Wahrheit ?


Und was ich noch sagen wollte , wenn ich nicht mein Körper bin und nicht mein Geist , wer dann? Ich möchte nicht eine Seele sein , ich möchte nicht meine Persönlichkeit verlieren , ich liebe meinen Körper. Ich möchte ihn nicht verlieren. Das macht mir wirklich Angst und ich verstehe einfach nichtsmehr. Wenn mein Körper und mein Verstand weg sind , was bleibt dann noch übrig? Bitte ,bitte helft mir!
_________________
Denkt selber nach!
Hallo der_ding,
Zitat:
Das macht mir unendlich viel Angst , ich muss die ganze Zeit darüber nachdenken und bin voll Unglücklich , ich komm mir vor als sei ich Schizophren oder hätte eine Persönlichkeitsstörung , wenn ich höre , dass alles EINS ist . Kann mir vielleicht jemand sagen was das bedeutet? Weil ich sehne mich so sehr nach Nähe von anderen Menschen und wenn ich die anderen Menschen selbst bin , nach wen soll ich mich dann sehnen?

Die Aussage, dass alles Eins ist, ist ja nicht wörtlich zu nehmen, das ist eine Betrachtung 'vom absoluten Standpunkt' aus. Du hast eine Mutter, die Dich auf die Welt gebracht hat - also hast Du das nicht selbst getan - wenn jemand nun sagt, letztlich wären Deine Mutter und Du ein und dasselbe, dann kannst Du das wörtlich nehmen - dann ist's aber Blödsinn - oder Du kannst versuchen, die Wahrheit hinter dieser Aussage für Dich nachzuvollziehen. Aber das musst Du nicht tun, und Du musst es auch nicht können... Beim Miteinander-Schlafen spricht man ja ebenfalls vom 'Eins-Werden' - aber auch das ist ganz offensichtlich nicht wörtlich gemeint...

Zitat:
Ich fühl mich sowas von EINSam. Ich glaube ich bin ziemlich Selbstmordgefährdet , könnt ihr mir vielleicht irgendwie helfen? Egal was ich bisher alles für einen Mist geschrieben hab , ich fühl mich einfach nur allein und das ist richtig schlimm und traurig für mich.

Ja, das ist schlimm, ich weiß es; aber da eine konkrete Hilfe zu bieten ist schwierig - besonders wenn man selbst gar nicht ungern allein ist (das ist eine Sache, die sich häufig mit fortschreitendem Alter ändert - aber davon hast Du jetzt auch wenig... )

gambatte (jap.: 'Bleib beharrlich' )
() Wu

P.S. Zu Deiner anderen Frage gilt das mehr oder weniger ebenso - letztlich bleibt niemand so wie er ist, und das ist auch gut so - wenn Du immer derselbe geblieben wärst, wärst Du heute noch ein lallendes Baby und könntest hier nicht schreiben
Aber das ist eine langfristige Sache, und ein 'ideales Alter' gibt es nicht. Dein Körper und Dein Verstand werden sich verändern, aber soweit ich sehe, sind die Einzigen die darunter leiden diejenigen, die sich mit aller Kraft dagegen sträuben...
Wenn Du irgenwo Mark Twain's gesammelte Werke auszuleihen kriegst, lies mal 'Käptn Stormfields Reise in den Himmel' - da hast Du eine klare Meinung zu diesem Punkt - und eine vergnügliche Lektüre auch gleich
Ich danke dir sehr , ich werd mir das Buch mal ausleihen oder kaufen.

Danke schön!
_________________
Denkt selber nach!
Tut mir Leid , wenn ich nerve , aber da ist noch etwas , was mich sehr beschäftigt und zwar ein Text von Ramana Maharshi. Ich weiss zwar , dass ich den nicht wirklich verstehe , aber das ist es ja grade ...


Der Weise vom Berge Arunachala pflegte “Suchende” mit der Suchfrage “Wer bin ich?” auf den Weg nach innen zu führen. Im Folgenden werden wenige, aber zentrale Frage-Antwortbeispiele gegeben. Sie stammen aus dem Buch “Ramana Maharshi - Gespräche des Weisen vom Berge Arunachala” - Ansata-Verlag.

