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Würde es Gott nicht geben...












@Atheist,
Dein Standpunkt ist für mich gut nachvollziehbar, wenn ich ihn auch nicht teile. Was Einstein glaubte, weiß ich nicht, aber bei Stephen Hawking sage ich klar: Ja, sein geistiger Horizont IST eng. Er schließt alles aus, was sich nicht in seine kristallene mathematische Vorstellungswelt einbeziehen lässt. In dieser Welt ist er allerdings brillant, keine Frage.

Wir sind eine Laune der Natur? Schon möglich, wenn die unzähligen Galaxien mit ihren Sonnen und Planeten samt den physikalischen Gesetzen schon da sind. Aber wo kommen die her? Da wird's dann schwierig. Am Anfang war das Nichts, und dann ist es explodiert? An irgendeiner Stelle müssen wir einfach etwas Unerklärliches voraussetzen. Und da ich beim besten Willen nicht sehe, wie Geist, Bewusstsein oder Einsichtsvermögen aus Materie entstehen, stelle ich Ersteres eben an die erste Stelle. Denn Geist kann sich Vorstellungen machen, ähnlich wie Träume. Und in einem Traum weiß man meist nicht, dass es nur ein Traum ist, so real kommt es einem vor. Woraus ich mühelos den Schluss ziehe, dass auch unsere Realität nur eine Vorstellung, eine Illusion sein könnte. Da bin ich übrigens in keiner schlechten Gesellschaft. Beim Wort GOTT zieht es mir das Hemd in die Ritze. Ich glaube an keine dieser traditionellen Gottesideen. Wenn man will, kann man natürlich den von Anfang an vorhandenen Geist als Gott bezeichen. Das sind wir dann aber selber, bzw. jeder von uns ist ein infinitesimal kleines Fragment davon. Durch unsere Vorstellungen schaffen wir die Realität, genauer: Die Schnittmenge aller Vorstellungen aller Geistesfragmente bildet die Realität. Naja, Physik ist das nicht mehr. Aber von der derzeit bekannten Physik müssen wir uns ja nicht in unserem Denken einschränken lassen.
@ Fipps:

Stimme dir großteils zu.
Alles was VOR dem Urknall war, ist für uns nicht nachvollziehbar und Unerklärlich.
Natürlich ist das Wort "VOR" hier so ne Sache, da ja Raum und vor allem ZEIT erst mit dem Urknall einsetzt aber was solls.
Auch finde ich es völlig in Ordnung, diesen VORZEITLICHEN Zustand von ALLEM als diesen "Grundgeist" zu bezeichnen.
Kann ja weder bewiesen noch widerlegt werden.

Wobei ich dir jedoch deine Schlussfolgerungen nicht ganz abnehmen kann, dass Bewusstsein und Einsichtsvermögen nicht aus Materie entstehen könne!
Aber, glaub mir das oder nicht, genau das ist passiert!
Denn was ist "Bewusstsein" und "Einsicht"?
Grundsätzlich resultiert die EInsicht aus einem Bewusstsein.
Denn wie könnte man etwas "einsehen", ohne zu wissen das man existiert?
Also bleibt nur mehr die Frage was Bewusstsein ist?
Nun ja, das hängt mit der evolutionären Entwichlung unseres Gehirns zusammen!
Schließlich machten wir über 2 Millionen Jahre Entwicklung durch, bevor wir den Übergang von Affe zu Mensch dann endgültig schafften! 2 MILLIONEN JAHRE!
Wenn du ohnehin nicht an die Evolutionstheorie glaubst, dann ists eh sinnlos.
Aber wenn ja, musst du auch anerkennen, dass sich unser Gehirn in diesen Millionen von Jahren nunmal so weit entwickelt hat, dass wir über uns SELBST nachdenken können!
Und das ist Bewusstsein! Warum sollte das Wissen um einen selbst, nachdem doch unser Gehirn und auch das von Tieren ANDERE Lebewesen wahrnimmt, nicht nach dieser sehr sehr langen Entwicklung imstande sein sich selbst zu erkennen?
Und als SICH SELBST meine ich persönlich nicht, dass das Hirn weiß, das es selbst existiert, das klingt hier irgendwie komisch.
DU, also dein Hirn weiß, das der Körper zu DIR, also deinem Hirn gehört!
Das ist pures Bewusstsein.
Du, also dein Hirn, existiert.
Wie hat schon Descartes gesagt:
"Ich denke, also bin ich."

