Meine Gedanken


Hi ihr,
ich bin gerade mal 19 Jahre jung und trotzdem plagen mich diese schrecklichen Gedanken über den Tod.
Seit ich mit dem Abitur fertig bin, habe ich einen Leerlauf von ca 3 Monaten. Das bedeutet, dass nach tage-und nächtelangem Lernen das Gehirn sich plötzlich auf nichts mehr konzentrieren muss...und dann kam die Angst. Das erste Mal überkam sie mich mitten in der Nacht mit Herzrasen, Tränenfluten und dem Drang mich jemandem mit zu teilen!
Doch oft hörte ich die Worte, dass ich mich nicht so anstellen solle...
Seit 2 Wochen zerbreche ich mir also den Kopf über das Leben nach dem Tod, obwohl ,mein aktuelles Leben nicht besser sein könnte:
ich habe eine wundervolle Familie, seit 2 Jahren einen total lieben Freund, habe gerade mein Abitur gemacht und fange im August eine Ausbildung an - WAS WILL ICH MEHR

In den letzten Wochen habe ich mich kramphaft an einen Gedanken geklammert und zwar ist vor fast genau 3 Jahren mein allerbester Freund an Krebs gestorben und kurz davor sagte er zu seiner Mama:" Mama, alle sind da: Papa, Oma, Opa, sie wollen mich mitnehmen, aber ich weiß nicht ob ich schon bereit bin zu gehen!"
Was ist jedoch, wenn das nur durch die Medikamente kam?
Was wenn danach wirklich nichts mehr ist?
Eigentlich hat diese Aussage mich jahrelang beruhigt, genauso wie das ständige Klingeln an der Haustür, obwohl niemand davor stand, das Umschalten des Fernsehers, obwohl niemand die Fernbedienung berührte,aber immer, wenn alle Freunde beeinander saßen!Wir wussten, dass er bei uns ist!

Ich habe mir viele Gedanken gemacht, um meine Ängste zu ergründen und bin zu dem Entschluss gekommen, dass diese Welt uns die Ängste macht:
1. Ärzte halten Patienten jahrelang in einem menschenunwürdigen Zustand am Leben, nur damit sie nicht sterben, da frag ich mich IST DER TOD SO SCHLIMM?
2. Die Medien übermitteln den Tod als einen Akt des Hasses, er wird von Menschen, die sich als Feinde sehen durchgeführt.
3. Auf Töten gibt es die Höchststrafe und in manchen Ländern ist die Todesstrafe die schlimmste Strafe, die einem Häftling wiederfahren könnte....
Das und noch vieles mehr geht mir durch den Kopf...

Bitte helft mir mit euren Weisheiten, ich muss Klarheiten in meine Gedanken bringen, bevor ich mit meiner Ausbildung einen ganz neuen Lebensabschnitt beginne!

Vielen lieben Dank im Voraus
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Gib jedem Tag die Chance dein schönster zu werden!
Hallo Sunsmilerin,

ich denke wohl auch dass die Welt uns diese Ängste macht, aber 'die Welt' - das sind auch
wir selbst - nicht nur unsere Erziehung und Umwelt, sondern auch unser Unterbewusstsein.
Jedes Tier wehrt sich verzweifelt gegen den Tod, und gerade unsere tieferen Bewusstseins-
schichten haben noch viel von unseren tierischen Verwandten...
Ich habe den Tod schon einigemale recht unmittelbar vor mir gesehen, und - auch wenn
man vielleicht keine Angst hat davor - man entwickelt ganz automatisch ungeahnte Kräfte
und Geistesgegenwart, wenn man ihn abwenden kann... Je weiter du in der Geschichte
zurückgehst, um so selbstverständlicher ist dieser Mechanismus - und im Eid des
Hippokrates, der heute noch die Quintessenz der ärztlichen Ethik ist, heißt es, dass Leben
zu erhalten das primäre Ziel des Arztes ist - da liegt m.E. die Antwort auf Deine erste Frage.
Die anderen beiden sind glaube ich gar nicht so weit weg davon - hassende und strafen-
wollende Menschen haben sicherlich keine höhere geistige Stufe erreicht als der alte
Hippokrates - und auch wir selbst reagieren ja oft genug auf Seeigel-Niveau...
Es gibt Leute , die kurz vor der Todestrafe stehen und die beschäftigen sich intensiv mit diesem Thema. Bei manchen vergeht dabei sogar die Angst vor dem Tod. Aber schau mal , wie sollte nach dem Tod denn nichts kommen? Dann könntest du genausogut sagen , die ganze Welt findet in meinem Kopf statt. Du bist genau so ein Teil vom Universum , wie jeder andere auch. Es ist nichtmal physikalisch möglich , dass du danach einfach weg bist. Du bist doch nicht aus dem Nichts aufgetaucht und wurdest geboren , du warst auch schon davor da. Es gibt soviele Nahtoderfahrungen und da waren keine Medikamente im Spiel. Ich glaube fest daran , dass es ein Leben nach dem Tod gibt und mit deiner Angst bist du nicht alleine , aber jeder macht sich die Angst selbst.
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Denkt selber nach!
der_ding, Deine Meldungen gefallen mir zunehmend besser...
Es ist aber nicht so, dass ich mich jetzt hinsetze und mir sage: Ich denke jetzt über den Tod nach, nein, es ist eher so, dass die Gedanken mich wie eine Welle überkommen, in total unpassenden Situationen.
Beispiel: Mein Freund streichelt und küsst mich und plötzlich, obwohl es total fehl am Platz ist, sagt der teufel in meinem Kopf:" Das alles wirst du nicht mehr spüren können, wenn du tot bist!"
Und dann bekomme ich Panik, weil das alles einfach über meinen Horizont hinausgeht!
http://www.kriyayoga.com/Deutsch/aufdenfluegeln/ablehnung.htm
Ethan.8008 hat folgendes geschrieben:
http://www.kriyayoga.com/Deutsch/aufdenfluegeln/ablehnung.htm


Salut Ethan

Guter Vorschlag
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Gott ist mein Licht