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@nekilotte
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| Wie er dann das Thema Logik im besonderen versteht, hat man bei seiner Antwort an jesteres ja eindrucksvoll erkennen können. |
Glaubst Du allen Ernstes, dass er das aufnimmt?
Gruß
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@Nebulös
Das Thema Ethik wurde hier schon angesprochen, ich will versuchen noch ein wenig zu ergänzen. Es ist mir ehrlich gesagt völlig unverständlich wie man so vehement auf dem Standpunkt beharren kann, Logik sei ein universelles und unfehlbares Werkzeug der Ethik und Moral, obwohl wir alle doch tagein tagaus mit Problemen konfrontiert werden, die viel zu komplex und vielschichtig sind, um mit „simpler Logik“ gelöst werden zu können. Ich möchte mich zunächst einmal an einer Begründung am Beispiel Menschenwürde versuchen, weshalb unsere Logik in ethischen Fragen nicht absolut und universell sein kann. Die Menschenwürde ist ohne Zweifel einer der Grundbegriffe der Ethik, der für unsere Wertevorstellungen und damit auch für unser Rechtswesen einen unverzichtbaren Eckpfeiler darstellt.
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Du hast anklingen lassen, dass sich selbst Ethik, Gerechtigkeit und Moral-die alle miteinander zusammenhängen-durch Logik begründen lassen, die du, vorausgesetzt sie wird richtig angewendet, sogar mit absoluter Wahrheit gleichsetzt. Deine These ist also unter anderem, dass unsere Ethik, also auch die Menschenwürde, eine absolute und universelle Wahrheit ist, vorausgesetzt das Werkzeug-Logik-wurde richtig angewendet. Die Frage ist also, ob sich die Menschenwürde wirklich rein logisch begründen lässt, und ob es überhaupt möglich ist, sie als einen absoluten Wert zu definieren.
Auf eine Art lässt sich die Menschenwürde zweifellos logisch begründen, nämlich zweckorientiert. Aus der Menschenwürde leiten wir plakativ gesprochen unsere Gesellschaftsform ab und die Regeln nach denen sie funktioniert. Sie ist sozusagen die Basis eines in sich logisch-schlüssigen Systems, die Basis unseres Werte- und Rechtsystems. Damit will ich nicht sagen, dass unser Rechtswesen fehlerfrei ist, aber im Großen und Ganzen funktioniert es doch. Diese zweckorientierte Logik greift für deinen Anspruch allerdings immer noch zu kurz; um den Anspruch auf absolute Wahrheit zu erheben, darf die Menschenwürde nicht aus Zweckorientiertheit begründet werden, sondern muss aus sich selbst zu begründen sein, ähnlich einem Naturgesetz. Wie also lässt sich logisch begründen, dass jeder Mensch einen unschätzbaren Wert durch seine bloße Existenz besitzt? Das Problem ist, dass jeder Wert den eine Gesellschaft einem-Etwas-zuschreibt, sei es nun der Mensch oder was auch immer, subjektiv ist und davon abhängt wie diese Gesellschaft weltanschaulich, religiös usw. geprägt ist. In anderen Kulturen spielt Menschenwürde kaum eine Rolle weil man bezüglich des Wertes eines Menschen eine komplett andere Auffassung hat. In einem solchen Fall ist die Ethik dieser Gesellschaft eine völlig andere als unsere, weil sie auf einer anderen Basis aufbaut-trotzdem kann sie natürlich völlig logisch sein.
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| Das zeigt doch aber, dass Logik allein niemals in der Lage ist einer Gesellschaft eine absolute, universelle Moral und Ethik zu geben. Logik kann nur ein Mittel darstellen, um auf der Basis weltanschaulich geprägter Werte, eine funktionierende Gesellschaftsordnung aufzubauen. Wie die Ethik dieser Gesellschaft aussieht, hat zunächst einmal wenig mit Logik zu tun.
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@achim,
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| Wie die Ethik dieser Gesellschaft aussieht, hat zunächst einmal wenig mit Logik zu tun. |
Genau das will nebulös aber nicht begreifen. Er wird auch deine Argumente pauschal bestreiten.
Es kann aus rein rechtslogischer Sicht das Recht eines tyrannischen
Staates denselben Wert besitzen wie das einer vorbildlichen Demokratie
Aus rechtslogischer Sicht ist für die Richtigkeit aller diesem Grundprinzip folgenden Normen nur von Bedeutung, dass diese logisch korrekt vom Grundprinzip abgeleitet sind. Wäre also die Aussage „Der Einzelne hat sich der Gemeinschaft vollkommen unterzuordnen“ ein solches Prinzip, so wären Normen, die z.B. die Meinungsfreiheit umfassend einschränken, aus logischer Sicht nicht zu beanstanden.
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