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Gedanken Des Friedens












Daraus ist klar ersichtlich, daß es Unwissenheit und Mißverständnisse waren, die so viel Krieg und Streit zwischen den Christen und den Muslimen verursachten...
Wären die heiligen Bücher richtig verstanden worden, wäre es nie zu dieser Zwietracht und diesem Elend gekommen; stattdessen hätten Liebe und Freundschaft die Oberhand gewonnen. Dies gilt auch für alle Religionen... Die ureigenste Absicht der Religion Gottes ist die Errichtung der Einheit unter den Menschen. Die göttlichen Manifestationen ebneten den Weg zu Freundschaft und Liebe. Sie sind nicht gekommen, Uneinigkeit, Streit und Haß in die Welt zu bringen. Die Religion Gottes ist die Ursache der Liebe; wird sie stattdessen zur Quelle der Feindschaft und des Blutvergießens gemacht, würde man besser ohne sie auskommen, denn dann wird sie teuflisch, verderblich und ein Hindernis für die Welt der Menschen. ( 60 )
Sollen wir weiterhin in Fanatismus versunken bleiben und uns an unsere Vorurteile klammern ? Ist es angemessen, daß wir immer noch an diese alten Legenden und abergläubischen Vorstellungen der Vergangenheit gebunden und durch sie gehemmt sind ? Daß wir durch überholte Glaubensaussagen und durch die Unwissenheit finstere Zeiten gefesselt werden ... und einander meiden und fluchen ? Frommt uns das ? Ist es nicht besser für uns, einander Liebe und Rücksichtnahme zu erweisen ? Ist es nicht vorzuziehen, sich an der Gemeinsamkeit und Einheit zu freuen, gemeinsam in Lobeshymen auf Gott, den Allhöchsten, einzustimmen und alle Seine Propheten im Geiste der Anerkennung und wahrer Einsicht zu rühmen ?
Dann wird diese Welt wirklich ein Paradies werden, und der verheißene Tag Gottes wird anbrechen. Dann werden, wie es Jesaja verhieß, Wolf und Lamm vom gleichen Wasser trinken, ... Löwe und Kalb auf einer Wiese weiden. Was bedeutet das ? Es bedeutet daß leidenschaftlich streitende Religionen, verfeindete und auseinanderstrebende Glaubensrichtungen sich versöhnen und verbinden, ungeachtet ihres früheren Hasses und ihrer Zwietracht. ( 61 )
Die Muslime müssen in die christlichen Kirchen und in die Synagogen der Juden gehen, und umgekehrt müssen die anderen in die muslimischen Moscheen gehen. Sie halten sich nur um ihrer unbegründeten Vorurteile und Dogmen willen voneinander fern... Alle Führer müssen ebenso in jede der anderen Kirchen gehen und über die Grundlage und die Hauptprinzipien der göttlichen Religionen sprechen. In größter Einigkeit und Harmonie müssen sie in den Gotteshäusern der anderen Gott verehren und den Fanatismus ablegen. ( 62 )
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