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Sinn? Alles oder Nichts!












@jivatma,
das Zitat lautet richtig, dass Wissenschaft ohne Religion lahm und Religion ohne Wissenschaft blind sei.
Zitat:
Ansonsten ergeben wir uns nur einer Aneinanderkettung von sinnlosen Tätigkeiten, die keinen höheren Sinn haben.

Und? Wo ist das Problem?
Zum höheren Sinn - was immer das sein sollte- tragen deine Ausführungen nichts vor, was in anderen Religionen nicht auch verbreitet wird. Gleicher Inhalt in anderem Gewand.
Sorry, für mich klingt das alles nach einer Aneinaderreihung nichtssagender Kalendersprüche.
Hi,
also Sinnfreiheit in einem gewissen Grade erscheint mir nur zu beruhigend ständig nach einem Sinn zu fragen würde doch bedeuten, dass man richtig und falsch handeln kann. Ich gehe jetzt gar nicht von ethischem richtig und falsch aus, sondern vielmehr von Fragen wie "werde ich automechaniker oder fallschirmspringer", oder noch "schlimmer": wenn der erklärte sinn meines Lebens ist, ein großer Künstler zu werden, was passiert dann, wenn ich es nicht schaffe?
Einen Schritt zurückzutreten und eine gewisse sinnlosigkeit in allen menschlichen Aktivitäten zu sehen, ist meiner Meinung nach sehr befreiend; alles was wir materiell horten, werden wir verlieren, ebenso Titel und Professur --- deshalb können wir sehr gelassen sein (wenn wir wollen, natürlich ) und einfach handeln im Bewusstsein, dass alles vergänglich ist.
Viel interessanter finde ich aber, zu beobachten, wonach wir Menschen alle gemeinsam streben, und das ist Glück(seligkeit). Wir MÜSSEN natürlich nicht, aber irgendwie habe ich den Verdacht, alle tun es *lach* vor diesem Hintergrund kann man sich dann fragen, was einen glücklich machen kann; und da bin ich persönlich der Meinung, die höchste Wonne erreicht man durch Gott. Aber das ist meine Sicht; Gott hat es ,denke ich, nicht nötig, angebetet oder angestrebt zu werden, sondern wir tun es um unsretwillen, wenn.
Ansonsten möge alles nur so dahin laufen, abgefedert durch eine weiche Schicht von Sinnfreiheit.
lg
Jetzt sehe ich wieder was ich von den Religionen noch lernen kann. Was dies angeht bin ich doch eher unbedarft, habe mich nur mit Philosophie beschäftigt. Persönlich bin ich mir nicht sicher ob es einen Gott gibt. Mein Philosphielehrer hat mir diesen Text gegeben, und dieser hat mich beeindruckt. Ich schwanke zwischen Phasen wo ich an Sinn glaube oder, die überwiegen, wo ich ihn ganz ablehne. Ich finde das eine Sinnlosigkeit garnicht so schlimm ist, dann müssen wir selber Denken, selber unser heil suchen.
Heut schreibe ich Geschichte
und morgen lieg ich im Grab
und Pbermorgen weiß niemand mehr
dass es mich mal gab
Mein Leben dauert ewig
und doch nur kurze Zeit
Hat keinerlei Bedeutung
in der Unendlichkeit

Das ist aus einem Leid von Wizo
ist doch eigentlich sehr entspannend, befreiend, nicht zu Gott streben zu müssen.
Hi Alana,

Zitat:
also Sinnfreiheit in einem gewissen Grade erscheint mir nur zu beruhigend ständig nach einem Sinn zu fragen würde doch bedeuten, dass man richtig und falsch handeln kann.

Zuerst einmal muss man wissen was unser Handeln in der Zukunft verursacht. Wieso sollte ich beispielsweise so handeln das ich (oder mein Nächster) in der Zukunft drunter leiden muss?
Wieso sollte ich beispielsweise Fleisch essen. Ich weiss dass die Tiere leiden und gewaltsam gezwungen werden ihren Körper zu verlassen - das ist die höchste Art der Gewalt. Dies wird mir logischerweise sicherlich in der Zukunft ebenfalls kein Glück bescheren.
So gibt es glücksverheissende und unglücksverheissende Tätigkeiten.

Zitat:
Ich gehe jetzt gar nicht von ethischem richtig und falsch aus, sondern vielmehr von Fragen wie "werde ich automechaniker oder fallschirmspringer", oder noch "schlimmer": wenn der erklärte sinn meines Lebens ist, ein großer Künstler zu werden, was passiert dann, wenn ich es nicht schaffe?


Nun jeder hat gewisse Eigenschaften, ein eigenes Naturell, es spielt keine Rolle ob wir "Künstler" oder "Bauarbeiter" sind. Vielmehr geht es um das Motiv mit dem wir etwas tun, die Tätigkeit selbst ist sekundär.

In dieser Welt geht jeder den Tätigkeiten nach die seinem Karma entsprechen. Wir werden an einem bestimmten Ort in einem bestimmten Körper geboren und haben bestimmte Eigenschaften die das Resultat unserer Tätigkeiten im letzen Leben sind. So ketten sich Tätigkeiten aneinander - endlos. Und erst dann wenn wir Tätigkeiten ausführen die dem Wesen unserer ewigen Seele entsprechen und nicht unserem Körper (Karma), sind wir auf dem Weg der Befreiung. Diese Tätigkeiten werden "Sanatana-dahrma" genannt.

Zitat:
Einen Schritt zurückzutreten und eine gewisse sinnlosigkeit in allen menschlichen Aktivitäten zu sehen, ist meiner Meinung nach sehr befreiend; alles was wir materiell horten, werden wir verlieren, ebenso Titel und Professur --- deshalb können wir sehr gelassen sein (wenn wir wollen, natürlich ) und einfach handeln im Bewusstsein, dass alles vergänglich ist.


Das führt aber zu Gleichgültigkeit.
Genau das können wir heute in der menschlichen Gesellschaft beobachten - Kaos total. Die "moderne Zivilisation" wird daran zugrunde gehen.

Gruss
Forum -> Gott

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