|
|
|
| Deine „Antworten“ sind ein wunderschönes Beispiel dafür, wie Gläubige Tag für Tag versuchen, ihren Glauben, der jeder Vernunft widerspricht, gegen die harte, böse Realität zu verteidigen. Vor tausend Jahren wäre niemand auf die Idee gekommen den Schöpfungsbericht in Zweifel zu ziehen. Warum? Weil er die plausibelste Erklärung für die Existenz aller Dinge und Lebewesen war. Inzwischen ist unser Wissen um ein vielfaches gewachsen und der Schöpfungsbericht der Bibel widerspricht so ziemlich allem, was wir in den letzten paar-hundert-Jahren über das Leben und das Weltall erforscht haben. Und wie reagieren Gläubige deren Weltbild ins Wanken geraten würde, könnten sie die Bibel nicht mehr als „Wort Gottes“ auslegen? Sie suchen nach abstrusen Erklärungsversuchen, weshalb der Schöpfungsbericht doch irgendwie wahr sein muss:
|
|
|
|
Zu 1.: Die Menschen waren zu blöd die Evolutionstheorie zu verstehen, deshalb hat Gott ihnen irgend einen Mist erzählt, damit sie nicht von ihm abfallen. Ich verstehe zwar nicht ganz weshalb die Menschen damals doofer waren als wir heute-aber egal. Hätte Gott ihnen nicht statt der Bibel einfach so eine Art Brockhaus Enzyklopädie schenken können, dann wär das mit der Evolution doch kein großes Ding mehr gewesen?
Zu2.: „Es ist symbolisch gemeint“-Ja wunderbar, und was genau heißt das jetzt? Das ist das allseits beliebte Totschlagargument wenn Bibelstellen einfach keinen Sinn machen, wenn sie sich widersprechen oder mit heutiger Moral und Ethik unvereinbar sind-es ist doch bloß symbolisch gemeint. Der Schöpfungsbericht ist in keinster Weise „symbolisch“ gemeint-im Gegenteil. Der Schöpfungsbericht war lange Zeit die „beste“ Erklärung die man für die Existenz des Lebens und des Universums hatte. Die Menschen haben wortwörtlich daran geglaubt.
Zu 3.: Dazu sage ich gar nichts.
Zu 4.:So ist es. Was ich nicht verstehe ist, dass diese Tatsache für manche so großen Einfluss auf ihren Glauben hat. Wieso ist es ihnen so wichtig an ein authentisches „Wort Gottes“ zu glauben(?)
Zu 5.: Der Schöpfungsbericht erklärt WIE z.B. der Mensch erschaffen wurde: aus einem Klumpen Matsch-oder ist das jetzt wieder nur symbolisch gemeint? Ich blicke da einfach nicht durch.
|
|
|
|
Ich will jetzt nicht auf alles eingehen, nur noch zu der 3. Und 4. „Erklärungsmöglichkeit“.
Zu 2.: Ah ich verstehe: Wenn die Ärzte ein Kleinkind von Krebs „heilen“, hat das nichts mit der Operation zu tun, bei der dem kleinen Kind der „Klumpe“ rausgeschnitten wird, sondern damit, dass das Kleinkind bereits die nötige geistige Reife hatte, zu Gott zu beten-arme geistig Behinderte, so vollkommen von Gott verlassen.
Zu den beneidenswert glücklichen Armen, die zwar sterben wie die Fliegen, aber viele, viele Freunde haben:
Frage: Kann man das überhaupt Leid nennen, wenn in Afrika Kinder mit Hungerbäuchen herumlaufen, deren Eltern an Aids erkrankt sind weil sie zu arm sind sich Kondome zu leisten? Nein natürlich nicht, denn Arme haben mehr Freunde und außerdem können sie sich auf das ewige Himmelreich freuen. Wie wäre es, wenn du das diesen vielen armen Menschen in Afrika mal selbst erklärst, ich fürchte nämlich, die wissen noch gar nichts von ihrem großen Glück.
|
|
|
|
Na, da ich schon namentlich erwähnt werden, werd ich mir hier das mal zu Gemüte führen:
Zur Schöpfungsgeschichte
Wenn Gott den Menschen die ET damals vorenthalten hat, war das sehr kurzsichtig. Er hätte sicherlich eine Form gefunden den Menschen in einer netten symbolischen Form die ET nahezu legen, in der Art und Weise, dass sie die Menschen heute noch wieder erkennen. Heute fallen die Menschen vom Glauben ab, weil die ET eben nicht drin steht - überspitzt gesagt.
Wissen sollte man über das Buch Genesis, dass es nicht von Gott kommt, sondern aus der polytheistischen Religion der Sumerer übernommen worden ist.
Wer es wörtlich nimmt, macht deswegen sich und seinen Glauben meiner Meinung nach lächerlich.
|
|
|
|
Zu Warum zeigt sich Gott nicht.
Sicher nicht, weil er nicht unseren freien Willen nicht antasten will - ist er allwissend, dann existiert eben jener nicht.
Meine drei Favoriten:
• Er ist nicht an den Menschen nicht (mehr) interessiert und spielt mit anderen Göttern Polo bzw. Golf.
• Er ist tot.
• Er hat nie existiert.
Zu Warum lässt Gott Leid zu:
Nur weil man ihn glaubt, verschont er die Menschen ja nicht, Hiob ist da das Paradebeispiel.
Kleine unschuldige Kinder sterben zu lassen, die nie jemanden was getan haben - da hast Du ja selber keine Antwort drauf, außer das die Eltern gesündigt haben sollen. Also muss das Kind es ausbaden, ist ja klar.
Was die Armut betrifft, Gandhi sagte, dass Armut die schlimmste Form der Gewalt sei. Sie ist nicht gerecht verteilt. Die meisten Menschen auf dieser Welt sind arm und leiden, nicht arm im Sinne von: Oh, ich habe nur ein Auto, sondern arm im Sinne von: Wo kriege ich morgen was zu Essen her? Alle drei Sekunden verhungert ein Kind in Afrika. Zu sagen, die armen werden dafür im Himmelreich entlohnt, ist zynisch. Schwache Leistung von Gott.
|
|
|