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Das Geschenk
Ich stehe vor der Himmeltür und preise unsern Herrn dafür.
Doch lässt der Wächter mich nicht hinein.
"Ich hab eine Einladung! Das kann doch nicht sein!"
Er meint: "Wenn ich Dich so anseh, dann hab ich den Verdacht:
Du hast kein Geschenk für IHN mitgebracht."
"Ein Geschenk?" meine ich "Das ist doch total daneben.
Was könnt ich unsern Herrn schon geben?"
Doch es nützt nichts, auch wenn es mir nicht gefällt:
Ich muss zurück in diese gottverlass'ne Welt.
Trotz des Lebens Müh und Plag, hoff auf den Herrn ich jeden Tag.
Nach einer langen Lebensreise,
wurd ich alt und grau, doch etwas weise.
Mein Nachbar meint: "Gott kanns nicht geben.
Ich hab IHN noch nie gesehn in meinem Leben."
Ich antworte ihm: "Hast Du zu mir Vertrauen?
Dann führ ich Dich hin und Du wirst IHN schauen."
Wir stehen vor der Himmelstür und danken unsern Herrn dafür.
Sofort lässt uns der Wächter weitergehn.
"Seid herzlich willkommen. Nun dürft ihr IHN sehn."
Freundlich lächelt der Herr mir zu: "Dein Geschenk ist fein.
Allein kommt niemand in den Himmel rein."
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