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Hallo,
zunächst einmal möchte ich mich vorstellen. Mein Name ist Stefan und ich bin 19 Jahre alt. Zurzeit mache ich das Abitur und ab dem Sommer geht es dann mit dem Zivildienst weiter.
Ich stamme aus einem nicht übermässig religiösen Elternhaus, dennoch würde ich sagen dass meine Eltern stets versucht haben mir christliche Werte zu vermitteln.
Was mich hier ins Forum treibt ist ein Problem, das mich nun schon einige Zeit beschäftigt. Angefangen hat alles in den letzten Wochen meiner Schulzeit. Ich habe die Erkenntnis gewonnen, dass eine Phase meines Lebens zu Ende geht und überhaupt alles irgendwie endlich ist. Dabei kam natürlich auch der Gedanke an den eigenen Tod und die Frage, ob es wirklich das Ende aller Dinge ist. Diese Frage macht mich wirklich ratlos, weshalb ich begonnen habe, mich etwas mehr mit diesem Thema zu befassen.
Was mich zusätzlich auf diese Gedanken gebracht hat waren Trauerfälle im letzten Jahr, die ich, das glaube ich zumindest, bislang noch nicht so wirklich verarbeitet habe.
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Um eine Antwort auf die Frage zu finden, ob nach dem Tod noch etwas kommt, habe ich begonnen im Internet zu lesen. Dabei war dann die 1. grundlegende Erkenntnis, dass es eine höhere Existenz (Gott) geben muss, damit es nach dem Tod weitergehen kann.
Nun habe musste ich mir also Gedanken darüber machen, ob es einen Gott gibt. Vorher hätte ich gesagt ich bin gläubig, aber wenn ich nun etwas genauer darüber nachdenke habe ich es gesagt, weil viele es sagen. Und nicht weil ich es wirklich von ganzem herzen aus mir heraus tue.
Im Biologie LK haben wir vor kurzem die Entstehung der Erde und des Menschen im Zuge der Evolution besprochen. Klingt alles ganz logisch und irgendwie glaube ich daran. Allerdings ist es für mich nicht vorstellbar, dass die Erde bzw. das Universum ohne Grund entstanden sein soll. Auch dass der Mensch oder überhaupt eine Lebewesen aus der Ursuppe kommt ist mir unbegreiflich. Es kann doch nicht sein, dass sich nur durch Zufall Atome zusammengelagert haben, die zu einem so komplexen Wesen wie einem Menschen wurden.
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Also glaube ich, dass es dort eine planende Kraft gab. Ich kann allerdings nicht die Schöpfungsgeschichten glauben, so wie sie in der Bibel stehen. Könnte es nicht auch sein, dass Gott der „Planer“ der Evolution ist? Und die Bibel eher so eine Art „Anleitung“ für den Menschen, wie er sich auf der Erde zu verhalten hat, damit nichts „kaputt“ gehen kann?
Ich meine, irgendwie gibt es ja für alles eine Gebrauchsanleitung... J
Wenn aber Gott uns in dem Vorgang der Evolution erschaffen hat, welchen Status haben dann die Tiere? Gibt es auch für sie etwas nach dem Tod? Auch für das kleinste Lebewesen? Für jede einzelne Eintagsfliege?
Nehmen wir mal an, es gibt für alle Lebewesen ein Weiterleben, dann muss es doch da wo es weitergeht ziemlich voll sein? Heute leben fast 7 Milliarden Menschen auf der Erde, die alle in spätestens 150 Jahren nicht mehr hier sein werden. Dazu kommen dann noch Milliarden ^hoch^ Milliarden anderer Lebewesen, die im Laufe der Zeit mal hier waren. Sie alle sind da wo es weiter geht?
Ihr seht, es ist einiges was mich bewegt, und was irgendwie noch zwischen mir und einem „festeren“ Glauben steht. Ich weiß, dass diese Fragen nicht wirklich beantwortet werden können. Aber vielleicht habt ihre Meinungen für mich.
Danke! J
Stefan
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Also ich schließe mich deiner Meinung an!
Ich glaube auch, dass es einen Gott gibt, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass das ganze Universum und vor allem das LEBEN einfach irgendwie so ohne Grund geschaffen wurde!
Bei vielen ist es einfach so, dass die Angst, die sie haben, dass nach ihrem Tod "alles vorbei" ist, sie dazu bringt, gläubig zu werden.
Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass Gott, wenn es ihn denn gibt, nur die "richtigen" Religionsangehörigen belohnt, denn in meinen Augen ist ein guter Mensch immernoch besser als ein schlechter Mensch mit der "richtigen" Religion.
Und man kann einfach nicht herausfinden, was die wahre Religion ist!
Vielleicht haben 20 Buschmenschen aus nem kleinen Minidorf in Afrika die "richtige" Religion, wer weiß ? !
Es ist für mich aber ziemlich schwer vorstellbar, wie ein Wesen über uns sitzt und guckt, was jeder richtig bzw falsch macht und ob er grad Schweine-oder Rinderfleisch isst.
Also gläubig ja, aber einer Religion würde ich mich zur Zeit nicht anschließen!
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| Zitat: |
Also glaube ich, dass es dort eine planende Kraft gab. Ich kann allerdings nicht die Schöpfungsgeschichten glauben, so wie sie in der Bibel stehen. Könnte es nicht auch sein, dass Gott der „Planer“ der Evolution ist? Und die Bibel eher so eine Art „Anleitung“ für den Menschen, wie er sich auf der Erde zu verhalten hat, damit nichts „kaputt“ gehen kann?
Ich meine, irgendwie gibt es ja für alles eine Gebrauchsanleitung... J |
Hallo, hallo, hallo!
Für mich als Christ kein Problem - der Schöpfungsbericht. Es ergibt sich mir mehrere Erklärungsmöglichkeiten.
1. Gott musste sich damals so ausdrücken, weil hätte er damals sowas mit Evolution gepraddelt, dann hätten die Leute gesagt "Weg mit dem Buch, da steht Mist drinne." Dann würde die wichtige Bibel garnicht überleben, muss sie aber, weil sie wichtig ist.
2. Symbolische Geschichte
3. Oder der Schöpfungsbericht ist trotzdem richtig, denn niemand weiss, was die Wissenschaft noch heraus finden wird. Oder man höre sich ma die Meinung der Kreatonisten an.
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