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Die verdammten Vorurteile












vor dem urteil, - das sich nur der wissende erlauben kann, der richter spricht urteile, er sollte, wie salomon, ein weiser mensch sein, ein wissendes wesen - kam das VOR - URTEIL.
es ist die abkuerzung eines "prozesses" ( bleibe jetzt mal bei der recht- oder richtigsprechung...), der vielleicht auch in form eines denk- oder bildungsprozesses passieren kann.
das nackte wissen bringt nichts, wenn es nicht kommuniziert wird.
vorurteile kommen von festen positionen und haben auch was von faul und feige.
ignoranz und arroganz hauen auf die nur eigene pauke, um sich selbst die musik zu singen.
->
Vortueile haben mit der Identität zu tun.
Sie werden auch über die definiert. Zum beispiel über Nation, Religion, Gesinnung usw. Das heisst, alles wodurch sich Menschen formell und gedanklich unterscheiden können. Auch Beruf, Freizeitinteressen usw.

Das Individuum versteht seine Identität eben ncht in sich gekehrt, sondern gesellschaftlich, also soziologisch. So erstellen wir im Kontakt zu anderen Menschen dieses Muster und kategeorisieren unablässig, ohne uns aber diesen Vorgang überhaupt bewusst zu sein. Unterschiede und Gemeinsamkeiten.

Dabei werden natürlich Prioritäten gesetzt. Diese können situativ variabel sein.
#reflexion
Das Individuum versteht seine Identität eben ncht in sich gekehrt, sondern gesellschaftlich, also soziologisch...

dazu waere zu sagen, dass individuum etwas prozessuales beinhaltet bzw. prozess ist, wie auch alles andere. sich bewegt, sich veraendert.
und da ist anzusetzen, wenn es um das FESTE geht, um z.b. vorurteile.
diese spiegeln ja immer eine position, die jemand bezogen hat. einen sog. standpunkt, von dem ( meistens: herab) schnell vor - urteilt wird.
@bluenote :
Ja, dem stimme ich zu.
Vorurteile geschehen nicht statisch.

Die zentrale Frage für mich ist, wie Vorurteile auf psychologischer Ebene geschehen können.
Denn sie finden zwar während einer Interaktion statt (Prozess), benötigen dafür jedoch bestimmte Vorraussetzungen, welche diese Mechanismen ja überhaupt erlauben.

Ich denke, auf soziologischer Ebene entspricht die Identifikation einem Raster. Die Elemente dieses Raster's sind die bezugspunkte. Das heisst, man nimmt also stets Bezug auf etwas.
Dies kann die Nation, die Religionszugehörigkeit, die Herkunft, der Wohnort, aber auch das Geschlecht und der soziale Stand sein. Einfach alles, wodurch sich Menschen überhaupt unterscheiden können.
Doch dies alleine erklärt die Mechanismen der Vorurteile noch nicht.

So gilt mein Augenmerk dem Bezug.
Dieser Bezug wird manchmal ja auch "Interaktion mit der Aussenwelt" bezeichnet. So wäre etwa die Nationalität ein solcher Bezug.
->
Eine weitere Vorraussetzung für Vorurteile ist natürlich die menschliche Eigenart zu werten. Wir werten permannent, werten unablässig.
Doch ach dieser Umstand, diese Tatsache erklärt Vorurteile noch lange nicht.

Vorurteile zeichnen sich ja schliesslich dadurch aus, dass über ein Bezugspunkt ausschliesslich negativ gewertet wird. Dies meint imPrinzip, das eigentlich gar nicht mehr gewertet wird, sondern dass die Wertung über den betreffenden Bezug schon lange geststeht. Also festgefahren ist.
Das Vorurteil lässt also kein aktives Werten mehr zu, sondern sammelt nur noch dem Vorurteil bestätigende "Informationen".
Ab diesem Zeitpunkt spiel es dann keine Rolle mehr, wie wahr/unwahr diese "Informationen" sind.

Die Frage über die Motivation Vorurteile zu haben, lässt sich sowohl speziefisch (Individuum) als auch allgemein erklären.
Einer davon kann sein, sich selber rechtfertigen. Entsteht dabei ein (unbewusster) Gewissenskonflikt, sind Vorurteile ein dankbares Mittel.
Dies kann dermassen ausgeprägte Formen annehmen, dass sich diese Vorgänge in's Bewusstsein verlagern.
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