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Lebensmüdigkeit












@toffifee,

Zitat:
Vor einiger Zeit angefangen immermal mit Kumpels Gras und Shit zu rauchen.
Vor 2 Wochen dann auf 'ner Party das erste mal härtere Drogen genommen.
Jetzt fehlt nur noch ein Drogentest beim Bund, dann wär alles so gekommen, wie es immer kommt...
Mann, erstaunlich, wie ich mich immer selbst in die Scheiße reite...

Wie bei allem macht's die Dosis. Bei harten Drogen gilt natürlich besondere Vorsicht. Maximal einmal/Quartal.
Warum solltest du beim Bund einen Drogentest machen? Wenn du keine Verdachtsmomente lieferst, wird's auch keinen Test geben. Ganz allgemeiner Rat. Nie, wirklich niemals, irgendwelche Schnelltests machen. Auch und gerade nicht in Polizeikontrollen.
Strafrechtlich droht dir als Konsument heute wenig. Aber latente Gefahr die Fahrerlaubnis zu verlieren. Bei harten Drogen ist der Lappen auf jeden Fall erst mal weg. Bei Cannabis kommt's drauf an, wie häufig du konsummierst.
Toffifee,

viel erstaunlicher noch, wie hartnaeckig Du darauf bestehst, in der Sch... zu bleiben.

Du kommst daher mit einer "Ich verbock's eh" - Einstellung, und wenn Du's dann tatsaechlich tust, hast Du's ja gleich gewusst, oder ? Das nennt man eine sich selbst erfuellende Prophezeiung, es tritt nur ein WEIL man es sich selbst schon so prophezeit hat.

Ueber die Drogen brauchen wir wohl nicht reden, strafrechtliche Konsequenzen meck oder muh, raus da und zwar gleich. Das Label "Drogen" kann Dir fein die Zukunft (und sag nicht, Du hast eh keine, siehe unter selbsterfuellende Prophezeiung) verbauen, und besser machen sie auch nix - oder bringen sie Dich Deinem Ziel, Familie und so, auch nur einen Millimeter naeher?

Die Grundausbildung beim Bund hast Du nicht verbockt, oder? Vielleicht magst Du Dich ja sogar verpfichten, ich hoere, da gibt es Ausbildungen, vielleicht kann man ja sogar sein Fachabi nachmachen und TU-Student werden?

Auch wenn Du den Rat schon ein Dutzend mal gehoert hast, geh gefaelligst ein bisschen respektvoller um, mit Dir, Deinem Leben und den Moeglichkeiten darin.

cheers,
antares
neki hat folgendes geschrieben:
Ganz allgemeiner Rat. Nie, wirklich niemals, irgendwelche Schnelltests machen. Auch und gerade nicht in Polizeikontrollen.


@neki:

Damit sie einen dann zur Wache schleppen und gleich einen Bluttest machen?

Verdacht erregt man dann nicht, wenn man sich grundsätzlich mal keiner Schuld bewusst ist und wenn man nicht gerade volldicht Auto fährt. Aber gegen polizeiliche Intuition hilft wenig... und offiziell können sie so ziemlich alles als Verdachtsmomente angeben.
Wenn sie dann feststellen, dass du kiffst, haben sie wenig Interesse an dir. Sowas wollen die gar nicht wissen und solange du nicht gerade vor ihrer Nase rauchst, lassen sie dich auch in Ruhe.

Mein Tip: Finger weg von 'harten Drogen'. Punkt.

LG
@lisken,
Zitat:
Damit sie einen dann zur Wache schleppen und gleich einen Bluttest machen?

Ist der Schnelltest positv, wird ohnehin eine Blutentnahme angeordnet.
Der Haken bei einem Schnelltest ist, dass der keine Aussagen macht, welche Sachen ich wann konsumiert habe. Wenn du innerhalb der letzten Wochen eine Tüte geraucht hast, wird der Schnelltest positiv sein.
Was die Blutananlyse zum Vorschein bringt, ist ein relativ genaues Bild des Konsums, insbesondere, ob aktive psychotrope Substanzen in deinem Blut schwirren.

Man kann so einen Test dann machen, wenn man ganz genau weiss, dass er negativ ausfällt.

Im Übrigen darf eine Blutprobe nur angeordnet werden, wenn ein Anfangsverdacht vorliegt. Z.B. ein positiver Schnelltest.

Zum anderen wird der Arzt, der dich vor der Blutentnahme untersuchen muss, in seinem Protokoll in jedem Fall ankreuzen, dass der Proband merklich unter Drogeneinfluss steht, wenn er weiss, dass der Schnelltest positiv war.
Gibt es keinen Schnelltest, sind alle anderen Anzeichen recht vage. Er wird sich also bei seiner Beurteilung etwas mehr zurückhalten, wenn er keine eindeutigen Hinweise hat, sonst läuft er Gefahr, sich lächerlich zu machen.
Weiterhin ist es so, dass gerade beim Kiffen oft ein paar Stunden den Ausschlag über ein Fahrverbot ausmachen. Da kommt es nämlich auf kleinste Mengen im Nanogrammbereich an.

Zitat:
Wenn sie dann feststellen, dass du kiffst, haben sie wenig Interesse an dir. Sowas wollen die gar nicht wissen und solange du nicht gerade vor ihrer Nase rauchst, lassen sie dich auch in Ruhe.

Das ist ein gefährlicher Trugschluss. Zwar wird das Strafverfahren nach dem BtMG regelmäßig eingestellt, aber es wird eine Meldung an die für dich zuständige Fahrerlaubnisbehörde gemacht - und dann gibt's richtig Ärger.
Es heißt dann nämlich, dass deine grundsätzliche Eignung zum Führen von KFZ im öffentlichen Straßenverkehr überprüft werden muss. Die Beweislast, dass du geeignet bist, liegt bei dir. Regelmäßig heißt das, Blutuntersuchung und gegebenfalls MPU (vulgo Idiotentest), wenn man dir nachweist, dass du "gelegentlich" Cannabis konsummierst. Weisen deine THC-COOH-Werte (Cannabiol-Carbonsäure, ein Stoffwechselprodukt des THC, das über den Dauerkonsum Aufschluss gibt - darauf springen im Übrigen die meisten Schnelltests an. Nur Speichel- und Schweißtest reagieren unmittelbar auf das psychoaktive THC) entsprechende Werte auf, sieht es für deine Fahrerlaubnis ziemlich Scheiße aus.
Gerade die Verwaltungsgerichte in BW fahren da eine Linie, die sich aus meiner Sicht, mit den vom Verfassungsgericht aufgestellten Grundsätzen nur schwer in Einklang bringen lassen.
Weist man dir nach, dass du´"regelmäßig" konsummierst, ist der Lappen auf jeden Fall weg.
Sakina

@nekilotte
Danke für deine Erklärung.!

mfffggg gnostik
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