Ein junger Mann fragte: Die Buddhisten behaupten, daß das “ich” unwirklich sei. Andere behaupten, man müsse über den “ich”-Gedanken hinausgehen und den Zustand des “ICH” erreichen. Was ist das Richtige?

Maharchi: Man nimmt an, daß es zwei verschiedene Ich gibt: das niedere, vergängliche, in dem wir alle leben, und das höhere, wahre, das verwirklicht werden soll. Im Schlaf ist man sich seiner selbst nicht bewußt. Erst nach dem Erwachen weiß man, daß man geschlafen hat, nicht aber im Schlaf, wo es eine Differenzierung nicht gibt. Erst wenn man in das Körperbewußtsein eingetreten ist, gibt es solche unterschiedlichen Zustände wie Wachen, Träumen und Schlafen, die sich auf das Körper-”ich” beziehen. Doch gerade dieses Bewußtsein “Ich bin der Körper”, in dem wir alle leben, hat einen Anfang und somit ein Ende. Was aber liegt ihm zugrunde? Woher kommt dieses “ich”? Wer ist dieses “ich”? Wer bin ich? Suchen Sie und finden Sie den Ursprung des “ich” - dann erleben Sie den Zustand des vollkommenen Seins.

....

“Der Tatbestand ist der, daß der Mensch sich als begrenzt ansieht; dadurch entsteht die Schwierigkeit. Diese Vorstellung ist falsch. Er kann es selbst ausprobieren: Im Schlaf war keine Welt da, kein begrenztes “ich” und kein Leid. Irgend etwas wacht aus diesem glücklichen Zustand auf und sagt “ich”. Diesem “ich” erscheint die Welt. Selbst nur ein Pünktchen in der Welt, wünscht es sich mehr zu sein und gerät dabei in Schwierigkeiten. Wie glücklich war der Mensch vor dem Aufsteigen des “ich”.”

...

“Der Geist ist nur eine Projektion aus dem Selbst, die im Wachzustand erscheint. Im Tiefschlaf erzählt sie nicht, wessen Sohn Sie sind und dergleichen. Sowie sie erwachen, behaupten Sie, der und der zu sein, erkennen die Welt usw. . Die Welt ist nur, was wahrgenommen wird. Zu wem gehört das Auge, das sie sieht? Es gehört dem “ich” an, welches periodisch aufsteigt und absinkt (Wechsel zwischen Tiefschlaf und “Wachbewußtsein”- Anmerkung des Zitierenden). Sie aber sind immer da. So ist also Das, was jenseits des “ich” ist, das Reine Bewußtsein, das Selbst.”

...

“Das, was einen Anfang hat, muß auch enden. Nur die Verwirklichung des ewig gegenwärtigen Reinen Bewußtseins ist von Dauer. Es ist tatsächlich immer bei uns. Jeder weiß: Ich bin! Niemand kann sein eigenes Dasein verleugnen! Der Mensch im Schlaf ist seiner selbst nicht gewahr, während er es im Wachen ist; er ist aber immer die gleiche Person; es hat sich nichts an ihm geändert. Im tiefen Schlaf war er nur seines Körpers nicht gewahr, er war also ohne Körper-Bewußtsein. Der Unterschied liegt also im Auftauchen eines Körper-Bewußtseins, nicht in irgend einer Veränderung des Wahren, Reinen Bewußtseins. Körper und Körper-Bewußtsein entstehen gemeinsam und versinken zusammen. All dies läuft darauf hinaus, daß es im Tiefschlaf keine Beschränkungen gibt, während sie im Wachzustand da sind. Diese Beschränkungen bewirken Gebundenheit; das Gefühl, “der Körper bin ich” ist der Irrtum. Diese falsche “ich”-Gefühl muß verschwinden; was ist, muß immer sein. Was neu erscheint, geht auch wieder verloren. Vergleichen Sie Wachzustand und Tiefschlaf: im einen erscheint der Körper, im anderen nicht. Das Reine Bewußtsein war vor dem Körper da und wird ihn überdauern. Tatsächlich gibt es niemanden, der nicht sagt: “Ich bin”. Die Ursache allen Unheils ist die irrige Vorstellung: “Ich bin der Körper”; sie muß fallengelassen werden. Das ist Verwirklichung. Verwirklichung besteht weder im Erwerb einer neuen Fähigkeit, noch ist sie eine solche. Sie ist nur die Beseitigung aller Irrtümer.”

