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Lieber Mebus
Du hast eine spröde Art, aber eine gute. Ich habe dich erst vor ein paar Tagen im Forum entdeckt, du warst mir nicht immer bequem, aber ich schätze deine Art sehr. Auch, weil du in meinen Augen sehr klug bist.
Lieber Nasruddin
Nach deinem unglaublichen Post dem nichts - aber auch gar nichts - hinzuzufügen ist, und den zu verstehen, nachzuempfinden und weiterzuleben, ich jedem Forumsteilnehmer die Weisheit wünsche - tue ich mich relativ schwer den Faden wieder aufzunehmen.
Aber ich bin dir noch eine Antwort zur Liebe Gottes schuldig, und auf Schulden bleibe ich nicht gerne allzulange sitzen.
Gott ist ein gerechter Gott. Aber nicht nur.
Zwar vollstreckt er an uns konsequent das System von "Actio" und "Reactio", also von Ursache und Wirkung, von Lohn und Strafe.
Aber er gibt uns auch die Erkenntnis dazu, dieses System zu verstehen. Er gibt uns alle Erkenntnisse, wenn wir es zulassen - wir hören sie, wenn wir auf die innere Stimme unserer Seele hören. Denn von ihm stammt unsere Seele, "nach seinem Vorbild" (Genesis) ist sie geschaffen. Er gebiert sich in uns. Wir können eins sein mit ihm - er erlaubt es.
Und, obwohl er will, dass wir zu ihm kommen, gibt er uns die Freiheit zu entscheiden, ob wir kommen.
Das ist Liebe! Ein Vater, der sein Kind gerne bei sich haben will, der es aber nicht zwingt, sondern ihm die Freiheit gibt zu entscheiden. Nicht aber ohne dem Kind seine Weisheit mit auf den Weg zu geben.
Um uns das zu zeigen, denn ohne ihn verstehen wir das nicht, gibt es Christus. Er ist der Mittler zwischen Himmel und Erde. Und die Bürde, das Kreuz dieses Auftrages, hat er gehorsam getragen.
Rein von Sünde und damit der perfekte Samen für den Garten unseres Geistes, ging er freien Willens gehorsam in den Tod, gedemütigt unter unserer Sündhaftigkeit und Ungehorsamkeit.
Und das ist das Leben Christi. Er musste leben, wirken und sterben. Christus selbst nennt das das Schicksal des Weizenkorns: es muss auch vergraben werden und selbst vergehen, damit eine Pflanze, also neues Leben, daraus erwachsen kann.
Damit hat er uns den Weg der Erlösung von der Sünde gezeigt. Wir müssen ihn nur noch gehen.
Muslimische, katholische, jüdische Geschichte ... hin oder her. Eigentlich wissen wir doch alle bescheid. Wir müssen den Weg nur noch gehen.
Gott gibt jedem von uns die Möglichkeit Christi Weg zu gehen, um eins mit ihm zu werden - die Erhöhung des Menschen, ist die Auswirkung seiner Liebe.
Es ist spät, und vielleicht habe ich irgendwo einen Denkfehler drin, oder unklar formuliert. Aber das ist mehr oder weniger der Grund, warum ich Christus folge.
Gute Nacht zusammen,
Andreas
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Zitat:
Man hätte eigentlich die Uhr danach stellen können, bis hier der erste Übermensch erscheint, um an Goethe herum zu mäkeln, gehört anscheinend zum Repertoire der einer edelhumanistischen Gesinnung, nun denn.
Scheint überhaupt ein hervorstechendes Merkmal hier zu sein, permanent mit dem dräuend erhobenen Zeigefinger durch das Forum zu wanken, um seine ethischen Ergüsse in das Forum zu lallen.
Schließt mal wieder von dir auif Andere, echt langweilig! *Gääääähn* |
Es hätte mich auch sehr verwundert wenn du dich zum Thema geäußert hättest.
Aber woher sollte es auch kommen, weder etwas zu Meister Eckhart und, selbstverständlich, zu Goethe auch nichts!
Wieder nur infantile Blablarismen und deine manischen Attitüden. Allerdings, es hätte mich in tiefes Erstaunen versetzt, wenn so Leutchen wie du etwas substanzielles zum Thema gesagt hätten, denn wie man ohne das geringste Wissen in kürzester Zeit auf fünftausend Beiträge kommt, das hast du hier ja nun eindrucksvoll zu Schau gestellt.
Aber so ist es nun mal, jedes Forum hat seine eitlen Schwätzer, seine geistigen Hochstapler und seine Clowns.
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| Es reicht jetzt! Das stört den Thread! Schreibt euch Privatnachrichten, wenns nur um die Ehre geht.
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Lieber Andreas,
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| Gott ist ein gerechter Gott. Aber nicht nur. |
Ist es nicht einer der tiefgreifendsten und folgenschwersten Fehler der Christentums (und einiger "anderer" Religionen auch) Gott mit unendlich vielen Eigenschaften zu "belegen"?
Von dieser fatalen "Verbildlichung" jetzt einmal gar nicht erst zu reden.
So wie ich Meister Eckhart verstanden habe, ist das falsch, absolut falsch und führt dann doch zu dem, was uns, zum Beispiel, die evangelikalen Christen und die Sektierer der verschiedensten Gruppierungen jeden Tag vormachen (wollen).
Sinngemäß sagte einmal ein buddhistischer Meister, als er nach seiner Erleuchtung gefragt wurde (sinngemäß) wer, wie und was Gott denn nun sei:
"Offene Weite, nichts von heilig".
Und damit, genau damit, kann ich besser "geistlich leben" als mit dem frömmelnden Gesäusel mancher Edelchristen (womit ich dich selbstverständlich nicht meine, guter Andreas), denn im Grunde ist Gott nicht erklärbar und wenn er das wäre so wäre er nicht Gott.
Liebe Grüße
Mebus
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"Gott" selber ist nun mal ein Hilfskonstrukt des Menschen, ein Versuch, das (momentan) Nichterklärbare anfassen zu können. Das schrieb ich abe schon einmal in einem anderen Thread. - Damals wurden diese Aussagen teilweise als Gotteslästerung aufgenommen...
Wie nun Menschen mit diesem Bild eines in ihrer Welt existierenden Gottes umgehen, das muß wohl jeder individuell entscheiden. Diese Lebensart zu verurteilen oder zu diffamieren halte ich nach wie vor für intolerant!
Gruß
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