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Kopftuch - Zweiklassen-Gesellschaft?












@Karim
Zitat:
Positiv, es gibt durch aus Christen heutzutage, die die Bibel als unverfälschtes Wort Gottes sehen wie in allen anderen

Da hast Du vollkommen Recht!

Das sind aber Randgruppen bzw. zum Teil sogar sektenhafte Gruppen, die sich von der offiziellen Linie der Kirchen ausgegrenzt haben. Da sind sogar Mitgleider dabei, die ansonsten ganz normal in ihrer kirchl. Gemeinde mitarbeiten....

In der Regel sind es übrigens Leute, die die Evolutionstheorie kathegorisch ablehnen und vehement behaupten, das sei eine Lüge!

Gruß
@ positiv

Das sind keine "Randgruppen" Alwin sondern der Glaube an die Bibel als göttliche Überlieferung ist elementarer Bestandteil des Christentums. Die Katholische Kirche müsste komplett einpacken, wenn sie die göttliche Authentizität der Evangelien ablehnen würden. Somit hätte nämlich Petrus nicht diese institutionelle Voll- bzw. Allmacht bekommen. Das Christentum als "Buchreligion" abzuerkennen schlägt somit fehl.

Was das Schisma zwischen West- und Ostrom im 11.Jahrhundert betrifft stimmt es ganz und gar nicht, dass die Spaltung von der Anerkennung gewisser Überlieferungen ausging, sondern war vielmehr politischer Natur. Ausserdem auch wenn dem so wäre hatte man trotzdem, je nachdem welche Überlieferungen man anerkennen wollte, die Meinung, dass diese dann göttlichen Ursprung haben.

Textkritik als solches, wie wir es heute kennen, gibt es frühestens seit der Aufklärung.
@Rahyim
Leider ist das aber ein anderer Themenbereich. Und zu Deiner Darstellung der "göttl." Überlieferung wäre einiges zu sagen, was zu Deiner Darstellung auch nicht passt, aber ich will hier nicht selber auch wieder vom eigentlichen Thema abschweifen!

Daher schweige ich dazu an dieser Stelle!

Gruß
Zitat:
Das sind keine "Randgruppen" Alwin sondern der Glaube an die Bibel als göttliche Überlieferung ist elementarer Bestandteil des Christentums. Die Katholische Kirche müsste komplett einpacken, wenn sie die göttliche Authentizität der Evangelien ablehnen würden. Somit hätte nämlich Petrus nicht diese institutionelle Voll- bzw. Allmacht bekommen. Das Christentum als "Buchreligion" abzuerkennen schlägt somit fehl.


Göttlich inspirierte historisch richtige Aufzeichnung, aber nicht direktes Wort Gottes, eben genau in der katholischen Kirche. Die extreme Fixierung auf die Bibel, auf das Evangelium kommt eben aus der evangelischen Ecke.

Da besteht ein gewaltiger Unterschied zur muslimisch-orthodoxen Sicht auf den Koran. Es ist nämlich sowohl Textkritik und Inhaltskritik möglich, wenn natürlich auch nicht sonderlich erwünscht.

Dieser Unterschied geht so weit das katholische Reformtheologen wie Klaus Berger soweit gehen das, dass Christentum gar keine Buchreligion sei, da es ja primär um Jesus Christus geht, der Islam sei aber eine Buchreligion, da dort die Schrift, der Koran, verehrt wird. Sicher eine kleine Polemik, aber durchaus nicht ganz ohne wahren Hintergrund.
Zitat:
Textkritik als solches, wie wir es heute kennen, gibt es frühestens seit der Aufklärung.


Mit wissenschaftlicher Methode sicher, aber einige Texte hat man auch schon vorher aussortiert. Aber für die katholische Kirche legte erst 1546 das Konzil von Trient den Kanon offiziell und autoritativ fest. Das heißt bis dahin, weit nach dem Schisma, wurde kanonisiert. Die Bibelversionen in den Ostkirchen sind meist größer als in den Westkirchen.
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