....

“Jedermann kennt es; man ist sich nur nicht darüber klar. Sie sind immer. Dieses rein Seiende ist das Selbst. “Ich bin” ist Gottes Name. Von allen Definitionen Gottes ist keine so genau wie der biblische Ausspruch im Exodus, Kap.3.14: “Ich bin, der Ich bin”. Das Absolute Sein ist “Das, was ist”. Es ist das Selbst.

....

Maharshi: Sind Sie in der Welt, oder ist die Welt in Ihnen?

Frager: Ich verstehe nicht. Die Welt ist sicherlich um mich herum.

Maharshi: Sie sprechen von der Welt und dem, was in ihr geschieht. Das sind nur ihre Vorstellungen. Die Vorstellungen sind im Geist, und der ist in Ihnen. Daher ist auch die Welt in Ihnen.

Frager: Da komme ich nicht mit. Selbst wenn ich nicht an die Welt denke, ist sie doch da.

Maharshi: Wollen Sie damit sagen, daß die Welt vom Geist getrennt sei und in dessen Abwesenheit existieren könne?

Frager: Ja.

Maharshi: Existiert die Welt auch in Ihrem Tiefschlaf?

Frager: Ja.

Maharshi: Sehen Sie sie dann?

Frager: Nein, ich nicht. Aber andere, die wach sind, sehen sie.

Maharshi: Sind Sie dieser anderen Personen in Ihrem Sschlaf gewahr, oder werden Sie erst jetzt (im Wachzustand) der anderen gewahr?

Frager: In meinem Wachzustand.

Maharshi: So sprechen Sie also von dem Wissen in Ihrem Wachzustand und nicht von Ihrer Erfahrung im Schlaf. Sie erkennen die Existenz der Welt in Ihren Wach- und Traumzuständen an, die vom Geist hervorgebracht werden. Im Schlaf hat sich der Geist zurückgezogen, und die Welt ist nicht da. Sie wird wieder offenbar, wenn Sie aufwachen. Das “ich” identifiziert sich mit dem Körper und sieht die Welt. So ist die Welt eine geistige Schöpfung.

Frager: Wie kann das sein?

Maharshi: Schaffen Sie sich nicht eine Welt im Traum? Der Wachzustand ist auch nur ein ausgedehnter Traum. Es muß einen geben, der die verschiedenen Erfahrungen sieht. Wer ist das? Ist es der Körper?

Frager: Das kann nicht sein.

Maharshi: Der Geist?

Frager: Es muß wohl so sein.

Maharshi: Aber Sie existieren auch in Abwesenheit des Geistes.

Frager: Wie das?

Maharshi: Im tiefen Schlaf.

Frager: Ich weiß nicht, ob ich dann bin.

Maharshi: Wenn Sie dann nicht existieren würden, wie wollen Sie sich an das erinnern, was Sie gestern erlebt haben? Gab es eine Unterbrechung in der Kontinuität des Ich während des Schlafes?

Frager: Vielleicht.

Maharshi: Wenn es das gäbe, dann könnte ein “Müller” als “Maier” aufwachen. Wie wird die Identität des Individuums dann aufrecht erhalten?

Frager: Ich weiß es nicht.

Maharshi: Wenn es Ihnen nicht klar ist, betrachten Sie es einmal von der anderen Seite. Sie sagen “ich schlief gut” und “ich fühle mich erfrischt nach tiefem Schlaf”. Also haben Sie den Schlaf erfahren. Dasjenige, was ihn erfahren hat, identifiziert sich jetzt mit dem “ich” des Sprechenden. Dieses Ich muß also auch im Schlaf dagewesen sein.

Frager: Ja.

Maharshi: Das Ich war also im Schlaf da. Wenn die Welt auch da war, sagte sie dann, daß sie existierte?

Frager: Nein. Aber sie sagt mir jetzt, daß sie existiert. Selbst wenn ich ihre Existenz bestreiten wollte, könnte ich meinen Fuß an einem Stein stoßen und ihn verletzen. Die Verletzung beweist den Stein und somit die Existenz der Welt.

