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Wer machte die Götter?












@solution
Ich habe gerade ein Deja-ju mit Dir.
Ich hatte eine ähnliche Disskussion einmal in einem anderen Forum, die letztendlich in der Frage mündete "Was ist Leben und wie definiere ich es?"
"Ist der Mensch determiniert?"
Was sagst Du? Kann ein ultraschneller, mit künstlicher Intelligenz programmierter Computer soetwas wie Bewusstsein entwickeln?
Unterliegt jeder Gedanke nur zwingenden chemisch-biologisch-physikalischen Gesetzen, sind alle Gedanken nur Reaktionen auf Reize, welcher Art auch immer? Unterliegen Gedanken Naturgesetzen?
Ich persönlich neige eher dazu, daß das Bewußtsein mehr ist als die Summe seiner Einzelteile.
Teil 2
Zitat:
Zitat:
Wenn ich durch irgendwelche künstlichen Nervenreize Farben sehe und Töne höre, beweist es, daß alle Farben und Töne nur Einbildung sind?
Tatsaechlich ja! Es sind elektromagnetische Schwingungen. Licht existiert nur in unseren Koepfen.


Nichtsdestotrotz gibt es dazu eine externe Quelle, eine Lichtquelle, eine Geräuschquelle, das und wie mein Gehirn es schließlich umwandelt ist ja etwas ganz anderes.
"Einbildung" ist für mich etwas, bei der es eben keinen Impuls von ausserhalb gibt.
Träume zum Beispiel sind Einbildung.
Man, ich weiß, das Du verstehst, was ich meine
Manchmal ahnt man ja auch Sachen. Ich ahne zum Beispiel, wenn jemand hinter mir steht. Ich kann es nicht festmachen, aber vielleicht ist es ein Geräusch hier, ein Luftzug dort, kleinste Signale, die man intuitiv und unbewusst zusammensetzt in "Da ist jemand".
Und soetwas meine ich auch gefühlt zu haben, als ich durch den Wald ging.
Ein Luftzug hier, ein Geräusch dort - trifft es vielleicht nicht gerade ganz so, aber es fühlte sich...ähm...jedenfalls nicht leblos an.
Nicht intelligent oder zielgerichtet, mehr einfach nur .. da.
Hm.

Wieso ist mir das jetzt gerade irgendwie peinlich?

@Astrella

Zitat:
"Ist der Mensch determiniert?"
Was sagst Du? Kann ein ultraschneller, mit künstlicher Intelligenz programmierter Computer soetwas wie Bewusstsein entwickeln?

Der Laplacescher Dämon.
Ich denke, dass das prinzipiell moeglich ist. Jedoch handelt es sich bei solchen Vorgaengen um sogenannte chaotische Systeme, deren Paramenteranzahl exponential zur Zeit steigt. (Je laenger ein System laeuft, umso komplexer, also schwieriger zu berechnen, wird es.)
Zudem sind zur Zeit noch die Relativitätstheorie (1905), die Phänomene der Systemtheorie (Beobachter zweiter Ordnung) und die Unschärferelation auf Quantenebene (um 1920) unueberwindbare Huerden zu so einer Berechnung.

Zitat:
Unterliegt jeder Gedanke nur zwingenden chemisch-biologisch-physikalischen Gesetzen, sind alle Gedanken nur Reaktionen auf Reize, welcher Art auch immer? Unterliegen Gedanken Naturgesetzen?

Davon bin ich ueberzeugt, ohne es beweisen zu koennen. Es ist jedoch deshalb plausibel dies anzunehmen, weil es keinerlei Indikator fuer eine weitere als die 4 bekannten Grundkraefte gibt.

Zitat:
Ich persönlich neige eher dazu, daß das Bewußtsein mehr ist als die Summe seiner Einzelteile.

Ich denke, wir kennen noch nicht annaehernd alle agierenden Teile.
Zitat:
Träume zum Beispiel sind Einbildung.

Ok, einverstanden. Aber auch Traeume sind, aehnlich wie Bewustsein, Resultat der Hirnaktivitaet. Waehrend der Schlafphasen werden Tagesgeschehen validiert und selektiert. Dieser lebenswichtige Prozess ist vergleichbar der Downtime anderer komplexer Systeme, wie der von neuronalen Netzen auf Grossrechnern. Traeume sind vieleicht notwendiger Bestandteil einer solchen Validierung. ("Traeumen Androiden von elektrischen Schafen?" Buchtitel von Philip K. Dick, als "Bladerunner" verfilmt.)

Zitat:
Manchmal ahnt man ja auch Sachen. Ich ahne zum Beispiel, wenn jemand hinter mir steht. Ich kann es nicht festmachen, aber vielleicht ist es ein Geräusch hier, ein Luftzug dort, kleinste Signale, die man intuitiv und unbewusst zusammensetzt in "Da ist jemand".

Angeborene Verhaltensweisen, die unseren Vorfahren oft das Leben gerettet haben und sich deshalb evolutionaer weitervererbt haben.

Zitat:
Und soetwas meine ich auch gefühlt zu haben, als ich durch den Wald ging.
Ein Luftzug hier, ein Geräusch dort - trifft es vielleicht nicht gerade ganz so, aber es fühlte sich...ähm...jedenfalls nicht leblos an.
Nicht intelligent oder zielgerichtet, mehr einfach nur .. da.

Genau! Dazu kommt, das wir im Wald / Dschungel weniger anderen, ablenkenden Einfluessen ausgesetzt sind. Deshalb werden diese Emotionen verstaerkt wahrgenommen.

lg
@Astrella
Zitat:
Aber das sollte zumindestens nicht die Hauptsache in einer Religion sein, genausowenig wie die ganzen Regeln und Vorschriften.

Da sind wir genau der selben Meinung.

Ich sehe die Funktion der Kirche ähnlich wie die der Eltern:
Sie sollen ihre 'Kinder' dazu erziehen, dass sie in Freiheit und Selbstständigkeit leben können und wenn sie mündig geworden sind die Eltern nicht mehr brauchen, auch wenn es schön ist, wenn sie auf Besuch kommen oder sich mal einen Rat holen.

Aber es gibt eben auch Eltern, die ihre Kinder nie zu Selbstständigkeit erziehen, damit sie ewig von ihnen abhänig bleiben. Meist geschieht dies aus falschverstandener Fürsorge und Liebe.
Andererseits gibt es auch Kinder, die gar nicht erwachsen werden wollen, weil es viel schöner ist versorgt zu werden, sich um nichts kümmern zu müssen und keine Verantwortung zu haben.
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