Gebete und Meditation


Zitat:
"O Herr! Zu Dir nehme ich Zuflucht und auf Deine Zeichen richte ich mein Herz. O Herr! Ob auf Reisen oder zu Hause, in meinem Beruf oder bei meiner Arbeit, setze ich all mein Vertrauen in Dich. So gewähre mir Deine allgenügende Hilfe und mache mich von allem unabhängig, o Du, der Du unübertroffen bist in Deinem Erbarmen. Lasse mir meinen Anteil zukommen, o Herr, wie es Dir gefällt, und mache mich zufrieden mit dem, was Du für mich verordnest. Dein ist die unumschränkte Befehlsgewalt." (Báb).


also ich finde man kann das schlecht von einander trennen...die Gebete sind Meditation und umgekehrt...
Gebete als Form der Meditation zu interpretieren, halte ich für zulässig. Der Umkehrschluss ist allerdings weniger zulässig.
"Beten" kommt von "Bitten", und weder bitte ich wenn ich Meditiere, noch liegt meine Konzentration auf Gott!
Hallo zusammen

Die katholische Kirche unterscheidet hier zwischen drei Formen:

Es geht bei allen um das sehen durch das Auge der kontemplativen Schau (Mystik) Dies beruht auf den drei Formen: cogitatio - meditatio - contemplatio. Man geht einen Schritt nach dem anderen.

Ersteres ist eher die intellektuelle Beschäftigung, zweiteres die betrachtende Mediation, also irgendetwas spezifisches reflektierend, letzteres ist die höchste und schwerste Form: ein willenloser Zustand der Ruhe von Körper und Geist, der in reiner seelischer Innenschau, dem nahesten Kontakt mit Gott besteht. In diesem Zustand gibt es keinen Gedanken, kein körperliches Empfinden, nur das stille Hören auf die Signale mit unserer Verbindung zu Gott: der Seele.

Grüsse,
Andreas

P.S.: Habe die Gebete ganz vergessen: die fallen unter "meditatio". Wobei man sagen muss, dass sich die christliche "meditatio" und die fernöstliche Meditation nicht ganz decken. Ich glaube letztere deckt sich sehr mit der "contemplatio", lasse mich von Anhängern der fernöstlichen Religionen aber gerne korrigieren.