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Diskutieren mit DaralHarb....












@DaralHarb,
was ist denn eine islamische Form der Gewaltanwendung? Klingt nach einem astreinen Euphemismus.
Damit wir uns verstehen, ich bin kein Pazifist und durchaus der Meinung, dass es Rechtfertigungen für Gewaltanwendung geben kann.
Nicht selten wird nämlich der Wille zu friedlichem Handeln, von dem Gegner als Schwäche ausgelegt. Man muss also unter Umständen bereit und in der Lage sein, physische Gewalt anzudrohen und notfalls auch einzusetzen.
Aber islamische Form? Noch nie gehört.
@ nekilotte

Ich versuche nichts zu beschönigen (der Islam übrigens auch nicht). Der Mensch, auch wenn man ihm eine gewisse Intelligenz zugestehen muss, hat auch primitive Charaktereigenschaften, im Islam wird hierfür der Begriff Hajvanat (allegorisch Tier, bzw. niederer Trieb) verwendet. Ein Wesenszug worüber der Muslim erhaben sein muss.

Im Islam muss die Verhältnismäßigkeit beachtet werden. Falls getötet werden muss, dann nur zur Verteidigung und es betrifft nur diejenigen die Dich wegen des Glaubens töten wollen.

[2:190] Und kämpft auf dem Weg Allahs gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, doch übertretet nicht. Wahrlich, Allah liebt nicht diejenigen, die übertreten.

Intelligenz schließt Gewaltbereitschaft nicht aus. Im gegenteil, gerade jene die sich für Höhergestellt halten sind die Blutrünstigsten.

Beispiel für Gerechtfertigte Gewaltanwendung:
Bosnienkrieg (Moslems verteidigen sich gegen das Massaker der Serben, es herrscht Krieg)

Beispiel für eine nicht-islamische Gewaltaktion:
911 (Der Tod von hunderten von Zivilisten wird in Kauf genommen, kein Kriegszustand), obgleich beim 911 nicht eindeutig erwiesen ist das dies kein Inside Job der US-Regierung war.
@DaralHarb,
Zitat:
Im Islam muss die Verhältnismäßigkeit beachtet werden.

Dieser Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ist nicht singulär islamisch.
Zitat:
Falls getötet werden muss, dann nur zur Verteidigung und es betrifft nur diejenigen die Dich wegen des Glaubens töten wollen.

Und was ist mit jemanden der dich töten will, um dich zu berauben?Nur mal so als Beispiel? Mir würden da spontan noch mehr einfallen.
Zitat:
Beispiel für Gerechtfertigte Gewaltanwendung:
Bosnienkrieg (Moslems verteidigen sich gegen das Massaker der Serben, es herrscht Krieg)

Eine Ansicht, die ich teile.
Es gibt aber auch andere die sich berechtigt mit Gewalt gewehrt haben. Auch Israel hat gerechtfertigte Kriege geführt. Ebenso diejenigen, die sich Hitler nicht unterwerfen wollten. Auch da fielen mir noch einige andere ein.

Deine islamische Rechtfertigungsidee halte ich daher für abwegig. Es gibt ein Recht auf Selbstverteidigung. Und ob der Angegriff dem Glauben oder etwas anderem gilt, ist dabei völlig ohne Belang.
@ nekilotte

Ich denke Du bist jemand der gerne viel schreibt. Aber hier gibst Du Dir ja selbst die Antwort:

Zitat:
Es gibt ein Recht auf Selbstverteidigung.


Ich habe nie behauptet, dass der Islam in diesem Aspekt innovativ sei. Eigentlich ist es das selbstverständlichste auf der Welt, wenn Du meinem Thread gefolgt bist, habe ich das auch so dargestellt. Viele "Islam-Kritiker" würden das in einem anderen Zusammenhang auch als rechtens deklarieren, aber sobald das Wort Islam in den Raum geworfen wird, wird Gewalt sehr eindimensional debattiert. Wieso? Weil man hier Religionen zu kritiklosen, esoterisch-pazifistischen und der Welt entrückten Gebilde stilisiert. Gewaltausübung und Kontrolle ist nur Regierungen vorbehalten, wo der ethische Aspekt als letztes beachtet wird, wenn es um wirtschaftliche und machtstrategische Interessen geht. Der Mensch ist nur eine Ressource, welche von A nach B verschoben werden kann.
Der Islam ist m.M.n. die einzige Religion welche sich bislang nicht Kastrieren lassen hat. Islam ist ein Konzept das sowohl Spiritualität und weltliche Aspekte miteinbezieht und dem auch gelingt diese widersprüchlichen Bereiche in Einklang zu bringen. Was nützt mir eine Religion, welches die weltlichen Realitäten ausblendet und den Anhängern etwas von Friede, Freude, Eierkuchen predigt, welche sie dann im Real Life nicht bestätigt sehen. Das Problem ist, die Welt möchte den Islam genau in diese Ecke schieben und die politischen Elemente vernichten. Eine nicht-Religiöse Regierung, kann durchaus auch Dinge vorantreiben und eine Entwicklung erleben. Aber Selbstmord ist eine der dritthäufigsten Todesursachen in den westlich entwickelten Industrienationen. Zu welchem Preis erringen wir diese Entwicklung?
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