Maharshi: Genau. Der Stein verletzt den Fuß. Sagt der Fuß, daß ein Stein da ist?

Frager: Nein - ich.

Maharshi: Wer ist dieses “ich”? Wie wir vorhin gesehen haben, kann es weder der Körper noch der Geist sein. Das Ich ist es, das die Zustände von Wachen, Träumen und Tiefschlaf erfährt. Die drei Zustände sind Veränderungen, die das Individuum nicht berühren. Die Erfahrung gleicht Bildern, die über eine Leinwand in einem Kino dahinziehen: Erscheinen und Verschwinden der Bilder berührt die Leinwand nicht. Ebenso wechseln die drei Zustände ab ohne das Selbst zu berühren.






... und jetzt noch etwas ...




Vom Glücklichsein

"Glücklich sein zu wollen und dabei das Selbst mit dem Körper zu identifizieren, ist wie der Versuch, den Fluß auf dem Rücken eines Krokodils zu überqueren. Wenn das Ego aufsteigt, trennt sich der Geist von seiner Quelle, dem Selbst, und wird rastlos wie ein in die Luft geworfener Stein oder das Wasser eines Flusses. Erst wenn der Stein oder der Fluß ihren jeweiligen Ursprungsort, nämlich den Boden oder den Ozean wieder erreicht haben, kommen sie zur Ruhe. Ebenso ist es mit dem Geist - er kann erst ruhen und glücklich sein, wenn er zu seiner Quelle zurückgekehrt ist und in ihr verbleibt. So wie es gewiß ist, daß der Stein und der Fluß zu ihrem Ausgangsort zurückkehren, so wird auch zwangsläufig früher oder später der Geist zu seiner Quelle heimkehren".

Sri Ramana Maharshi

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

EINS-sein

1. Alles, die Welt, die du siehst, sowie du selbst, der Betrachter dieser Welt, ist EINS.

2. Alles, was du als ICH, DU, ER, SIE, und ES betrachtest ist EINS.

3. Die Lebewesen, aber auch das Unbelebte wie Erde, Luft, Feuer und Wasser, all das ist EINS.

4. Das Gute, das erworben wird, indem man alles als eins betrachtet, kann nicht erreicht werden, wenn man alles getrennt voneinander sieht. Also ist alles EINS.

5. Alles als eins zu betrachten, ist gut für dich und ebenso für die anderen. Daher ist alles EINS.

6. Derjenige, der denkt: "Ich bin getrennt, Du bist getrennt, Er ist getrennt", handelt auf eine Art für sich selbst, auf die andere Art für die anderen. Er kann nicht anders. Aus dem Gedanken "Wir sind alle getrennt voneinander" erwächst unterschiedliches Handeln verschiedenen Personen gegenüber. Wie kann ein Mensch vom rechten Weg abweichen, der um das Einssein mit den anderen weiß? Solange der Keim der Unterscheidens noch lebendig ist, wird - bewußt oder unbewußt - unterschiedliches handeln daraus erwachsen. Daher gib es auf, Unterschiede zu sehen. Alles ist nur EINS.

7. Solltest du dich nun fragen: In der Welt scheint alles verschieden voneinander zu sein; wie kann ich da alles als eins betrachten? Gibt es irgendeinen Weg um diese Erkenntnis zu erlangen? So werde ich dir antworten: Auf dem gleichen Baum sehen wir Blätter, Blumen, Früchte und Äste, alle verschieden voneinander und trotzdem alles eins, weil sie alle im Wort Baum inbegriffen sind. Sie haben eine gemeinsame Wurzel, einen gemeinsamen Saft. In gleicher Weise kommen alle Dinge, alle Körper, alle Organismen aus derselben Quelle und werden von derselben Kraft belebt. Daher ist alles EINS.

