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Kopftuch - Zweiklassen-Gesellschaft?












@Astrella
Mit Äußerlichkeiten kann man mehr angeben!

Meine Vermutung liegt schon darin, dass diese werdenden Frauen die häuslichen Wünsche dahin gehend umformen, dass sie auch selber etwas damit anfangen können. Da wird dann eben das Ganze in der Mode verpackt. Möglicherweise ist der mitgelieferte religiose Touch eine Art Alibi, um des Friedens Willen von zuhause bspw.

Außerdem hat für sie das ganze noch einen wohl positiver Nebeneffekt: Sie fallen auf! Hingucker sind es allemal! Und wenn dann auch noch über 25°C herrschen, wird sogar von Passanten ein gewisses Mitleid entwickelt - verbunden mit dem Kompliment ihrer Kreativität, was die Kleidung angeht. Ist doch was!

Gruß
Grüss euch,

sich für das Kopftuch zu entscheiden, bezeugt einfach mehr takva/ ungefähr übersetzt: Gotteserfurcht! Man kann sich, salopp gesagt, so mehr Plusspunkte aneignen.

Zum Beispiel sind 5 Gebete/ Tag Pflicht- diese sind in Farz- und Sünnetgebetseinheiten unterteilt.
Sprich, in Pflicht- und in "Extra"gebete! Wenn man also zu den Pflichtrekat zusätzlich noch die Sünnetbestandteile betet, hat man den Gottesdienst mit grösserer takva begangen.

Das Kopftuch sollte aus religiöser Überzeugung getragen werden, wobei es natürlich auch legetim ist, wenn es eine Frau aus traditionellen Gründen trägt.
Aber zu sagen, es wäre kein Bestandteil des Gottesdienstes ist meiner Meinung nach falsch!

Und ganz nebenbei........... komischerweise mögen viele Nichtmuslime verschleierte Frauen, bzw. finden diese interessant!

Viele Grüsse
Umay
@Umay
Wieso hat es der Mensch nötig, Pluspunkte zusammeln?
Zitat:
Man kann sich, salopp gesagt, so mehr Plusspunkte aneignen


Wenn dieser Gott ein Gott der Liebe und Barmherzigkeit ist/sein soll, warum sollte er auf solche Trivialitäten bestehen? Theologisch reichlich unsinnig! Auch im christlichen Bereich gab es einmal die Ablasstheorie, unter anderem wucherte sie auch in der Theorie, durch entsprechende Taten sich Pluspunkte sammeln zu können.

Irgendwann wurde dieser Blödsinn dann - zumindest offiziell - abgeshafft, weil es der eigentlichen Liebeserklärung gottes zu den Menschen zutiefst widerspricht!

Wenn bei diesem Kopftuch eine lange Tradition dahintersteckt und als Grund angegeben wird, könnte ich es nachvollziehen, trotz der gesundheitlichen Bedenken, die mit dabei herauskommen. Und letzteres wäre nicht nur gegen natürliche Ansprüche sondern im Grunde genommen gegen jegliches göttl. Schöpferwerk!

Gruß!
@Umay
Sicher sehen das viele als "Gottesdienst" an (im Christentum ist normalerweise aber nur damit die Zeit in der Kirche damit gemeint. Ich vermute mal, im Islam wird das anders gehandhabt)
Aber die Vorschrift im Christentum hat andere Wurzeln als im Islam. Im Christentum wird die Frau aufgefordert, sich Gott gegenüber nicht "unbedeckten Hauptes" zu präsentieren, im Koran gilt das nur gegenüber Männern. Es wird nicht als Demutsgeste von Allah eingefordert, sondern ist einfach ein (in meinen Augen sogar relativ harmloses): Kleide dich man nicht so aufreizend.
"Tuch über Busen" bleibt trotzdem "Tuch über Busen" und nicht "Tuch über Haar" oder "Tuch über Frau"
PS: Es gibt - wie überall in der Welt - die unverbesserlichen "Jäger", die gerne besonders "schwer zu fangende" Trophäen vorweisen wollen.
Grüss dich positiv,

das einzige Unterscheidungskriterium zwischen den Menschen ist die takva /Gotteserfurcht, ebenso sollen wir in den "guten Dingen" wetteifern....

Sprich, wenn man die Gottesdienste über die Grundpflichten hinaus verrichtet, kann man eventuell einige Sünden ausgleichen, insallah, so Gott will natürlich nur!

Ebenso wirkt sich diese positive Haltung auf Mitgeschwister aus, sie eifern nach und verbessern ihr Ahlaq (Moral) und Adab (gutes Verhalten).

Es geht nicht darum, dass Allah teala es nötig hat (estaghfirullah), es geht darum, dass wir Muslime es nötig haben unser verhalten immer wieder neu zu reflektieren und gegebenenfalls zu verbessern und anzupassen.


Ich bin bedeckt und bin elhamdulillah gesund, ich achte auf meine psychische und auf meine physische Unverzehrtheit, also ganz im Sinne "jeglichen göttl. Schöpferwerks`"!

Schönen Abend
Umay
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