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"Das vollständige Bild Gottes gibt selbstverständlich nicht eine einzige Seelenhierarchie, nicht eine einzige Menschheit, sondern geben alle Menschheiten zusammen wieder, allerdings erst dann, wenn sie ihre höchstmögliche Vollkommenheit erlangt haben. Und auch dann bilden sie nur "eine Seite" Gottes ab. Denn im Universum gibt es unzählige Seelen und Seelengruppen, und alle spiegeln Gott. - Die Bestimmung der Seelen ist es aber, Gott am Ende ihres Entwicklungsvorganges so rein zu spiegeln, wie dies der Grad der Vollkommenheit gestattet.
Vollkommen ist die Seele des Menschen dann, wenn sie jenen Platz in der Hierarchie aller Seelen einnehmen und ihn auch ausfüllenkan, der für sie schon vor iherer Erschaffung bestimmt wurde. Und dazu braucht sie "unendlich" viel Zeit. - Doch der Mensch, dessen Bewußtsein von der Christus-Energie gespeist wird, ragt mit seiner Seele: mit Bewußtsein und Wille, heute schon in das Göttliche hinein und spiegelt Gott - so unvollkommen es auch sein mag - auf eine Weise heute schon.
Der Geist, der in der Gemeinschaft aller Seelen: in der Göttlichen Hierarchie wirkt, ist das Christus-Bewußtsein; die Seele, die sie belebt, ist Gottes Seele, die alles lebendig macht: die Christus-Energie; der Leib, der die Gemeinschaft aller verkörpert, ist der mystische Leib Christi.
Und da Jesus es ist, der in unserer Menschheit zu Christus geworden ist, ist der mystische Leib Christ, ist der mystische Leib Christi der Lichtleib Jesu.
'Durch ihn und mit ihm und in ihm" (Röm 11.36) bildet auch die ganze Menschheit - ungeachtet ihrer Unvollkommenheit - Gott bereits heute ab. " quelle: anatomie der seele
Alle Seelen sind in ihrem Wesen gleich, weil sie das Göttliche enthalten. Und vor Gott sind alle Seelen ohnehin gleichwertig.
Ist aber der Glaube eines Menschen während Inkarnationen nicht auf Jesus ausgerichtet, oder meint jemand, keinen Glauben zu haben, so ist seine Seele dennoch in Jesu Seele aufgenommen. In seinem inneren Wissen weiß ja jeder Mensch um seine Zugehörigkeit zu ihm.
Jede Gemeinschaft im Kosmos und auf der Erde ist hierarchisch aufgebaut. Jede Seelenfamilie, jede größere Seelengruppe, so auch jede Menschheit, bildet eine hierarchisch strukturierte Gemeinschaft. Jede Seele hat ihren Platz in der Gemeinschaft, deren Ränge je nach Größe einer Seele und je nach ihrer Leistungs-und Liebesfähigkeit eingestuft sind.
Obwohl die Entwicklung der Seelen, die zur gegenwärtigen Menschheit gehören, noch lange nicht abgeschlosen ist, stellen sie sowohl in ihrer Gemeinschaft als auch einzeln bereits heute ein Abbild Gottes dar.
Denn jeder muß den Weg der Spiritualität, der zu Gott führt, selber zu Ende gehen. Aber der Weg wurde für alle frei. Deshalb kann jeder Mensch die Gewißheit haben, daß er sich mit Gott einmal vollständig vereinigen wird. Und dies gilt für alle, ohne Ausnahme."
"Der Mensch, der in die Wahrheit tritt, muß diese nicht bloß erkennen und anerkennen, sondern sie auch verwirlichen. Die Wahrheit - in diesem Sinne - verwirklichen bedeutet: Das, was er ist, und alles, was er hat, Gott zu übergeben, genauer: Gott zurückzugeben. Denn alles, was er ist und alles, was er hat, wurde ihm von Gott nur anvertraut. Dem Menschen gehört gar nichts."
"Der Wahrheit, die jede Art von Wirklichkeit, so auch die menschliche Realität fundiert, liegt die Tatsache zugrunde, daß alles, was es gibt, aus Gott existiert und alle Gott gehört. "
Ich denke, der Herrscher über das Universum ist Gott - meiner Meinung nach - und kein Mensch wird je Gott sein. Er geht ein im Göttlichen - vereint sich - aber Gott bleibt Gott.
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| Gabriele, mein Mensch liest diese langen, kleinen Passagen!
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Liebe Gabriele
Die Schriftgrösse ist wirklich recht mühsam.
Aber dein Text ist gut. Ich war ganz begeistert - du beschreibst sehr greifbar Teile der Dinge, die Eckhart in seinen Worten sagt. Danke!
Zuletzt kann ich dir hier aber leider nicht zustimmen:
| Zitat: |
| kein Mensch wird je Gott sein. Er geht ein im Göttlichen - vereint sich - aber Gott bleibt Gott. |
Das kann ich logisch nicht ganz nachvollziehen. Wer eins wird mit Gott, ist doch auch Gott? Eins! Da gibt es keine Differenzierung mehr à la "identisch aber doch anders".
Und das ist Christus - eins mit Gott.
Gruss,
Andreas
P.S.: Und zu deiner Frage mit dem Leiden: so sehr bedeutend ist das Leiden an sich nicht. Jedenfalls ist es kein Selbstzweck. Aber Verzicht ist erstmal schmerzhaft. Loslassen tut erst mal weh - macht aber frei. Das ist das Leid, das der Christ kultiviert. Das kreuzigen des sündhaften Fleisches. Der Verzicht auf liebgewonnenes aber falsches. Was ja nicht heisst, dass alles am Fleisch schlecht ist. Eckhart beschreibt das in dem Text oben besser als ich es könnte.
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Zumal das Gabrieles heimliches Hobby ist uns so viel kleinen Text zu geben.
Gabriele, gibt es zu, du bist Optikerin und du schaffst dir hier im Forum Kundschaft.
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Sorry, aber aus meiner Sicht nicht zumutbar.... ich weiß, ich wiederhole mich!
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