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Die Weisheit des Erziehers
Auch wenn wir einen Zweig oder ein Blatt an diesem Baum der Menschheit fehlerhaft oder eine Blüte unvollkommen finden, so gehören sie dennoch zu diesem Baum und zu keinem anderen.
Daher ist es unsere Pflicht, diesen Baum zu schützen und zu hegen, bis er Vollkommenheit erreicht.
Wenn wir seine Frucht prüfen und sie unvollkommen finden, müssen wir uns bemühen, sie zu vervollkommnen.
Es gibt in der Menschenwelt unwissende Seelen; wir müssen ihnen Wissen geben.
Einige von diesem Baum sind schwach und krank; wir müssen ihnen helfen, sich zu erholen und gesund zu werden.
Wenn sie in ihrer Entwicklung noch wie Kinder sind, müssen wir sie leiten, bis sie die Reife erlangen.
Wir sollten sie niemals verdammen oder als unwürdig verabscheuen oder sie meiden.
Wir müssen ihnen Ehre, Achtung und Freundlichkeit erweisen...
Gott der Schöpfer hat sie mit körperlichen, geistigen und seelischen Eigenschaften versehen, damit sie danach streben, Seinen Willen zu erkennen und zu befolgen...
Kurz gesagt, wir müssen auf die ganze Menschheit mit Liebe, Freundlichkeit und Achtung schauen, denn was wir sehen, sind die Zeichen und Spuren Gottes Selbst, nichts anderes.
Alles sind Beweise Gottes.
Welches Recht haben wir dann, sie herabzusetzen und zu erniedrigen, sie zu verfluchen und sie daran zu hindern, Seiner Gnade nahezukommen.
Das ist Unwissenheit und Ungerechtigkeit, die Gott mißfällt, denn in Seinen Augen sind alle Seine Diener. ( 104 )
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Unter den Menschenkindern leiden manche durch Unwissenheit.
Laßt uns eilen, sie zu belehren.
Andere sind wie Kinder, die Betreuung und Erziehung brauchen, bis sie erwachsen sind, und einige sind krank - für sie müssen wir göttliche Heilung bringen.
Mögen sie gleich unwissend, kindlich oder krank sein, so müssen wir sie doch lieben und ihnen helfen, und nicht etwa wegen ihrer Unvollkommenheit Abneigung gegen sie hegen. ( 105 )
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Den Kranken darf man nicht hassen, weil er krank ist;
das Kind darf man nicht meiden, weil es ein Kind ist;
den Unwissenden darf man nicht verachten, weil ihm Wissen fehlt.
Sie müssen alle in Liebe behandelt, erzogen, ausgebildet und unterstützt werden.
Alles muß getan werden, damit die Menschheit in völliger Sicherheit unter dem Schatten Gottes lebe und sich des höchsten Glücks erfreue.
( 106 )
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Jeder einzelne sollte sich bemühen, dem anderen beim gemeinsamen Voranschreiten zu helfen und ihn zu fördern.
Dies ist nur möglich, wenn Bemühung und Zuneigung zusammenwirken.
Liebe und Einheit werden zwischen euch aufkeimen, und dadurch wird die Einheit der Menschheit zustande gebracht. ( 107 )
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3.2. Die Tugenden des Friedens
Im Charakter und Verhalten des Menschen zählt zuerst die Reinheit, dann die Frische und Selbständigkeit des Denkens.
Das Flußbrett muß zuerst gereinigt werden, dann mag das frische Wasser hineinfließen. ( 108 )
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