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Teil 1
Diese Geschichte ist aus dem Buch: Mathnawi ( Mesnevi ) von Galal ad-Din Rumi (Gelal eddin Rumi) herauskopiert. Übersetzt wurde es von Herrn Bernhard Meyer, ISBN-13: 978-300010287
Siehe auch: http://www.digiothek.de
I Buch von 6
Wie ein Feind dem Prinzen der Gläubigen, Art - möge Gott ihn ehren -ins Gesicht spuckte und wie Ali das Schwert aus seiner Hand fallen ließ
Ab Vers:3721
Lerne von 'Ali, wie man aufrichtig handelt:
wisse dass der Löwe Gottes von jedem Betrug frei war.
Als er gegen die Ungläubigen kämpfte, gewann er Oberhand
über einen bestimmten Ritter, und er zog schnell sein Schwert.
Der Ritter spuckte 'Ali, dem Stolz jedes Propheten und Gottesfreundes ins Gesicht;
Er spuckte auf das Antlitz,
vor dem sich das Gesicht des Mondes in tiefer Verehrung verbeugt.
Auf einmal warf 'Ali sein Schwert weg
und hörte auf zu kämpfen.
Jener Krieger war erstaunt über diese Tat und darüber,
dass 'Ali ohne Grund Gnade und Vergebung zeigte.
Er sagte: „Du hast dein scharfes Schwert gegen mich erhoben; warum hast du es weggeworfen und mich verschont?
Was hast du gesehen, das besser als Kampf mit mir ist, sodass du davon absiehst, mich zur Strecke zu bringen?
Was hast du gesehen, was deinen Zorn besänftigt hat,
und was diesen Blitz aufscheinen und wieder verlöschen ließ?
3730
Was hast du gesehen, dass eine Flamme in meinem Herzen
und meiner Seele erschien, als ich die Spiegelung davon sah?
Was hast du gesehen, jenseits von Existenz und Raum,
das besser als Leben ist, und weswegen du mir mein Leben gabst?
Du bist der tapfere Löwe des Herrn;
wer weiß wirklich, wie großzügig du bist?
Du bist großzügig wie Moses' Wolke in der Wüste,
welche die Speisen und das unvergleichliche Brot brachte."
Die Wolken geben Weizen,
den der Mensch mit seiner Arbeit backt und mit Honig versüßt.
Moses' Wolke breitete die Flügel der Barmherzigkeit aus und gab gekochte und süße Nahrung ohne Mühe aus.
Für die, die vom Brot seiner Gnade aßen,
hisste diese Barmherzigkeit ein Banner in der Welt.
Vierzig Jahre lang fehlte dieser Anteil und diese Schenkung dem hoffnungsvollen Volk keinen einzigen Tag,
Bis auch sie aus Niederträchtigkeit aufstanden und Linsen und Kräuter und Salat forderten.
O Volk von Ahmad, du gehörst zu den Edlen,
diese Nahrung wird euch bis zur Auferstehung gegeben.
Als der Prophet „Ich verbringe die Nacht mit meinem Herrn" sagte,
waren „Er gibt Nahrung" und „Er gibt mir zu trinken" eine Anspielung auf spirituelle Nahrung.
3741
Nimm das ohne Interpretation an,
damit du es wie Honig und Milch schlucken kannst.
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Teil 2
Weil Interpretation eine Zurückweisung der Schenkung ist,
da die wahre Bedeutung als falsch angesehen wird.
Die Ansicht, dass es falsch ist, entsteht aus der Schwäche des Verständnisses;
die Universelle Vernunft ist der Kern, und unsere Vernunft die Schale.
Ändere dich selbst, nicht die Überlieferungen des Propheten; rede schlecht über dein Gehirn, nicht über den Rosengarten,
3745
„O 'Ali, du bist ganz Vernunft und Auge,
erzähle etwas darüber, was du gesehen hast!
Das Schwert deiner Vergebung hat meine Seele durchtrennt, das Wasser deines Wissens hat meine Erde gereinigt.
Erzähle! Ich weiß, dass das Seine Geheimnisse sind, denn es ist Sein Werk, ohne Schwert zu töten.
Er, der ohne Werkzeuge und Glieder arbeitet;
Er, der diese nützlichen Gaben verleiht,
Bringt den Verstand dazu, hunderttausend Weine so zu kosten, dass Augen und Ohren es nicht bemerken.
Erzähle, o Falke des Thrones, der edle Beute findet, was du zu dieser Zeit vom Schöpfer gesehen hast.
Dein Auge hat gelernt, das Unsichtbare wahrzunehmen, die Augen der Umstehenden sind versiegelt."
Ein Mann sieht deutlich einen Mond,
während ein anderer die Welt im Dunkeln sieht.
Und ein anderer sieht drei Monde auf einmal. Diese drei Personen sitzen
an einer Stelle, ja.
Aller drei Augen sind offen, und ihre Ohren sind scharf; auf dich fixiert und
von mir entfernt.
Ist das eine Verzauberung des Auges? Ist es eine wundervolle, versteckte Gnade?
