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Schlagzeilen verkündeten in den Jahren 1911 bis 1913 in Europa und Amerika , den großen Vorkämpfer des Friedens in diesem Jahrhundert ´´ , den , Lehrer , , Apostel ´´, , Botschafter des Weltfriedens ´´.
Schlagzeilen dieser Art begleiten ´ Abdul´l-Baha während seiner dreijährigen Reise durch den Westen.
Die Ansprachen, die er vor den denkbar unterschiedlichsten Menschen aus allen Schichten und Gedankenrichtungen hielt, wirkten auf die Zuhörer wie eine neue Bergpredigt, sprachen zu den tiefsten Schichten der Seele. Lee McClung, der Finanzminister der Vereinigten Staaten von Amerika zu jener Zeit, beschrieb seine Gefühle über diese ungewöhnliche Begegnung mit einem ganz außerordentlichen Vergleich : , Mir schien, ich wäre in der Gegenwart eines der großen alten Propheten - Jesajas, Elias, Moses, nein, er erschien mir wie ein göttlicher Vater ´´
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´ Abdul´l-Baha kleidete jedoch nicht nur die Nöte, Sehnsüchte und Möglichkeiten jedes einzelnen Menschen in visionäre Worte. Der Gemeinschaft aller Menschen, der reichen Vielfalt ihres Seins und der gemeinschaftlichen Verantwortung zu deren gerechten Förderung galt ´Abdul´l-Bahas vielleicht noch viel wichtigere Botschaft. Weit über das hinausreichend, was bisher in bezug auf die Einheit der Menschheit in ihrer unbeschränkten Vielfalt als , realisierbar´´ gilt, setzt ´Abdu´l-Baha Maßstäbe, mit denen jeder Friedenssehnsüchtige, nach all den Erfahrungen dieses Jahrhunderts, sein Denken und Handeln kritisch überprüfen sollte.
Der Frieden bleibt ein Farce, solange Gerechtigkeit nicht ernsthaft im Weltmaßstab angestrebt wird, und Gerechtigkeit bleibt eine Farce, solange die grundlegende Einheit der Menschheit nicht Ausgangspunkt und Maßstab jeder politischen Überlegung wird.
Um unser Denken für eine hinlängliche Kraft des Friedens aufzuschließen, sollten wir bereit sein, unser Menschen- und Weltbild wie auch unser bisheriges Verständnis von Demokratie auf den Prüfstand zu stellen, damit wir, , wenn ein Kriegsgedanke kommt ´´ in Wort und Tat , mit einem stärkeren Gedanken Des Friedens ´´ antworten können.
Die Neuauflage der , Gedanken Des Friedens ´´ wird ergänzt um den Abdruck der , verheißung des Weltfriedens ´´ , einem zum Jahr des Friedens 1985 veröffentlichten Statement der Internationalen Baha´i-Gemeinde.
Peter Spiegel
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der Krieg zerstört die Grundlagen des Menschlichen. Der Frieden aber begründet die Wohlfahrt der Menschheit. ( 1 )
1. Der Wahnsinn des Krieges und seine Ursachen
O ihr geliebten Freunde! In der Welt herrscht Krieg, das Menschengeschlecht liegt in Wehen und tödlichem Kampf.
Die finstere Nacht des Hasses hat die Überhand gewonnen, das Licht der Vertrauenswürdigkeit ist erloschen. Die Völker und Geschlechter der Erde haben ihre Klauen geschärft und stürzen sich im Kampf aufeinander. Die Menschheit zerstört ihre eigenen Lebensgrundlagen. Tausende von Familien sind ihrer Habe beraubt und irren umher, und jedes Jahr sieht Tausende und Abertausende von Menschen sich auf staubigen Schlachtfeldern in ihrem Blute wälzen.
Die Zelte des Lebens und der Freude sind abgebrochen.
Generäle üben sich in ihrer Feldherrnkunst, rühmen sich des Blutes, das sie vergießen, und wetteifern miteinander im Anstacheln zu Gewalttaten.
( 2 )
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Wir sehen heute auf Erden das traurige Schauspiel eines grausamen Krieges. Der Mensch erschlägt seinen Bruder Mensch, um selbstischen Gewinn zu erzielen und sein Gebiet zu erweitern. Um dieses unwürdigen Ehrgeizes willen ist sein Herz aus Haß verfallen und wird noch immer weiteres Blut vergossen. Neue Schlachten werden geschlagen, die Armen vergrößert, mehr Geschütze, mehr Gewehre und mehr Sprengstoffe aller Art hinausgeschickt. So wachsen Bitternis und Haß mit jedem Tage.
(3)
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Wenn diese Menschen einander lieben und helfen würden, statt darauf zu brennen, einander mit Säbeln und Kanonen zu vernichten - wie so viel edler wäre dies... Warum ist der Mensch so hartherzig ? ... Beherrschte der Mensch auch nur die Anfangsgründe der Gerechtigkeit, so könnten die Dinge nicht so liegen. (4)
Aber der Krieg wird gemacht, um den menschlichen Ehrgeiz zu befriedigen. Um des weltlichen Gewinnes einiger weniger willen wird schreckliches Elend über ungezählte Heime gebracht und das Herz von Hunderten von Männern und Frauen gebrochen! (5)
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