lg
@atheist
Als großer Anhänger der Evolutionslehre und des "survival of the fittest" habe ich damit keinerlei Probleme. So funktioniert das nun mal in der materiellen Realität. Aber ich bin mir auch anderer Realitäten bewusst, wie sie mir gelegentlich in "Out of Body Experiences" sowie in luziden und ganz normalen Träumen begegnen. Diese haben meist nichts mit meinem gewöhnlichen Wachleben zu tun und sind auf ihre Weie in sich stimmig. Darüber habe ich mich schon lange gewundert, bis ich auf mögliche Antworten auf dieses Phänomen stieß (denn die üblichen Erklärungen der Traumforscher schienen mir doch etwas zu dünn zu sein).

Das brachte mich zu der Frage, ob unsere wahrgenommene Realität wirklich so etwas Absolutes sei. Welche Überraschung, dass das gar kein so aberwitziger Gedanke war! Die alten Inder und in deren Gefolge die Theo- und Anthroposophen (aber auch viele andere) beschreiben die sonstigen Realitätsebenen fast bis zum Überdruss, und sogar heutige Physiker haben das "Viele-Welten-Paradigma" entwickelt, um sonderbare physikalische Phänomene erklären zu können. (Siehe dazu den Abschnitt "Ebenen in der Schöpfung der Realitätsillusion" aus dem Kapitel 13 im Buch "Confessions of a God Seeker" von Ford Johnson.)

Ich sehe die Evolutionslehre mehr als Entwicklung des Instruments an, das ein Bewusstseinsfunke benötigt, um in der materiellen Realität wirken zu können. Das dauert so seine Zeit, aber auch Zeit ist ja nichts absolutes.
Na, und die von dir angenommene Entwicklung von der Rechenmaschine zum Bewusstsein ist bei den einschlägigen Forschern (Neurophysiologen usw.) immer noch im tiefsten Nebel, auch wenn sie manchmal so tun, als sei schon längst alles klar.
Man kann auch bei den Tieren Bewusstsein erkennen, das sich aber halt auf schlichtere Weise ausdrückt. Ich denke da nur an unsere Miezekatze. Kurz gesagt meine ich, dass Bewusstsein schon vorhanden ist und sich nach und nach in immer höher entwickelten Körper immer besser ausdrücken kann. Das ist ein schöner Gedanke, aber beweisen kann ich natürlich nichts. Mir reicht es schon, dass ich das intuitiv fühle. Sollte ich mich geirrt haben, dann war es wenigstens ein schöner Irrtum.
Im übrigen sind die Regale voll von Büchern, die alles Mögliche in dieser Richtung beschreiben und belegen. Da ist wahrscheinlich manche Scharlatanerie dabei, aber es fällt doch schwer, jegliche Evidenz in Bausch und Bogen als Unsinn abzutun.
Gruß, Fipps
@ Fipps:

Also zu Out of body experiences kann ich zu wenig sagen. das überlasse ich doch dann lieber richtigen Wissenschaftlern!
Jedoch Träume und Luzide Träume sind keinesfalls andere Realitäten, es sind eben Vorgänge in deinem Gehirn, während du schläfst!
Passiert mir zB sehr oft, dass ich nachdem ich an einem bestimmten Tag sehr viel Tennis gespielt oder im TV geschaut hab ich auch davon träum!
Gerade das zeigt mir, dass Träume eben eine geistige Verarbeitung der wirklichen Realität darstellt, deswegen ist es ja nicht Realität!
Ein Hund wird ja auch nicht gleich 20m groß, nur weil du ihn dir so in deinen Gedanken vorstellst, das sind eben alles Dinge die nur in jedem einzelnen Gehirn für sich ablaufen, aber mit Realität im ganzen nichts zu tun hat!

