der BG "Paramatma".
Wenn wir von "Gott" sprechen haben wir meisst bereits eine Vor-Stellung von "Gott" = wir stellen uns einen Gott vor und erklären, "nein einen solchen Gott kann es nicht geben".

WELT: Kommt da nicht vielleicht doch ein Gott ins Spiel?
Hasinger: Ich wehre mich dagegen, Gott als Lückenbüßer für bisher Unverstandenes einzusetzen. Ich neige eher der Idee des Theologen Hans Küng zu. Er weist darauf hin, dass es nach Thomas von Aquin neben unserem Gottesbild noch ein alles durchdringendes Energiefeld geben könne, das auch da wäre, wenn sonst nichts existierte. Das erinnert mich an die mysteriöse dunkle Energie. Vielleicht liegen Theologen und Kosmologen gar nicht so weit auseinander.
(aus: http://www.welt.de/wissenschaft/art.....all.html?nr=1&pbpnr=0)

Gruss
Hallo jivatma,

Zitat:

Wissen über die Transzendenz kann nur aus der Transzendenz kommen. Wenn man jedoch erklärt es gibt keine Transzendenz steht man sich nur selber im Weg.
Alles beginnt also mit dem Satz; "ich weiss es nicht".


Völlig richtig. Allerdings merke ich bei dir das dein Verständnis von Transzendenz immer auf ganz bestimmte Aspekte abzielt (Keine Sorge, dies liegt in der Natur der Dinge und schliesst mich natürlich mit ein). Du sprichst von einem Wissen über die Transzendenz. Dieses Wissen kann aber keinen begrifflichen Inhalt besitzen, sonst würde es sich das transzendente in dem Moment der Erkenntnis selbst aberkennen. Selbst den Satz „ich weiss es nicht“ als absoluten Ursprung anzunehmen benötigt die Menschlichkeit, und mit ihr einhergehend die Sprache, als Mittelpunkt, und dies kann kein sicherer Standpunkt mehr sein. Die Sprachphilosophie hat sich nicht zu unrecht in den Mittelpunkt moderner Geisteswissenschaft gespielt.

Zitat:

„Wir werden Gott nicht los, solange wir noch an die Grammatik glauben.“
Nietzsche
Zitat:

Unsere "Zivilisation" beruht auf der Philosophie; "alles entsteht aus Materie", also auch Bewusstsein.
Die vedische Philosophie erklärt jedoch genau das umgekehrte; "alles entsteht aus Bewusstsein". Und wo Bewusst-Sein ist, da ist auch Person.


Weniger beruht das, was du Zivilisation nennst, auf der Annahme „alles entsteht aus Materie“, als viel mehr auf der der gängigen wissenschaftlichen Lehrmeinung. Bewusstsein ist ein untrennbarer Teil des Lebens, aus der Sicht des Lebens muss Bewusstsein aber nicht zwingend vorhanden sein, um Leben zu ermöglichen. Aus Sicht deiner vedischen Lehre, alles entstehe aus dem „Bewusstsein“ heraus, würde ich zu aller erst entgegensetzen, woher dieses Bewusstsein kommt und wie es sich legitimiert. Darüberhinaus müsste man diskutieren wie sich dieses Bewusstsein, solltest du ein Totales im Urpsrung annehmen, zusammensetzt.
Der Aussage, das wo Bewusstsein ist, auch zwingend eine Person sein muss, die es trägt, bist du leider einer Definition von Person schuldig geblieben. Ich denke aber du wirst das nachreichen können.
Zitat:

Die Wissenschaft kann nicht beweisen das Leben aus Materie entsteht und so beruht unsere Zivilisation ebenfalls nur auf einem Glauben.


Dem ist nichts hinzuzufügen. Geht allerdings insofern am Thema vorbei, als das du mit deinem Verständnis von Transzendenz, wie am Anfang bemerkt, anscheinend immer einen Raum zu beschreiben versuchst, der in sich abgegrenzt ist und stetig auf den selben (gewünschten)Zustand abzielt. Hier also deine Religion bzw. deinem Glauben als Ganzem. Persönlich denke ich, das in der Wissenschaft das größte Potential steckt um einige solcher Fragen zu beantworten. Ich kann mich natürlich irren, auch die Theologie ist in gewissen Bereichen um Fragen der Existenz nicht zu unterschätzen!

Den Mittelteil überspringe ich hier mal, und frage, ob du auch ohne den Background deines Glaubens schonmal versucht hast, erkenntnistheoretische Schlüsse zu ziehen.
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