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Gedanken Des Friedens












Der Mensch muß das Licht lieben, gleichgültig, woher es kommt. Er muß die Rose lieben, gleichgültig, in welchem Boden sie wächst. Er muß ein Sucher nach Wahrheit sein, gleichgültig aus welcher Quelle sie fließt. Anhänglichkeit an die Lampe ist nicht Liebe zum Licht. Anhänglichkeit an die Erde ziemt sich nicht, aber Ergötzen an der Rose, die der Erde entsprießt, ist von Wert. Wertschätzung des Baumes allein ist nutzlos, aber an der Frucht teilzuhaben ist von Nutzen.
Süße Früchte müssen genossen werden, gleichgültig, auf welchem Baume sie wachsen und wo man sie finden mag. Das Wort der Wahrheit muß gutgeheißen werden, gleichgültig, welche Zunge es ausspricht.
Unbedingte Wahrheiten müssen angenommen werden, gleichgültig, in welchem Buche sie aufgezeichnet sein mögen. Wenn wir ein Vorurteil hegen, wird dies die Ursache von Verlust und Unwissenheit sein. Der Streit zwischen Religionen, Nationen und Rassen entsteht durch Mißverständnisse. Wenn wir die Religionen durchforschen, um die ihnen zugrundeliegenden Prinzipien zu entdecken, so werden wir sie in Übereinstimmung finden, denn ihre grundlegende Wirklichkeit ist eine und nicht vielerlei. Dadurch werden die religiösen Menschen dieser Welt zu dem Punkte der Einheit und Versöhnung gelangen. ( 67 )
    Der Zwecke der Religionen ist Frieden



Seit den Tagen Adams haben sich die göttlichen Manifestationen bemüht, die Menschen zu einen, auf daß alle wie eine Seele angesehen werden. Aufgabe und Absicht eines Hirten ist, seine Herde zu sammeln, und nicht, sie zu zerstreuen.


Die Propheten Gottes waren göttliche Hirten der Menschheit. Sie haben ein Band der Liebe und Einheit unter den Menschen gewirkt, zerstreute Völker zur einer Nation und wandernde Stämme zu einem mächtigen Königreich gemacht. Sie haben die Grundlage göttlicher Einheit gelegt und alle zum Weltfrieden gerufen.
All diese heiligen, göttlichen Manifestationen sind eine Einheit. Sie haben einem Gott gedient, dieselbe Wahrheit verkündet, dieselben Institutionen begründet und dasselbe Licht widergestrahlt.


Sie kamen nacheinander und sie bezogen sich aufeinander... Sie riefen die Menschen zur Liebe und machten die Menschenwelt zu einem Spiegel des Wortes Gottes. Daher haben die göttlichen Religionen, die sie begründeten, dieselbe Grundlage. ( 68 )
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