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Bedeutung von Leid für den Glauben












Zitat:
Ich erkläre Sachen über Buddha und kenn nicht mal die Praxis der verschiedenen Buddhistischen Schulen!

Dazu brauchst Du keine buddh. Schule! Meine ersten Erkenntnisse auf diesem Weg waren auch im Zustand, dass ich damals nicht wußte, dass ich auf dem buddhistischen Weg gelandet war!

Aber was Du jetzt mit dem Christentum noch willst, das ist mir nicht so ganz klar?

Aber wolltest Du nicht ohnehin "langsamer" machen, aber in einem Atemzug dei Schritte bis zum Nirvana darstellen....

Vielleicht triffst Du "langsam" mal eine Entscheidung!

Liebe Grüße!
Lieber Nasruddin, Seelenfreund (ich denke übrigens nicht, dass ich Buddhist bin),
liebe Mitdiskutanten und -onkels,

Bin ein wenig überrascht, dass schon solche Reaktionen auf dieses Thema gekommen sind. War zwei Tage weg gewesen und muss mir die postings mal in Ruhe durchlesen.

Was dieses Thema schwierig macht, ist meines Ermessens, dass Leiden nur für uns Menschen auf dem Weg hin zu Gott, auftritt. Gott selbst ist frei von Leid, deshalb ist Leid letztlich nicht real, es ist Illusion.

Und für alles in diesem Bereich gibt es kein Patentrezept, denn es gibt die grundlegendere Wahrheit, Gott, die es zu erstreben gilt. Mal wird es dieser grundlegenden Wahrheit dienen, mal nicht und so wird es einmal richtig sein, Leid als Retter anzusehen, ein anderes mal wird es ein Hindernis sein.

Wenn man Leid eine reale Bedeutung geben will, dann ist es bestenfalls die Erfahrung des Fehlens der göttlichen Vollkommenheit. Damit ist Leid ein Motor, der den Menschen dazu antreibt nach Vollkommenheit, Frieden und Ganzheit (=Gesundheit) zu streben.

das sind erstmal kurz meine Gedanken dazu, muss aber wieder zur Arbeit. Setz mich heute abend noch mal dran.

Lieber Gruß Vaijanath
@positiv

Zitat:
Aber was Du jetzt mit dem Christentum noch willst, das ist mir nicht so ganz klar?


Das Judentum, Christentum und der Islam ist mein Ursprung. Dort liegen meine Religiösen Wurzeln. Ohne diese Wurzeln wäre ich heute nicht hier.
Diese Religösen Wurzeln können auch anderen Mitmenschen helfen sich zu finden... Mystik und Gemeinsamkeiten sind der Schlüssel dazu.

Zitat:
Aber wolltest Du nicht ohnehin "langsamer" machen, aber in einem Atemzug dei Schritte bis zum Nirvana darstellen....


Es sind ja nicht viel Schritte. Du hast Recht. Doch es sind "leidvolle Schritte". Jeder sollte über diese Schritte informiert sein. Und sich bewusst werden, was er will.

Zitat:
Vielleicht triffst Du "langsam" mal eine Entscheidung!


Ich habe mich doch schon längstens entschieden. Ich habe mich als "Gläubiger" von den Religionen und den Formen vor über 20 jahren abgesetzt.

Ich bin nur noch in dem Sinne Religiös, dass ich demjenigen zu helfen versuche, mit den Mitteln von seiner Herkunft und mit den Erfahrungen von seiner Umgebung. Natürlich sofern dieser sich helfen lassen will.
Ein wenig "Arbeit" seinerseits gehört natürlich auch dazu...

Meine Frau findet auch, dass ich mich von dem Religiösen Verhalten schon lange abgesetzt hätte. Das ist Wahr. Sie findet aber auch, dass ich sehr "Gott-Gläubig" bin. Und findet als Muslimin nichts daran auszusetzen.

Obwohl ich Buddhi und Dharma praktiziere fehlt mir noch der Teil des Susila. Es ist ein Sanskrit-Wort. Aber niemand kennt dessen Hintergründe.
Ich habe inzwischen es als SuSheela oder SuShil gefunden...

Derjenige der es eingeführt hat ist leider schon lange gestorben und hat keine für mich ausreichende Erklärung hinterlassen...

Gruss
Nasruddin
@Nasruddin
Zitat:
Obwohl ich Buddhi und Dharma praktiziere fehlt mir noch der Teil des Susila. Es ist ein Sanskrit-Wort. Aber niemand kennt dessen Hintergründe.


Interessant! - Allerdings muß ich eingestehen, dass mir Susila nichts sagt.

Rest per PN

Gruß
@alanna

Liebe Alanna.

Du schreibst:
Zitat:
Vielleicht hat dein Bekannter außer Acht gelassen, dass eine Religion (oder wie auch immer man es definiert) nicht von ihren Anhängern geschaffen wird; es gibt immer solche und solche in jeder Glaubensrichtung; manche sind uns sympathisch, manche nicht, mit manchen stimmen wir überein, mit manchen nicht...
Hauptsache ist doch, was wir selbst aus den Lehren für Konsequenzen ziehen.


Da berührst Du wohl einen entscheidenden Punkt. Religion ist ja im Wesentlichen die Beziehung des Individuums, des Ich zu dem Ganzen, zu Gott. Im Buddhismus und Hinduismus wird das sehr konkret, denn alle anderen Menschen und Wesen werden bei diesem "Zwei-Körperproblem" einfach weggelassen- (nebenbei bemerkt: Das Zwei-Körperproblem ist eigentlich ein Begriff aus der Astrophysik. Die Bewegung von zwei sich anziehenden Himmelskörpern ist mathematisch immer eindeutig definierbar, ein Drei-Körperproblem dagegen ist nahezu immer chaotisch und mathematisch nicht eindeutig definierbar, voraussagbar. Irgendwie läßt sich das aber auf unser Thema übertragen.) Und da stimmt es, dass es nur darum geht was wir selbst immer in jeder Situation daraus machen. Einzig Christus bringt da den Nächsten ins Spiel und macht ein "Drei-Körper-Problem draus".

Liebe Grüße Vaijanath
Forum -> Hinduismus, Buddhismus, Zoroastrische Religion

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