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Das Gleichnis vom Samenkorn
Wenn wir ein Samenkorn in den Boden pflanzen, wird ein Baum aus diesem Samen offenbar werden.
Der Samen opfert sich dem Baum, der aus ihm hervorgeht.
Äußerlich ist der Samen verloren und zerstört, aber derselbe Samen, der sich opfert, wird in dem Baum, seinen Blüten, Früchten und Zweigen, aufgenommen und verkörpert.
Würde der Samen in seiner Nämlichkeit dem Baume, der aus ihm offenbar wird, nicht geopfert, kämen die Zweige, Blüten oder Früchte nicht ans Licht...
Wenn wir auf den Baum schauen, werden wir erkennen, daß die Vollkommenheiten, Segnungen, Eigenheiten und Schönheiten des Samens in den Ästen, Zweigen, Blüten und Früchten offenbar geworden sind; folglich hat sich der Samen dem Baum geopfert.
Hätte er es nicht getan, wäre der Baum nie entstanden. ( 109 )
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| Schaut nicht auf eure eigenen Fähigkeiten, denn der göttliche Segensfluß kann einen Tropfen in einen Ozean verwandeln, er kann aus einem winzigen Samen einen mächtigen Baum werden lassen. ( 110 )
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Hebt eure Herzen über die Gegenwart hinaus und blickt mit gläubigen Augen in die Zukunft.
Jetzt ist die Zeit der Saat, der Same fällt zu Boden, aber siehe, der Tag wird kommen, da aus ihm ein herrlicher Baum ersteht, und seine Zweige werden reiche Früchte tragen.
Jubelt und seid froh, daß dieser Tag heraufstieg.
Trachtet, seine Macht zu erkennen, denn er ist wahrhaft wunderbar.
Gott hat euch eine Krone aufs Haupt gesetzt und einen strahlenden Stern ins Herz gegeben.
Wahrlich, ihr Leuchten wird die ganze Welt erhellen. ( 111 )
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| Wir müssen den hochgesinnten, festen Entschluß fassen, uns zu erheben und alle jene Werkzeuge in den Griff zu bekommen, die Frieden, Wohlstand und Glück, Erkenntnis, Kultur und Gewerbefleiß, Würde, Wert und Stufe der gesamten Menschheit vorantreiben. Durch die belebenden Wasser reiner Absicht und selbstlosen Bemühens wird der Boden menschlicher Anlagen vom Blütenmeer seiner eigenen bislang verborgenen Vortrefflichkeiten übersät, er wird rühmenswerte Eigenschaften hervorbringen, blühen und Frucht tragen. ( 112 )
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Gibt es eine größere Gnade als die, daß ein Mensch, wenn er in sich geht, feststellen darf, daß er, durch göttliche Gunst bestätigt, Frieden und Wohlfahrt, Glück und Nutzen unter seinen Mitmenschen bewirkte ?
( 113 )
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