8. Mein guter Freund, finde selbst heraus, ob die Aussage: "Alles ist eins", Gutes oder Schlechtes bewirkt.

Wahrlich ist der im Recht, der sich selbst wie die anderen sieht und die anderen wie sich selbst, denn wie kann einem Menschen Schlechtes anhaften, der weiß, daß er die anderen ist und die anderen er selbst sind. Sag mir, gibt es einen besseren Weg zum Guten als das Wissen um die Einheit? Sicherlich gibt es keine bessere Methode als diese. Wie kann jemand die anderen mehr lieben als wenn er weiß, daß diese er selbst sind? betrachte sie daher alle als Einheit - liebe sie alle als Einheit, denn in Wahrheit ist alles EINS.

9. Wer kann die Ruhe und den Seelenfrieden dessen ermessen, der in der Einheit lebt? Er hat keine Sorgen. Das Wohl aller ist auch sein Wohl. Auch eine Mutter empfindet das Wohlergehen ihrer Kinder als ihr eigenes Wohlergehen, und trotzdem ist ihre Liebe nicht vollkommen, denn sie glaubt, daß sie und ihre Kinder getrennt voneinander sind. Die Liebe eines Weisen, der in Einheit mit allem lebt, übertrifft daher bei weitem die Liebe einer Mutter. Es gibt keinen anderen Weg, eine solche Liebe zu verwirklichen, als die Erfahrung der Einheit. Daher ist alles EINS.

10. Betrachte die ganze Welt als eins mit deinem unsterblichen Körper und somit dich selbst als das immerwährende leben der gesamten Welt. Sag mir, kann das etwa schaden? Wer wird sich schon vor dem unverfänglichen Weg scheuen? Sei mutig. Die Veden lehren diese reine Wahrheit. Es gibt nichts anderes außer dir selbst. Das höchste Gut wird dir gehören. Ja, du wirst selbst das höchste Gut sein. Anderen wird nur Gutes durch dich widerfahren, denn wer würde schon seinem eigenen Körper und seiner eigenen Seele Schaden zufügen?

Wenn der Körper einen Abszeß hat, wird ihm eine Salbe aufgetragen. Auch wenn es schmerzt, ist es doch nur dazu gedacht, Gutes zu bewirken. ebenso wird es mit manchen deiner Handlungen sein; sie werden auch dem Guten in der Welt dienen. Deshalb sollst du in allem die Einheit sehen und dich nicht in Unterscheidungen verwickeln.

Ich fasse kurz zusammen: derjenige, der die Einheit kennt, handelt so, wie es am besten ist; es ist das Wissen um die Einheit, das ihn zum Handeln bewegt. Er kann sich nicht irren. Er ist Gott, für die Welt sichtbar gemacht. Alles ist EINS.



aus: "Alles ist Eins" von Subramaniam, Vaiyai R., Reichel Verlag, mit einem Vorwort von Sri Ramana Marharshi






Hmmm , das bringt mich echt zur Verzweiflung , wahrscheinlich , weil ich es falsch interpretiere.
_________________
Denkt selber nach!
Hm - die Werkausgabe kostet ganz schön, und die alte Ausgabe von 'Adams Tagebuch'
wo ich's her habe, ist längst vergriffen. Also eher in 'ner Bücherei nachsehen - oder,
wenn Du gut in Englisch bist, hier ist das Original online...
Yo , danke , aber könnte vielleicht noch jemand was zu den Texten da oben die ich dareingesetzt hab sagen?
_________________
Denkt selber nach!
Ja - ich schau' es mir mal in Ruhe an; das ist aber nicht die Arbeit einer Viertelstunde.
Maharshi ist nicht ganz mein Bier, aber zweifellos einer der ganz großen Lehrer - da
eine Interpretation oder einen Kommentar abzugeben mache ich nicht so nebenher...
Hallo der Ding

EINS-sein

1. Alles, die Welt, die du siehst, sowie du selbst, der Betrachter dieser Welt, ist EINS.

2. Alles, was du als ICH, DU, ER, SIE, und ES betrachtest ist EINS.



Vielleicht hilft dir dieses Traumbild hier das ich
vor etwa 20 Jahren getraeumt habe. Es begleitet mich immer noch und imme r wenn ich an einen Punkt komme wo es anscheinend nicht weiter geht , schiebt es sich vor mein inneres Auge.
Vor diesem Traum ging es mir aehnlich was das Gefuehl der Einsamkeit angeht.

