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ich denke folgendermaßen:
Gott schuf die menschen.
da die menschen aber sich diesen allmächtigen Gott nicht vorstellen konnten, griffen sie zu den dingen, die sie wahrnehmen aber nicht erklären konnten und nannten diese Götter o.ä.
"wer machte die Götter ?"
in einem system in dem man nichts machen muss um zu existieren (was sich der mensch ebenfalls nicht vorstellen kann) muss Gott nicht "gemacht" worden sein.
und außerdem gibt es keine Götter. es gibt nur einen Gott. wenn es mehr als einen Gott geben würde, so wären alle absolut frei. aber da die freiheit eines Gottes die freiheit des anderen Gottes implizieren würde, wäre diese spekulation falsch.
es gibt nur einen Gott
und dieser Gott hat nur eine eigenschaft, aus der sich alles andere ergibt : absolute freiheit.
was mir dieser Gott bringt ?
er muss mir im grunde nichts bringen, aber ...
er gibt mir kraft, insofern, dass ich mir 100%ig sicher sein kann, dass ich, wenn ich tatsächlich wollen würde, alles erreichen kann.
ich könnte bäume ausreißen, wenn ich wirklich wollen würde. ich könnte alle menschen von moral überzeugen, wenn ich wirklich wollen würde. da das aber nicht passiert ist, bedeutet dies, dass der fehler bei mir ist, und ich noch nie in meinem leben wirklich gewollt habe.
diese unendliche kraft kann mir nichts anderes geben, als dieser Gott.
- meine ich.
vlg
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@Astrella
Ja die Zeremonien und Rituale kann man nur verstehen wenn man in dieser Kirche aufgewachsen ist oder in ihr lebt. Dann können sie durchaus hilfreich sein. Aber sie sind nicht das Wesentliche, sondern ein Hilfe hin zum Wesentlichen. Und wo es mir keine Hilfe mehr ist kann ich es eben auch weglassen.
Natürlich sollen nicht irgendwelche Geister beschworen werden. In der evangelischen Kirche geschieht das Gleiche auf viel einfachere Weise. Vieleicht wäre das für Dich leichter zu verstehen. Es geht ganz einfach um das letzte Abendmahl, um die letzten Ermahnungen und Versprechen die Jesuns uns hinterlassen hat und um den persönlichen Zugang zu Gott, zu seiner Liebe zu uns usw.
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| Zitat: |
| Einige Dinge, die wir eher der "unbelebten" bis "weniger belebten" Natur zuordnen, scheinen aber dennoch eine fühlbare Präsenz zu haben |
Eben. Diese in Verbindung mit Unwissenhaeit ueber die natuerlichen Vorgaenge sind eine starke Kraft um, vor allem in einer Gemeinschaft Mythen aufzubauen.
| Zitat: |
Letzendlich kann man alles darauf reduzieren, denn nichts, was wir wahrnehmen, läuft ohne Gehirnprozesse ab.
Aber - beweist es irgendwas?
Beweist, daß ich Gottesvisionen unter Magnetfeldern habe... dass sich jede Gottesvision nur innerhalb meine Gehirnes abspielt ohne Quelle von "ausserhalb"? |
Diese Annahme ist recht plausibel, denn ausser uns Menschen existiert kein Lebewesen auf diesem Planeten, bei dem Religioesitaet in irgendeiner Art nachweisbar waere. Auch unsere hominiden Vorfahren fingen erst an einen solchen Kult zu entwickeln, nachdem der vordere Kortex unseres Gehirns sich deutlich vergroessert hatte. (Warum sollte sich Gott nur dem modernen Menschen offenbaren?)
Der Zusammenhang zwischen dieser Hirnregion und Ethik/Religioesitaet scheint also recht warscheinlich, zudem er durch bildgebende Verfahren wie PET leicht nachweisbar ist. (vergl. Blume -> Uni Tuebingen)
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Bedenke bitte, dass die einfachste Loesung immer als die warscheinlichste bevorzugt werden sollte.
| Zitat: |
| Wenn ich durch irgendwelche künstlichen Nervenreize Farben sehe und Töne höre, beweist es, daß alle Farben und Töne nur Einbildung sind? |
Tatsaechlich ja! Es sind elektromagnetische Schwingungen. Licht existiert nur in unseren Koepfen. (Eine Fledermaus oder eine Biene kennt ein vollkommen anderes Wellenspektrum.)
| Zitat: |
| Verstehst du was ich meine? |
Durchaus, du hebst auf die Melodie ab. Aber auch die Emotionen bezogen auf Melodien sind plausibel erklaerbar.
Z.B. ueber Enkulturation und Erinnerung. Evtl. sogar durch angeborene Verhaltensweisen, wobei ich da jedoch persoenliche Zweifel habe. (Nicht jedoch bei Geschmack oder Geruechen)
lg
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@Saerdna
Natürlich weiß ich, was in der kath. Kirche Sinn und Zweck des Ganzen ist.
Und natürlich gibt es diese Sachen auch bei uns, wenn auch nicht so extrem.
Aber sei mal ehrlich: Worin besteht der weltbewegende Unterschied zwischen dem Beschwören irgendwelcher Geister und dem AveMaria?
Worin besteht der Unterschied zwischen dem Kreuzzeichen und den kultischen Gesten, die ein Schamane macht?
Und worin ist der Unterschied zwischen dem Opfer in einer "primitiven" Religion und dem opfer Jesu Christi?
Ich weiß die Fragen sind sehr zugespitzt und ich glaube auch, daß ich weiß, was du antworten würdest. Ich war selbst mal sehr gläubig.
Aber wenn du jetzt einmal einen Schritt zurücktrittst: Das Drumherum hat sich nicht wesentlich verändert, anscheinend verlangen das die Menschen von einer Religion: Zeremonien, Opfer, Rituale, Beschwörungen.
Aber das sollte zumindestens nicht die Hauptsache in einer Religion sein, genausowenig wie die ganzen Regeln und Vorschriften.
DAS sind für mich Feinheiten.
Ich machs einmal an einem anderen Beispiel fest: Ich könnte z.B. mit fester Überzeugung sagen, ich bin Demokrat. Das heißt aber weder, daß ich jedes Gesetz in einer Demokratie kenne und gutheiße. Die Grundgesetze - klar. Aber ein anderes Land hat neben den Grundgesetzen vielleicht ganz andere Gesetze und kann sich trotzdem auch Demokratie nennen.
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