Du hast die Gestalt des Wolfes, und ich die Eigenschaft Josephs.
Wenn es achtzehntausend Welten und mehr gibt, sind diese achtzehn nicht jedem Auge zugänglich.
„Enthülle dein Geheimnis, O 'Ali Mortada-,
der du das glückliche Schicksal nach dem üblen Schicksal bist.
Erkläre du entweder, was dein Verstand gefunden hat,
oder ich werde erzählen, was mir aufgeleuchtet ist.
Von dir hat es zu mir geschienen; wie kannst du es verstecken? Ohne Worte strahlst du Licht aus, wie der Mond."
Doch wenn die Mondscheibe zu reden anfängt,
führt sie die Nachtreisenden schneller auf dem Weg.
Sie werden vor Irrtum und Achtlosigkeit geschützt;
die Stimme des Mondes bezwingt die Stimme des Gouls.
Auch wenn der Mond ohne Rede den Weg zeigt,
wird er Licht über Licht, wenn er spricht.
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Teil - 3
Da du das Tor zur Stadt des Wissens bist,
da du die Strahlen der Sonne der Milde bist,
Sei für den offen, o Tor, der das Tor sucht,
damit durch dich die Schalen den Kern erreichen.
Sei offen bis in alle Ewigkeit, o Tor der Barmherzigkeit,
o Eintrittshalle zu „Keiner ist Ihm gleich."
Jede Luft und jedes Atom ist ein Ort der Vision. Doch solange
das Tor nicht geöffnet ist, wer sagt: „Da unten ist ein Tor"?
Wenn der Türhüter die Tür nicht öffnet, rührt sich dieser Gedanke im Inneren nie.
Wenn eine Tür geöffnet wird, staunt der Mensch,
ihm wachsen Flügel und er beginnt, auf dem Gedanken zu fliegen.
Ein achtloser Mann findet plötzlich den Schatz in der Ruine; danach eilt er zu jeder Ruine.
Solange du die Perle nicht von einem Derwisch erhältst,
wie willst du die Perle bei einem anderen Derwisch suchen?
Auch wenn die Meinung jahrelang auf eigenen Füßen läuft, wird sie nicht über die eigene Nase hinaus sehen.
Sag, siehst du außer deiner Nase etwas anderes?
Sag, was wirst du sehen, wenn du deine Nase hoch trägst?
Wie der Ungläubige Ali - möge Gott ihn ehren - fragte:. Wo du doch
über einen Mann wie mich gesiegt hast, warum hast du das Schwert aus deiner Hand fallen lassen?"
Er sagte: „Sprich, o Prinz der Gläubigen,
damit meine Seele sich in meinem Körper wie der Embryo bewegt."
Woher hat der Embryo, während er von den Sternen beherrscht wird,
die Mittel zur Bewegung? Er kommt von den Sternen zur Sonne.
Wenn die Zeit für den Embryo kommt, den Lebensgeist zu empfangen, zu dieser Zeit wird die Sonne sein Helfer.
Dieser Embryo wird durch die Sonne in Bewegung gesetzt, denn die Sonne verleiht ihm schnell Geist.
Von den anderen Sternen hat dieser Embryo
nur einen Eindruck erhalten, bis die Sonne auf ihn schien.
Auf welche Weise wurde er im Mutterleib
mit der schönen Sonne verbunden?
Auf die verborgene Weise, die unseren Sinnen fern liegt. Die Sonne im Himmel hat viele Mittel:
Die Mittel, durch die Gold Nahrung erhält,
und die Mittel, die aus einem Stein einen Edelstein machen,
Und die Mittel, mit denen sie den Rubin rot macht,
und die Mittel, durch die sie den Huf zum Blitzen bringt.
Und die Mittel, mit denen sie die Frucht reifen lässt,
und die Mittel, durch die sie einem Verwirrten ein Herz gibt.
Sprich es aus, o Falke mit den leuchtenden Flügeln,
der den König und seinen Unterarm kennen gelernt hat.
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Teil - 4
Sprich es aus, o königlicher Falke, der den 'Anqa- fängt,
o du, der alleine, ohne die Hilfe einer Armee, eine Armee besiegt.
Du alleine bist die Gemeinde, du bist einer und hunderttausend.
Sprich es aus, o du, dessen Falke deinen Sklaven zur Beute machte.
Warum hast du Barmherzigkeit statt Rache geübt? Wessen Art ist es, dem Drachen die Hand zu geben?"
Wie der Prinz der Gläubigen antwortete, was der Grund dafür war, dass er bei dieser Gelegenheit das Schwert fallen ließ
Er sagte: „Ich ziehe das Schwert für Gott, ich bin Gottes Diener, ich werde nicht vom Körper beherrscht.
Ich bin der Löwe Gottes, ich bin nicht der Löwe der Begierde; meine Tat bezeugt meinen Glauben.
Im Krieg bin ich die Wahrheit von ,und nicht warfst du, als du warfst'21 0: Ich bin das Schwert, aber die Göttliche Sonne ist es, die zieht.