Traum:
Im Traum lief ich vor allen Menschen davon, ich wollte nicht so sein wie sie , sie kamen mir vor wie Zombies , nicht vom Aussehen , aber die Art wie sie redeten und sich bewegten und ich dachte wenn sie mich beruehren , dann werde ich auch so . das loeste eine panische Angst in mir aus und ich schrie in diesem Traum nach Gott ."Hilf mir"ich lief ....
und auf einmal wurde ich beim Laufen gestoppt.
Ein warmes Gefuehl der Sicherheit und Geborgenheit erfuellte mich und ich dachte geschafft.Doch dann bemerkte ich dass eine unsichtbare sanfte Macht mich zu den Menschen hin umdrehte.Im selben Moment hoerte ich in mir dass ich schauen sollte.Die Menschenmenge die hinter mir hergelaufen war war unuebersichtlich so viele waren es . Frauen ,Maenner und Kinder.Dann wurde mein Blick auf mein Herz gerichtet, ich schaute darauf und aus diesem brach ein unvostellbar helles Licht hervor , dieses Licht erfuellte im selben meinen ganzen Koerper mein ganzes Wesen und war im selben doch um mich herum.Ich bemerkte dass jemand neben mir stand.Es war meine Tochter,(obwohl sie zum Zeitpunkt dieses Traumes ein Kleinkind war , sah ich sie so wie sie Heute aussieht )Bei ihr geschah dasselbe wie bei mir.
Wir waren beide von diesem wunderbaren Licht das so lch eine Liebe ausstrahlte , dass es mit Worten nicht beschreibbar ist ,umgeben und erfuellt.
Jetzt wurde mein Blick wieder auf die Menschenmenge gerichtet.Und das erstaunliche war , dass bei allen dasselbe zur gleichen Zeit geschah.Jetzt brach aus unseren Herzen ein gleissender Lichtstrahl hervor,derselbe Vorgang ging gleich geschaltet bei allen vor sich unsere Strahlen verbanden sich und ich sah dass wir alle miteinander verwoben waren.Ein grosser Friede und Geborgenheit huellte uns alle ein.In diesem Licht waren wir alle ohne Ausnahme . Es war in uns und um uns herrum. :)Wir waren ein Ganzes eine Einheit, Eins .Und im selben Moment hoerte ich obwohl dies auch irgendwie lautlos war; Du bist nie Allein , Ihr seid nie Allein!
Und dann wachte ich auf
Das Gefuehl des Friedens und die Gewissheit nie Allein zu sein die ist auch beim Aufwachen in mir geblieben.

Ich hoffe dass dir dieses geistige Bild der Einheit
deine Aengste nimmt.
Du hast von der goettlichen Einheit nichts zu befuerchten.
Niemand geht darin verloren.

Lieben Gruss Ellen
Super , das ha mir wirklich geholfen , das Alleinseinsgefühl kommt bei mir auf , wenn gesagt wird "Du und ich (Gott) sind ein und der selbe , es gibt keinen Unterschied" und ich brauche um ehrlich zu sein jemanden der mich führt , vielleicht liegt das auch nur an der Pubertät. Aber Danke!
_________________
Denkt selber nach!
Hallo der_ding,

ich habe mich jetzt mal in Ruhe hingesetzt und den Text durchgesehen - ich will nicht
behaupten, ich hätte ihn bis ins Letzte verstanden, aber ein paar Hinweise sind
vielleicht doch drin...

Zitat:
Man nimmt an, daß es zwei verschiedene Ich gibt: das niedere, vergängliche,
in dem wir alle leben, und das höhere, wahre, das verwirklicht werden soll...

Wie schon gesagt, schätze ich Maharshi sehr hoch, auch wenn ich in Manchem andere
Meinung bin - und wenn er sagt "man nimmt an" dann denke ich, er meint genau das
und nichts anderes. Nicht "es ist so", sondern "es ist eine Annahme...". Diese Annahme
ist in den östlichen Religionen sehr verbreitet, aber nicht unumstritten; letztlich wird ja
jede Aussage relativiert zu einem upaya, einem 'nützlichen Hilfsmittel' - sie ist immer
nur Beschreibung, nicht das Beschriebene selbst. Auch Maharshi selbst scheint mir da -
vernünftigerweise - keinen absoluten Standpunkt zu beziehen; jedenfalls ist die Aussage
über die Welt und das Selbst in der ersten Passage und die in der zweiten, mit dem
Dialog, nicht identisch.