Das Viele-Welten-Paradigma das du ansprichst wurde vor allem dadurch entwickelt, da sich WIssenschaftler die Vorgänge in der Quantenwelt nicht erklären können!
Der Physiker und Autor Anton Zeilinger hat diese jedoch schon mit einigen Anhängern als nicht-zielführend abgelegt, da dadurch natürlich kein Fortschritt zu sehen ist da diese Theorie mehr Probleme aufwirft als löst!
Die Quantenweltforschung ist ohnehin das spannendste Thema für mich!
Somit kann nämlich wieder jeder darüber denken was er will!
Entweder verhalten sich diese Lichtteilchen wirklich zufällig, oder steckt doch der Plan Gottes dahinter den wir nicht verstehen.
Oder vielleicht verhalten sie sich nach nem Schema, dass wir NOCH NICHT erklären können, oder.....
.... ist eben alles unbeweisbar, da wir zu wenig WISSEN!

Und zum Thema Bewusstsein:
Du bestätigst doch selbst zu glauben, bei TIeren ein unterentwickeltes Bewusstsein zu erkennen, nicht?
Genau dass ist doch ohnehin der beste Beweis für Evolution:
Schließlich waren wir auch mal Tiere und wie ich ja schon gesagt habe, die Entwicklung zu unserem menschlichen Bewusstsein (also unser Hirn) ja 2 Millionen Jahre gebraucht hatte!
Wenn man dieses "Bewusstsein", wenn man es bei Tieren nun so nennen kann oder will, immer weiter und weiter zum Anbeginn allen Lebens zurückverfolgt, sitzen da irgendwo viele viele Einzeller, die ein Bewusstsein haben?
Klingt für mich ein wenig absurd.
Denn genauso, wie die Lichtquanten viel zu wenig Information aufnehmen könnten, um den Plan Gottes mitzuführen, so haben meiner Ansicht auch Einzeller zu wenig Zellen (gg ) um sich ihrer bewusst zu sein.
Daher: Bewusstsein erfordert Evolution, keine Grundidee!

lg
@atheist
Zitat:
Du bestätigst doch selbst zu glauben, bei Tieren ein unterentwickeltes Bewusstsein zu erkennen, nicht?
Nicht ganz, ich schrieb:
Zitat:
Kurz gesagt meine ich, dass Bewusstsein schon vorhanden ist und sich nach und nach in immer höher entwickelten Körper immer besser ausdrücken kann.
Was ein Katzenbewusstsein auf den anderen Realitätsebenen macht, weiß ich nicht. Auf unserer Ebene drückt es sich halt katzenhaft aus.
Aber darauf wollen wir jetzt lieber nicht herumreiten: Der gebildete Mitteleuropäer rümpft die Nase oder lächelt mitleidig.
Was die Multiversum-Vorstellung angeht, so wollte ich damit nur andeuten, dass man kein Spinner sein muss, um so etwas für denkbar zu halten. Ob's real ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt.
Zitat:
...so haben meiner Ansicht auch Einzeller zu wenig Zellen (gg ) um sich ihrer bewusst zu sein.
Das Bewusstsein braucht nach meiner Vorstellung Zellen nur, wenn es sich auf unserer materiellen Ebene ausdrücken will. Descartes sagte nicht: "Ich habe Hirnzellen, also bin ich", sondern "Cogito, ergo sum" (Ich sinne nach, also bin ich). Aber bei Descartes stehe ich auf dünnem Eis, zugegeben.
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