habe schreckliche angst vor dem tod!!


Ich wusste nicht mehr was ich machen soll und bin durchs googeln auf diese seite gestoßen.
ich muss seit kurzem immer an den tod denken und habe schreckliche ansgt davor.
ich muss die ganzezeit daran denken, wie es sein wird und was ist, wenn danach einfach nichts mehr ist.
wenn eine seele einfach nicht mehr weiter existiert.
ich bin eigentlich sehr sehr glücklich mit meiner familie, meinen freunden und meiner umgebung.
aber diese angst plagt mich einfach sehr. ich muss ständig deshalb weinen und traue mich auch nicht mit irgendwem darüber zu reden.

außerdem habe ich angst um meine eltern.noch sind sie jung, aber ich habe angst davor sie so alt und gebrechlich zu sehen und ich habe angst davor sie zu verlieren. und alle menschen die ich liebe.

was ist denn wenn ich sie nach ihrem tod nirgends mehr finden kann, ich liebe sie doch so sehr.

es hört sich vielleicht alles lächerlich an, aber ich musste meine ängste einfach irgendwem erzählen.
weiß denn niemand einen rat für mich oder wie ich mit all diesem umgehen kann?
ich kann nämlich gar nicht mehr an etwas anderes denken.
ständig befällt mich diese schlimme angst.
ich kann nicht mehr fröhlich sein, obwohl ich das so sehr will.
ich weiß natürlich, dass jeder einmal sterben muss, dass der tod sozusagen ein versprechen ist, dass dir bei deiner geburt gegeben wurde, aber ich kann damit einfach nicht umgehen.

meine eltern kommen ursprünglich aus china und hatten dort keine religion.
deshalb weiß auch ich nicht, was ich tun soll.
ich kann nicht einmal mehr klar denken wegen der angst.
ich bin erst 16, ich habe noch mein ganzes leben vor mir.aber trotzdem habe ich panische angst vor dem tod.
und meine verlustängste um meine eltern sind auch einfach zu groß...

ich weiß auch nicht, bin mich hier nur am ausheulen, aber ich bin echt verzweifelt.

deshalb bitte ich sehr um rat!!

liebe grüße,

sternchen
Hallo -

gerade am Wochenende sind nicht so viele hier, da wirst Du vielleicht etwas länger
auf Antwort warten müssen...
Diese Frage kommt aber in den letzten Tagen immer wieder, und es sind auch hier
schon einige Antworten zu finden - schau' mal ein bisschen... Ich selbst weiß
wahrscheinlich wenig zu sagen, das Dich 'beruhigen' könnte - der Tod ist mir in der
einen oder anderen Form schon ein paarmal begegnet, und ich bin ihm auch rein
vom Alter her selbst sehr viel näher - mich schreckt weder er noch der Gedanke an
ein endgültiges Verlöschen. Ich denke Wilhelm Busch hat es recht treffend gesagt -

Nur Geduld - es steht ein Flieder
an der Kirche grau und alt.
Dort für deine müden Glieder
ist ein kühler Aufenthalt.

Dann so tragt mich nur beiseit'
in die dunkle Kammer,
auszuruh'n in Ewigkeit
ohne Katzenjammer.

Das Problem mit dem Tod haben immer nur diejenigen, die sich vor ihm fürchten -
und die Hinterbliebenen - für die Betroffenen ist er keines...

Liebe Grüße

P.S. Gerade finde ich das Tuschbild 'Zwei Kraniche' des japanischen Malers und
Dichters Sengai - als Text hat er dazugeschrieben:
Zitat:
Kraniche leben tausend Jahre,
Schildkröten zehntausend ...
Ich lebe mein Leben - die Spanne,
die mir vom Himmel zugemessen ist.
Du solltest dich mit dem, was dir angst macht, beschäftigen, und es nicht verdrängen oder gar verteufeln.

Wenn du viel drüber nachdenkst und drüber redest, wirst du's zwar nicht zwangsläufig verstehen, aber früher oder später einen Teil der Angst verlieren. Wollen wir wetten?
Hallo 星,

in praktikabler Ratschlag - d'accord
Hie noch ein Gedicht des Taoisten Chu-tun-ju (1080 - 1175):

Das Alter ist nicht ohne Freude für mich.
Durch ein buntes Leben bin ich gegangen
und jetzt ahne ich das Jenseitige.
Ich sah die Wirbel des Lebens entstehen,
Sorgenberge und Meere von Reue vergehen.
Blumen können mich nicht mehr verwandeln,
der Wein mich nicht länger beherrschen;
allerorten erscheine ich nüchtern und frei.
Ist mein Bauch voll, begebe ich mich zur Ruhe,
stehe ich auf, spiele ich meinen Part aus dem Textbuch.
Sprich mir nicht von Zukunft und Vergangenheit,
alten Mannes Herz hat nicht Raum für solches Geschwätz.
Ich pflege nicht das Tao, suche nicht Buddhas Gunst,
noch folge ich den Spuren des eifrigen Meister K'ung.
Ich bin zu faul mit Ihnen zu streiten, meine Herren!
Laß die Anderen lachen: ich bin wie ich bin, weil ich so bin.
Ist das Schauspiel einmal aus, streife ich das Kostüm ab
und schenke es dem Narren...
Hallo Sternchen! Ich kann gut nachfühlen was du gerade durchmachst. Ich bin selber auch erst 16 und hatte sozusagen die gleiche Angst vor 1-2 Jahren. Bei mir verging die Angst jedoch nach einer Weile. Als ich solche Angst hatte akzeptierte ich dies mit der Zeit einfach, dass der Tod uns eines Tages sowieso holen wird. Viel mehr kann man nicht machen ausser es zu akzeptieren. Das einzige was ich dir raten kann ist, lebe dein Leben Tag für Tag. Du bist noch jung und hast doch noch soooo viele Jahre vor dir. Wenn du dir ständig Angst darüber machst was eines Tages sowieso kommt dann macht das (für mich persönlich) keinen Sinn. Beschäftige dich irgendwie, mach etwas. Mach dir keine Gedanken über etwas das noch so viele Jahre vor dir liegt.