Ich habe das Gepäck des ,Ich` aus dem Weg geräumt, ich betrachte das, was nicht Gott ist, als nichtexistent.
Ich bin der Schatten, die Sonne ist mein Herr;
ich bin der Kammerdiener, ich bin nicht der Vorhang vor Ihm.
Ich bin wie ein Schwert mit den Perlen der Vereinigung besetzt; im Kampf belebe ich, ich töte nicht.
Blut bedeckt nicht den Glanz meines Schwertes; wie könnte der Wind meine Wolken wegblasen?
Ich bin kein Stroh, ich bin ein Berg der Sanftmut und Geduld
und Gerechtigkeit; wie könnte der wilde Wind den Berg wegtragen?"
Was von einem Wind von seinem Platz entfernt wird, ist Stroh, denn wahrlich sind der unvereinbaren Winde viele.
Der Wind des Zorns und der Wind der Lust und der Wind der Gier tragen den weg, der die Gebete nicht verrichtet hat.
„Ich bin ein Berg, und mein Sein wurzelt in ihm; und wenn ich wie Stroh werde, ist der Wind, der mich bewegt, Sein Wind.
Meine Sehnsucht wird nur durch Seinen Wind bewegt; mein Führer ist nichts als die Liebe zu Ihm.
Der Zorn ist ein König über Könige, mir ist er ein Sklave; sogar dem Zorn habe ich Zügel angelegt.
Das Schwert meiner Sanftmut hat den Hals meines Zorns durchtrennt;
der Zorn Gottes ist wie eine Barmherzigkeit über mich gekommen.
Ich bin in Licht getaucht, obwohl mein Dach zerstört ist; ich bin ein Garten geworden, obwohl ich Bu Torab- bin.
Da ich an etwas anderes als Gott gedacht habe,
musste ich mein Schwert wieder in die Scheide stecken,
Damit mein Name er liebt um Gottes Liebe willen sei,
damit mein Wunsch er hasst um Gottes Liebe willen sei,
Damit meine Großzügigkeit „er gibt um Gottes Liebe willen" sei
und mein Wesen „er enthält sich um Gottes Liebe willen".
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Teil - 5
Für Gottes Liebe bin ich sparsam, für Gottes Liebe großzügig,
ich gehöre ganz Gott, ich gehöre niemand anderem;
Und das, was ich für Gott tue, tue ich nicht aus Nachahmung,
es ist keine Fantasie oder Meinung, es ist nur Eingebung.
Ich bin von Anstrengung und Suche befreit worden, ich habe meinen Ärmel an Gottes Rock befestigt.
Wenn ich fliege, sehe ich den Ort, den ich anstrebe;
und wenn ich kreise, sehe ich die Achse, um die ich mich drehe;
Und wenn ich eine Last ziehe, weiß ich wohin;
ich bin der Mond, und die Sonne ist als Führer vor mir."
Es gibt kein Mittel, mehr als dies den Leuten mitzuteilen; im Fluss ist kein Platz für das Meer.
Ich spreche einfach, entsprechend dem Maß ihres Verständnisses das ist kein Fehler, das ist der Brauch des Propheten.
„Ich bin frei von Eigeninteresse: Höre das Zeugnis eines Freien, denn das Zeugnis von Sklaven ist keine zwei Gerstenkörner wert."
Im religiösen Gesetz hat das Zeugnis von Sklaven keinen Wert in Bezug auf Prozess und Urteil.
Wenn Tausende von Sklaven für dich Zeugnis ablegen, akzeptiert das Gesetz ihr Zeugnis weniger als einen Strohhalm.
In Gottes Augen ist der Sklave der Begierde
schlimmer als Diener oder Sklaven, die in den Dienst gestellt wurden,
Denn diese werden auf ein einziges Wort ihres Herrn frei, er dagegen lebt süß, aber stirbt sauer und bitter.
Der Sklave der Begierde findet keine Befreiung
außer durch die Gnade Gottes und Seine besondere Gunst.
Er ist in einen Abgrund ohne Boden gefallen,
und das ist sein Fehler; es ist nicht Zwang und Ungerechtigkeit.
Er hat sich in einen solchen Abgrund geworfen,
dass ich kein Seil finden kann, das bis zum Boden reicht.
Ich will zum Schluss kommen. Wenn diese Rede weitergeht, was wird aus der Leber, wenn der Fels blutet.
Wenn diese Lebern nicht bluten, dann nicht wegen ihrer Härte, sondern aus Fassungslosigkeit, Beschäftigtsein und Unglück.
Sie werden eines Tages bluten, wenn Blut ihnen nichts nützt; blute du zu der Zeit, wo dein Blut nicht zurückgewiesen wird.
Weil das Zeugnis von Sklaven nicht anerkannt wird,
ist der anerkannte Zeuge einer, der nicht der Sklave des Goüls ist.
„Wir haben dich entsendet als einen Zeugen" ist eine Warnung, denn er war vollständig frei von Existenz.
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