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@nasruddin
Lieber Seelenfreund,
es macht mir nichts aus, als Buddhist bezeichnet zu werden, daher ist jede Entschuldigung überflüssig.
Danke für den Link, in dem ja eine ähnliche Abstufung des Nafs, des Ichs oder Egos getroffen wird, vom selbstsüchtigen niederen Ego bis hin zum reinen göttlichen Ich, wie von mir unter -Stufen der Liebe-.
Tatsächlich wird der Begriff Ego bei uns automatisch mehr mit dem niederen Ego identifiziert.
Es ist erstaunlich und den eigenen Glauben bestätigend, dass es so viele grundlegende Übereinstimmungen gibt.
Kennst Du das Glück, das wenn man es greifen will, entschwindet. Kennst Du die Liebe, die sich nur mehrt, wenn man sie teilt? Es ist wie die Milch der Mutter, je mehr das Kind trinkt, umso mehr Milch gibt die Frau. Wir alle sind einzigartige Universen, die sich zu immer größerer Ganzheit eröffnen. Das geschieht nicht von heute auf morgen, aber ich sehe, es gibt in meinem Leben Entwicklung. Zweifel sind weitgehend gewichen, Gott ist gegenwärtig. Doch bin ich mir meiner Unvollkommenheit quälend bewußt. Dieses Leben...Zeit, Tod? Und ich weiß es geht weiter und weiter.
Lieber Gruß Vaijanath
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@Vaijanath - Teil 1
| Zitat: |
Kennst Du das Glück, das wenn man es greifen will, entschwindet.
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Ich kenne es anders. Hier eine Allegorie dazu.
Bei einer Wanderung auf dem Pfad der Erkenntnis kam eine Gruppe Derwische mit dem Nasruddin als ihr "Pfadfinder" nach einem langen Marsch mitten durch die Wüste an einer Quelle an.
Nasruddin sagte. Jeder darf soviel trinken wie er kann. Es darf aber niemand etwas vorrätig mitnehmen!
Einer der Derwische verstand es nicht ganz und begann seine Feldflasche zu füllen. Sofort hörte die Quelle auf zu sprudeln und versiegte total!
Nasruddin fragte, den Jungen, was er sich da gedacht habe!
Der Junge sagte, ich wollte doch noch etwas für meine Famile und Freunde mitnehmen, damit sie auch davon kosten können.
Nasruddin sagte. Siehst Du. So ist es mit dieser Quelle. Jeder der es erreicht, kann trinken so viel er will. Aber mitnehmen.
Das geht nicht!
Hier ist die Quelle das Glück. Es entschwindet wenn man es greifen und nur für sich und seine persönlichen Freunde behalten will.
Gruss
Nasruddin
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@Vaijanath - Teil 2
| Zitat: |
| Kennst Du die Liebe, die sich nur mehrt, wenn man sie teilt? |
Bei uns ist es ein Bisschen anders. Wie könnten es auch Liebe nennen.
Schauen wir mal.
Wer bei uns etwas gelernt hat. Eine gewisse "Erkenntnis" hat. Der muss wenn er weitere "Erkenntnisse" haben will, seiner Umgebung seine bisher gemachten "Erkenntnisse" weitergeben. Gibt er sie nicht weiter, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er zu weiteren Erkenntnissen kommt gleich null.
Es ist also für diejenigen die gelernt haben, eine Pflicht diejenigen zu schulen, die noch auf dem Weg dorthin sind.
Wenn die Liebe Gottes das ist, was wir erhalten, ist es also für uns eine Pflicht diese auch mit unserer Gemeinschaft zu teilen...
Gruss
Nasruddin
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@nasruddin,
Lieber Freund,
danke für diese Beschreibungen. Ja das deckt sich. Kennst Du den Begriff der drei Grundqualitäten genannt Gunas, die da sind Sattva, rajas und tamas?
Lieber Gruß Vaijanath
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@Vaijanath
Lieber Freund. Ich habe schwierigkeiten mit den Bezeichnung die im Hinduistischen Denken vorhanden sind. Ich kenne die Wörter nicht.
Ich muss mich kurz in die Materie dieser Begriffe einarbeiten. Danach werde ich die Parallelen aufzeigen können.
Ich wünschte es gäbe einfache prägnante Bezeichnungen im Deutschen für diese Sanskrit-Bezeichnungen.
Gruss
Nasruddin
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