Ist nicht wirklich hilfreich aber das ist alles was ich dir raten kann
An deiner Stelle würde ich mir keine all zu großen Sorgen darüber machen sondern das Leben in vollen Zügen genießen
Broly -

wenn ich Deinen Hintergrund näher ansehe, finde ich den Beitrag großartig...

Wu
hey sternchen!

ich bin, ehrlich gesagt, voller freude und erwartungen, was ich erfahren werde,
wenn ich erst einmal "gestorben" bin,
sprich dieses leben verlassen darf!

aber solange ich noch da bin,
bin ich da. wo soll ich auch hin?

gott würfelt nicht und er hat stets für mich/dich gesorgt. er hat dich/mich erschaffen für einen ganz bestimmten zweck. jeder von uns hat seine eigene bestimmung.

... und dass du dich mit dem tod dermassen auseinander setzt ist ein wink von ihm. was will er dir damit sagen? finde es heraus!

ich habe für dich noch eine kleine nette geschichte, die dich aufmöbbeln wird


Gespräch im Mutterbauch
Im Bauch einer Schwangeren waren einmal zwei Embryos. Der eine hieß Skeptiker und der andere Christ. Eines Tages ergab sich folgendes Gespräch:

Der kleine Skeptiker fragte: "Glaubst du wirklich an ein Leben nach der Geburt?" Darauf der kleine Christ: "Ja klar glaube ich an ein Leben nach der Geburt! Hier im Bauch ist doch nur die Vorbereitung auf das eigentliche Leben, das uns nach der Geburt erwartet."

Der kleine Skeptiker war damit nicht einverstanden: "Blödsinn, das gibt es doch gar nicht! Ein Leben nach der Geburt, lächerlich, wie soll das denn bitte aussehen?"

Darauf der Christ: "Es wird alles heller sein. Du wirst mit deinen Augen wunderbare Dinge sehen können, die du dir jetzt nicht einmal vorstellen kannst, und wir werden mit unseren Beinen in einer, uns noch unbekannten Welt, herumlaufen und mit dem Mund essen."

Da unterbrach ihn der kleine Skeptiker: "Mit dem Mund essen? Geht's noch? Schau her! Was meinst du, wozu du diese Nabelschnur hast? Und die ist viel zu kurz, wo willst du denn damit hinlaufen? Willst du etwa mit den Beinen laufen?"

"Nach der Geburt wird eben alles anders zugehen." meinte der kleine Christ. Doch der kleine Skeptiker erwiderte: " Es ist doch so, das noch keiner von "nach der Geburt" zurückkam. Mit der Geburt ist alles zu Ende. Ende - aus. Es gibt kein Leben nach der Geburt! Der Sinn des Lebens besteht darin, sich hier so lange und so gut wie möglich zu behaupten."

Da sagte der kleine Christ: "Nach der Geburt werden wir unsere Mutter sehen! Darauf meinte der kleine Skeptiker: " Du glaubst an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte, deine Mutter?" Der kleine Christ lachte fröhlich als er sagte: " Erstens ist sie auch deine Mutter, ob du das glaubst oder nicht und sie ist überall. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein."

Darauf entgegnete der kleine Skeptiker: "Ach hör doch auf! Von der Mutter habe ich noch nie etwas gehört. Warum lässt sie uns dann hier allein? Wo ist sie denn? Ich glaube nur, was ich sehe!"

Da sprach der kleine Christ: " Deine Augen funktionieren noch gar nicht. Sehen wirst du sie dann - glauben musst du heute. Wenn du genau hinhörst, dann kannst du sie manchmal singen oder sprechen hören. Ich glaube auf jeden Fall, dass unser eigentliches Leben erst dann beginnt. Ich spüre Mutter's Liebe heute schon und das macht mich gewiss, dass das Leben nach der Geburt noch viel intensiver wird.




ethan: ... verstehst du mich nun? ich meinen man kann sich auch die schuhe ausziehen und die hosenfalten hochkrempeln, weil man nach 100 Km ein Fluß erwartet, den man überqueren will. ist es nicht sinnvoller erst dann das zu tun, wenn es soweit ist?



alles liebe
ethan
danke für eure ganzen lieben ratschläge...
ich werde auf jeden fall versuchen, damit klarzukommen (ich muss ja auch)
ich möchte wirklich wieder so wie vorher glücklich und fröhlich sein...
vorher war ich das wirklich so ziemlich immer...
aber das wird natürlich sehr schwer, denn irgendwie überkommt mich dieses gefühl der angst immer wieder. heute in der schule auch wieder.
ich will mein leben so leben, wie ich es vorher getan habe, aber manchmal kommt dann dieser gedanke von meinem körper und was mit ihm sein wird und meine mutter, wenn sie soo alt ist...

dann bekomme ich wieder angst.

aber ich möchte es schaffen nicht mehr daran denken zu müssen...

liebe grüße, sternchen

p.s. danke nochmal für eure liebe hilfe!!