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| Wie kommt man auf den Gedanken, nach Afrika zu gehen, in ein so fernes, fremdes Land ? |
Mein Mann arbeitet für eine Anlagenfirma, und ein Land, in dem alles platt ist, gibt es viel zu tun. Er leitet ein Vertretungsbüro. 3 Jahre sind vorgesehen, 2 davon haben wir jetzt fast rum.
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| Irgendwie merkt man auf seinen persönlichen Reisen, wo es einen ein bißchen festnagelt und wo man am liebsten doch wieder gern nach Hause gefahren wäre. |
Ich hätte mich gesträubt, wäre es in den arabischen Raum gegangen, oder nach Osten - Rußland oder Indonesien finde ich "schwer". Angola ist ruhig und relativ ungefährlich.
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| wer bestimmt das, wer verfügt darüber und warum wir gerade diesen und keinen anderen Weg gehen, woher kommt das. |
Niemand. Ich glaube einfach nicht daran
Ich glaube nicht, daß das Leben in irgendeiner Form per se nach Gerechtigkeit und Sinn strebt. Es ist der Mensch, dem nach solchen Dingen verlangt, aber die Natur kennt kein gerecht und ungerecht, kein gut und böse. Und wir sind ein Teil der Natur, und unser persönliches Dasein ist schon ein so unglaublicher Zufall, wenn man einmal die Anzahl der Spermien und Eizellen nimmt, die zur Verfügung standen - genauso unvorstellbat wie die 13 Milliarden Jahre, die unser Universum existiert. Ja, vieles ist nicht vorstellbar - und wir leben nur in einem Wimpernschlag dieser Zeit, selbst wenn wir 10000 Leben leben, ist das auch nur ..nagut..zwei Wimpernschläge vielleicht. Irgendwann wird das Universum sterben, und alles mit ihm. Nie hat irgendetwas einen Sinn, wenn man es so sieht. Der Sinn eines Lebens besteht darin, es zu leben.
Für mich jedenfalls.
Und da es für micht keine übergeordnete Gerechtigkeit gibt, fühle ich mich verantwortlich dafür, daß andere Menschen das auch können. Wenn es denn in meiner Macht steht.
Wenn es ein "Danach" geben sollte, so ist es uns (vielleicht wohlweisslich)verschlossen, und jeder Gedanke daran ist verschwendete Zeit. *find*
So, meine Kinder klagen gerade ihr Gutenachtlied ein.
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Astrella, was wirst Du tun, wenn die 3 Jahre um sind ? Naja - kommt vielleicht darauf an, wie es mit der Firma weiter aussieht, wo die Mitarbeiter beschäftigt sind.
Ich kann nicht sagen, ob mir Afrika gefallen würde. Vielleicht ist man an Deutschland sehr gewöhnt. Andererseits könnte es mir vielleicht in Schweden oder Finnland gefallen - ich weiß nicht.
Auf Kreta habe ich mich sehr wohl gefühlt. Es fühlte sich alles so vertraut an. Ein Leben dort könnte ich mir vorstellen.
Den Mut, um meinen Rucksack zu packen und nach Indien zu reisen, habe ich nicht. Den hatte meine Tochter.
Ich glaube nicht an den Zufall. Die Planeten purzeln auch nicht einfach so aus Zufall da oben durcheinander, sondern man weiß heute schon, wie es in 3000 Jahren dort oben aussieht. Ephemeriden können bis in diese Zeit angeschaut werden.
Im scheinbaren Chaos hat alles seinen Sinn. Wir erkennen ihn nur nicht.
Du hast vier Kinder - ich bin nicht weit davon. Da wissen wir ja, wie ein Leben mit aussieht
Was uns so mürrisch macht, ist sicherlich, daß wir mehr gefordert werden und uns der Staat so sehr abzockt, daß vom vielen Arbeiten in der Tüte wenig bleibt. Und doch gibt es die Verbindlichkeiten, die bezahlt werden müssen. Das kann die Menschen schon die Mundwinkel nach unten ziehen lassen.
Ewiger Sonnenschein kann auch die Seele erfreuen und die Gesichtszüge verklären.
Aber Dauersonnenschein gerbt die Haut und ich glaube kaum, daß alle Menschen nur glücklich sind.
Und weißt Du, manchmal bin ich über erfrischenden Regen auch sehr glücklich, vor allem, wenn er das zu gelb gewordene Gras wieder zum grünen bringt
Leben hier und Leben da - ist wie auf einer Linie das Geschehen betrachten, aber soweit voneinander und doch: du atmest dort und ich hier.
Schon seltsam.
Gruß
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Ob dir Afrika gefallen würde?
Es hängt davon ab, wieviele Erwartungen und Ängste man mitbringt.
Ich wusste, daß dieses hier keine Ferien werden würden, und doch fühlt es sich oftmals so an.
Luanda liegt an der Küste, und zum Strand ist es nicht weit. Meinen Kindern ist es relativ egal, ob sie in Dänemark oder in Luanda in den Wellen toben - nur hier ist es wärmer.
Nein, Dauersonnenschein haben wir hier wahrlich nicht.
Gerade geht die Trockenzeit zu Ende, der Cassimbo.
Ein halbes Jahr keinen Regen - und keine Sonne. Ewig eine Art Hochnebel, zwar noch immer so um die 20 Grad, aber nicht gerade das, was man sich vorstellt, wenn man an Afrika denkt.
Regenzeit - hört sich nach viel Regen an. War im ersten Jahr auch so, aber das war ausser der Reihe. Letztes Jahr eher zu wenig - in Hamburg regnet es im Schnitt mehr und länger - und zwar jeden Monat..
Was wir in einem Jahr machen? Und auf den Heimweg. Normalerweise wird nach 3 Jahren "getauscht", um Klüngeleien zu vermeiden, und damit die Leute nicht zu sehr verbuschen *grunzgrunz*
Wir hatten eigentlich geplant, in der Zeit hier genug auf die hohe Kante zu legen, um uns wenigstens die Anzahlung für ein Haus und die Ausbildung der Kinder zu sichern. Aber irgendwie kriegen wir es nicht gebacken, erstens ist alles hier wahnsinnig teuer und zweitens haben wir uns einen ganzen Tross Leute angelacht, die wir unterstützen, (und sie uns ) und irgendwie ist es mir (persönlich für mein Gewissen) wichtiger, nicht nur als Absahner hierzusein, sondern auch als jemand, der zurückgibt. Mag naiv sein.
Dies ist für unsere Familie die beste Zeit, die wir je haben werden, ich weiß es, mein Mann weiß es, und meine Kinder erziehe ich mit dem Hintergrund, daß ihnen nicht immer deine schwarze Nanny den Hintern abwischt.
Ich glaub, ich kann überall glücklich sein - und meine Kinder - hoffe ich - nehmen ein bißchen Afrika mit nach Hause.
Und ich hab noch einmal darüber nachgedacht, wo ich mal später meinen Lebensabend verbringen will: Ein Haus in den Dünen an der dänischen Nordseeküste
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| Ein Haus in den Dünen an der dänischen Nordseeküste |
Men det betyder naturligt at du må snakke dansk. Har du lært det allerede?
Men på annen hand er der få danskere som ikke forstår tysk.
Kære hilsner
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