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Sollte jemand einwerfen, es sei unmöglich, eine ideale Einheit zu schaffen und eine völlige Einigung unter den Menschen zu verwirklichen, da die Gemeinschaften und Nationen, die Rassen und Völker dieser Welt in Förmlichkeiten und Gebräuchen, Geschmack und Temperament, Moral, Gedanken, Ansichten und Meinungen verschieden seien, so weisen wir darauf hin, daß diese Verschiedenheiten von zweierlei Art sind.
Die eine führt zur Zerstörung; sie entspricht dem Streit zwischen kriegführenden Völkern und wetteifernden Nationen, die sich gegenseitig zerstören, Familien ausrotten, sich aller Ruhe und allen Wohlergehens berauben und in Blutvergießen und Roheit versinken. Dies ist tadelnswert. Die andere Art von Verschiedenheit ist Mannigfaltigkeit. Sie ist reine Vollkommenheit und läßt göttliche Gnade erscheinen.
Betrachtet die Blumen eines Gartens.
Obgleich sie verschiedener Art, Farbe, Form und Erscheinung sind, trinken sie doch dasselbe Wasser, werden vom gleichen Windhauch berührt und wachsen durch die Wärme und das Licht derselben Sonne; diese Mannigfaltigkeit und Verschiedenheit führen jedoch dazu, daß jede die Schönheit und Herrlichkeit der anderen steigert.
Der Unterschied in den Sitten und Gebräuchen, Gewohnheiten und Gedanken, Ansichten und Temperamenten ist eine Zier für die Menschenwelt.
Er ist lobenswert.
So führen diese Verschiedenheit und Mannigfaltigkeit wie die Verschiedenheit und Mannigfaltigkeit der Organe und Glieder des menschlichen Körpers zu Schönheit und Vollkommenheit.
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Da diese verschiedenen Teile und Glieder unter der Kontrolle des allbeherrschenden Geistes stehen, da der Geist alle Organe und Glieder durchdringt und über alle Arterien und Venen Gewalt hat, stärken Verschiedenheit und Mannigfaltigkeit die Liebe und Harmonie, und diese Vielfalt ist die größte Hilfe für die Einheit.
Wären in einem Garten die Blumen und duftenden Kräuter, die Blüten und Früchte, die Blätter, Zweige und Bäume alle von einer Art, einer Form, einer Farbe und einer Anordnung, so gäbe es keine Schönheit oder Lieblichkeit, wenn aber Mannigfaltigkeit herrscht, wird jedes zur Schönheit und Anmut der anderen beitragen, wird den Garten bewunderungswürdig machen und selbst lieblich, süß und frisch dastehen.
So ist es auch in der Menschenwelt: Wenn ihre verschiedenen, mannigfaltigen Gedanken, Formen, Meinungen, Charakterzüge und Sitten unter die Kontrolle einer höchsten Macht, unter den Einfluß des einen wahren Gotteswortes geraten, dann zeigen und entfalten sie sich in vollkommenster Herrlichkeit, Schönheit und Erhabenheit. ( 85 )
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| Die ganze Welt muß als ein einziges Land betrachtet werden, alle Völker als ein Volk und alle Menschen als Angehörige einer Rasse. Religionen, Rassen und Nationen sind alle Trennungen, die der Mensch gemacht hat, und nur in seinem Denken nötig. Vor Gott gibt es weder Perser, noch Araber, Franzosen oder Engländer, denn Gott ist ihrer aller Gott, und nur für ihn gibt es nur eine Schöpfung. Wir müssen Gott gehorchen und danach streben, ihm zu folgen, indem wir alle unsere Vorurteile hinwegtun und der Erde Frieden bringen. ( 86 )
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| Fürwahr, das stärkste Mittel, die den Ruhm und den Fortschritt des Menschen bewirken, die höchste Wirkkraft für die Aufklärung und Erlösung der Welt sind Liebe, Freundschaft und Einheit zwischen allen Gliedern des Menschengeschlechts. Nichts in der Welt ist durchführbar, ja nicht einmal denkbar, ohne Einheit und Einklang. ( 87 )
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| Bisher hat die Menschheit diese Einheit geschändet und an sektiererischen oder begrenzten Einheiten gehangen, die rassische, patriotische oder eigensüchtige Vorteile verfolgen. Darum sind auch keine großen Erfolge daraus entsprungen. ( 88 )
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