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Engelerfahrungen?












Vor Jahren las ich einmal, daß Engel Energien sind und manche Menschen sie spüren - daß sich Engel durch Farben, Gerüche oder zarte Berührungen bemerkbar machen - ich glaube, wenn man danach geht, sind wir sicher schon oft unseren Engeln begegnet, ohne es zu bemerken, weil die kleinen Dinge so wenig wahrgenommen werden.

Wir vermissen nicht einmal die Schmetterlinge, weil wir die kahlen grünen Rasen mehr mögen als eine bunte Wiese - nicht nur die Bienen verschwinden, alles, was zum sensiblen Leben gehört, erträgt die Welt der Lautstärke und Grobheit wenig.

Wir werden alles vermissen, wenn es wieder leiser wird - aber wird es dann nicht zu spät sein ?

Weinen die Bäume, wenn die Sägen kommen ? Hören wir ihr Schluchzen ? Wie nehmen wir die Rasenmäher wahr, die tausendmal über die kleinen Grashalme fahren, als wäre es ihnen eine Wonne, daß alles kahl wie abrasiert ausschaut.

Die Welt ist gröber geworden - habe ich das Gefühl - wenn die Wesen der anderen Welt uns wie durch einen unsichtbaren Schimmer sehen, dann wissen sie, wo es an und in uns fehlt. Doch sie können uns nicht helfen, wenn wir sie nicht bemerken.

Und manchmal bin ich darüber sehr traurig - aber wenn es uns etwas sagen soll, dann müssen wir uns so manche Frage stellen.

Müssen wir in den "Sumpf", damit wir das "Licht" bemerken ?

Wie Astrella bin ich auch der Ansicht, daß man das alles selbst finden und erleben muß - das kann kein anderer für uns.

Gruß
So tiefgreifende Erlebnisse wie ihr- Nahtoderfahrungen- hatte ich noch nicht. Aber ich habe persönlich schon manches mal vor einer schweren Entscheidung gestanden, ich ging in die Kirche und betete zur Mutter Gottes und im nachhinein bot sich immer eine Lösung, die in diesem Moment gut für mich war.
Irgendwann habe ich angefangen mehr über solche Dinge nachzudenken, ob Glaube tatsächlich Berge versetzen kann. Dabei bin ich auf Erfahrungsberichte gestossen von Menschen, die in Kontakt mit ihrem Schutzengel stehen. So wie ich jetzt diese Zeilen schreibe, erscheint es mir unvorstellbar. Aber diese Menschen haben dadurch ihre Mitte gefunden, ich glaube das erhoffe ich mir auch. Ich möchte irgendwann mal in diesem Leben das Gefühl von ein wenig Glück haben. Zu wissen , dass da etwas ist, das einem hilft, wenn man es aus eigener Kraft nicht mehr schafft. Ist es denn nur Illusion?
@Hauch

Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht.
Ich bin der Meinung, meine Mitte gefunden zu haben, auch ohne Gott. Für mich war es nicht der richtige Weg, ganz im Gegenteil.
Während der Zeit, in der ich sehr gläubig war, sind Tragödien in meinem Leben passiert, und das Gefühl, "von oben" im Stich gelassen worden zu sein war ...hm... unerträglich.
Ich hatte mich dann an ein Kloster gewandt um meinen Glauben wiederzufinden - aber da hat sich so richtig herauskristallisiert, daß das nicht mein Weg ist.
Ich kann nur für mich sprechen. Andere Menschen wie Saerdna finden sich im Glauben geborgen.
Manchmal beneide ich diese Menschen um das Vertrauen, daß sie noch haben - aber andererseits ist es nicht mehr so wichtig für mein Leben, daß ich an einen Gott glaube.
Und ich glaube, für einen Gott wird es auch nicht wichtig sein, ob ich an ihn glaube. Wenn er wirklich so allumfassend liebt und weise ist, wird er es verstehen.
PS: Es war kein Nahtoderlebnis - ich war zu keinem Zeitpunkt "tot", und tiefgreifend war das Erlebnis auch nicht. Im Gegenteil. Mit den Informationen meiner Mutter im Nachhinein war es das erste mal, daß ich an meiner Wahrnehmung gezweifelt habe.
@ Astrella
Woran glaubst du, was macht dein Leben für dich sinnvoll. Ohne Glaubenan Gott. Wie hast du deine Mitte gefunden? Vielleicht brauche ich auch einen anderen Weg.
Was mein Leben sinnvoll macht? Gute Frage.
Ich bin momentan in einem Entwicklungsland in Afrika.
Ich habe das Gefühl, gebraucht zu werden und daß das, was ich tue, sinnvoll ist.
Ich mag die Menschen hier, die soviel durchgemacht haben, und wenn ich sehe, wie sie trotz ihres Elends immernoch die Sonne im Herzen tragen, relativieren sich meine "Probleme" gewaltig.

Ich habe meine Mitte gefunden, aber ich gebe zu, ich habe lange gesucht.
Es klingt jetzt ein bißchen --hm..profan, aber ich hab an den verkehrten Stellen gesucht. Ausserhalb, in Kirchen, Sekten, Beziehungen, Arbeit, zum Teil sogar Drogen.
Um dann zu sehen, daß mich nichts von diesen Sachen wirklich befriedigen und glücklich machen kann.
Das Glück steckt in einem selbst, wenn du nicht glücklich bist, wird Luxus und ein perfekter Partner daran nichts ändern, aber wenn du vom Leben, den Menschen und Dir eine positive und liebevolle Einstellung hast, wirst du auch einen Schicksalsschlag verkraften.
Ich weiß, daß es auch wieder schlechtere Zeiten für mich geben wird.
Später....nicht jetzt.
...
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