Etwas fragwürdig scheint mir die Herleitung hier:
Zitat:
Der Tatbestand ist der, daß der Mensch sich als begrenzt ansieht; dadurch entsteht
die Schwierigkeit. Diese Vorstellung ist falsch. Er kann es selbst ausprobieren:
Im Schlaf war keine Welt da, kein begrenztes "ich" und kein Leid. Irgend etwas
wacht aus diesem glücklichen Zustand auf und sagt "ich". Diesem "ich" erscheint
die Welt. Selbst nur ein Pünktchen in der Welt, wünscht es sich mehr zu sein und
gerät dabei in Schwierigkeiten.

Ob der Mensch im Schlaf leidfrei ist oder nicht, ist zumindest unklar; und ob
Leidfreiheit tatsächlich den Inbegriff des Glücks bedeutet -
Zitat:
Wie glücklich war der Mensch vor dem Aufsteigen des "ich".
- möchte ich auch dahingestellt lassen...
Trotz der - m. E. - schwachen Herleitung scheint mir das Ergebnis, die
Begründung des Leides in der Begrenztheit des 'Ich', durchaus plausibel.

Einen Schlüssel für Deine Fragestellung sehe ich hier:
Zitat:
7. Solltest du dich nun fragen: In der Welt scheint alles verschieden voneinander
zu sein; wie kann ich da alles als eins betrachten? Gibt es irgendeinen Weg um
diese Erkenntnis zu erlangen? So werde ich dir antworten: Auf dem gleichen
Baum sehen wir Blätter, Blumen, Früchte und Äste, alle verschieden voneinander
und trotzdem alles eins, weil sie alle im Wort Baum inbegriffen sind. Sie haben
eine gemeinsame Wurzel, einen gemeinsamen Saft. In gleicher Weise kommen
alle Dinge, alle Körper, alle Organismen aus derselben Quelle und werden von
derselben Kraft belebt. Daher ist alles EINS.

8. Mein guter Freund, finde selbst heraus, ob die Aussage: "Alles ist eins", Gutes
oder Schlechtes bewirkt.

Es liegt - wie so oft in den östlichen Religionen - kein absoluter
Wahrheitsanspruch in dieser - oder sonst irgendeiner - Aussage, sondern diese ist
eine Betrachtungsweise, die hilfreich ist - dann ist es klug, sie anzunehmen -
oder die nicht hilfreich ist - dann wäre es nicht klug, sie anzunehmen...
Wenn Du auf dem Baum Blätter, Blumen, Früchte und Äste siehst, dann siehst Du
diese vier Dinge; dass sie letztendlich eins sind, ist eine metaphysische Betrachtung
- wenn er zwei Pfund Pfirsiche verlangt und für sein Geld zwei Pfund Äste
bekommt, wird auch der Metaphysiker nicht ganz zufrieden sein...

Vielleicht liegt da auch der Grund für Deine Signatur
_________________
Das Leben ist ein Baum , warum weiss ich auch nicht ...

Einen in etwa ähnlichen - wenn auch nicht ganz so schönen - Schlüsseltraum wie
Ellen hatte ich auch mal vor vielen Jahren: ich wurde von einer wildgewordenen
Mumie [die entsprechenden Zeichentrickfilme gab's damals noch nicht ] durch
die finsteren Gänge einer Pyramide verfolgt. Vor mir schloss sich eine Tür, und
ich konnte mich gerade noch einen Hechtsprung dahinter retten - aber kurz
darauf war die Mumie wieder hinter mir her... Wieder gab's die sich schließende
Tür, wieder konnte ich gerade noch durchwischen, und wieder wurde ich weiter
verfolgt. So ging das eine Zeitlang, bis ich's einmal doch nicht mehr schaffte -
ich drehte mich vor der jetzt verschlossenen Türe um, sah der sich nähernden
Gestalt entgegen - und brach in schallendes Gelächter aus. Und die Mumie
stimmte ein...