@atheist
Dass sich die Nahtoderfahrungen kulturell bedingt voneinander unterscheiden, finde ich noch ganz verständlich, wenn man von der gängigen theosophischen Vorstellung verschiedener Realitätsebenen ausgeht, die sich von unserer materiellen Ebene zunehmend entfernen. In allen Fällen -- von der physischen bis zur mentalen Ebene -- handelt es sich demnach immer um Realitätsillusionen, und die sind stark von den in einer Seele (ich will es mal so nennen) zeitweilig verankerten Vorstellungen bestimmt. Der von mir sehr geschätzte Ford Johnson beschreibt das einigermaßen griffig im Abschnitt "Die spirituelle Hierarchie" im von mir schon öfter hier genannten Kapitel 13 (hier klicken) seines Buchs "Confessions of a God Seeker". Hier passt insbesondere die Beschreibung der so genannten "Astralebene".
Das Vertrackte an diesen Vorstellungen ist, dass sich nichts falsifizieren lässt. Immerhin ist mir die Astralebene aus eigenen Erfahrungen ziemlich real geworden. Es könnte natürlich auch alles ganz anders sein; das ist ja das Dumme. Die Erlebnisse mit den Kleinkindern haben mir wieder einmal gezeigt, wie massiv und fest unser "kleines Ich" ist, so dass wir -- ohne einige Mühe -- so gut wie nichts anderes mehr sehen können. Dann und wann lugt das Andere aber doch hervor, wie mir scheinen will.