Was bedeutet "missionieren"?


Hallo zusammen,

was bedeutet eigentlich der Begriff "missionieren" und warum ist er so negativ besetzt? Ich meine, christliche Missionare sind doch jahrhundertelang durch die Welt gezogen und haben ihren Glauben verkündet. So schlecht kann´s nicht gewesen sein, weil die meisten sonst wohl ihren Dienst nicht überlebt hätten.

Steht hinter der Furcht "missioniert" zu werden, vielleicht das Vorurteil, Religion sei grundsätzlich mit der Belehrung und Bekehrung durch einen Wissenden verbunden, führe also stets in die Abhängigkeit von anderen Menschen? Es wundert mich, dass die ansonsten so weltoffenen und gesprächsfreudigen Zeitgenossen beim Thema Religion oft recht einsilbig werden und lieber schnell zu einem anderen Thema wechseln.


Wie seht & erlebt Ihr das?

Grüße & Ciao,

Herzlich
missionieren bedeutet für mich jemand anderem
die eigene wahrheit aufzudrängen.

jede seele ist seine eigene wahrheit. da gibt es für den anderen nichts klar zu stellen!

wenn das eigene leben nicht mehr so funktioniert, wie man sich das selbst vorstellt, dann sollte man die eigenen überzeugungen abklopfen, ob sie denn tatsächlich die eigene überzeugungen sind, an die man sich sein ganzes leben lang hält... und daran zugrunde geht, unglücklich, sterbend... im regen!

warum soll ich mir den ganzen m.i.s.t - zensur überbrückt! :-p - der medien als wahr-heit akzeptieren?

schau' dir eine woche lang keine zeitung, kein fernsehen an.... (also lass dich eine woche mal auf den deal ein dich nicht permanent missionieren zu lassen) und fühle, wie du dich nach dieser woche fühlst. dann schaue wieder eine woche lang diesen m.i.s.t an und fühle, wie du dich dann fühlst. dann entscheide dich, ob du weiterhin "missioniert" werden willst oder nicht!


und was du nicht willst, dass man dir tut,
das füge auch keinem andern zu!

und umgekehrt gilt der goldene satz auch:
was du willst, das man dir tut
das füge den andern zu.



geben ist heiliger denn nehmen
kann auch falsch angewandt werden!

gebe das, was gefragt und gewünscht ist,
dann gibst du richtig, spricht bist im ein-klang mit deiner umgebung.



in liebe
ethan
Hallo Herzlich,
Zitat:
was bedeutet eigentlich der Begriff "missionieren" und warum ist er so negativ besetzt? Ich meine, christliche Missionare sind doch jahrhundertelang durch die Welt gezogen und haben ihren Glauben verkündet. So schlecht kann´s nicht gewesen sein, weil die meisten sonst wohl ihren Dienst nicht überlebt hätten.

Deine Frage und auch meine Antwort darauf sind scheint's vor ein paar Tagen verlorengegangen...
Ich versuch's nochmals...

'missio' bedeutet, jemand [mit einer bestimmten Aufgabe] irgendwohin zu schicken (auch einen Geheimagenten z.B. ). So wie Du's beschreibst, ist es wohl auch gewesen, solange die [christliche] Mission noch nicht staatliche 'Unterstützung' hatte. Dass er heute negativ besetzt ist, liegt zum großen Teil daran, dass viele Menschen inzwischen gelernt haben, diese Mission nicht nur vom Standpunkt der Missionare zu sehen, sondern auch von dem der 'Missionierten'. Und das Missioniert werden war häufig eine menschliche oder existentielle Katastrophe - von der 'Sachsenmission' Kaiser Karls d. Gr. - die darin bestand, die Sachsen vor die Wahl zu stellen, sich entweder taufen oder umbringen zu lassen - über die Islamisierung Indiens bis zur 'Indianermission', wo es nicht selten vorkam, dass ein Missionar mit einer Kompanie Soldaten in ein Dorf einmarschierte, dort eine Predigt [auf Spanisch] hielt und die 'Wilden' dann aufforderte, sich taufen zu lassen. Wer dieser Aufforderung nicht nachkam [weil er z.B. kein Spanisch verstand], wurde getötet oder zum Sklaven gemacht. Die 'Jesuitenrepublik' in Paraguay war nach heutigen Begriffen extrem kolonialistisch, damals musste sie aber vernichtet werden, weil die 'Heiden' zu viele Rechte hatten... Mission war fast immer verbunden mit wirtschaftlicher und menschlicher Abhängigkeit. Wo es nicht so war, wurde oft vom Vatikan der Missionsauftrag den einen entzogen und an 'aggressivere' Orden vergeben (wie von den Jesuiten an die Franziskaner in China). Da ist vielleicht der Nachruf Kaiser Shen-tung's [um 1700] auf den Jesuitenmissionar Matteo Ricci interessant (dessen Schriften heute noch in China verwendet werden):
Zitat:
„Er ist zu uns gekommen, uns Barmherzigkeit und Liebe zu lehren, und wir haben ihn als Gast aufgenommen. Er ist wahrhaftig einer von uns geworden, und in ihm haben wir dem Westen die Hand gereicht.“


Zitat:
Es wundert mich, dass die ansonsten so weltoffenen und gesprächsfreudigen Zeitgenossen beim Thema Religion oft recht einsilbig werden und lieber schnell zu einem anderen Thema wechseln.

Diese Erfahrung mache ich eigentlich selten, ich versuche auch nicht zu 'missionieren' in dem Sinn, Andere zu irgend etwas 'bekehren' zu wollen. Mission ist eben mehr als Gespräch - darin liegt naturgemäß zielgerichtete 'Überzeugungsarbeit', und damit der Anspruch des Besserwissens...
Steht hinter der Furcht "missioniert" zu werden, vielleicht das Vorurteil, Religion sei grundsätzlich mit der Belehrung und Bekehrung durch einen Wissenden verbunden, führe also stets in die Abhängigkeit von anderen Menschen?

Hallo Herzlich

Ja und Nein . Beides ist der Fall! Wenn mir ein "Wissender" seine Wahrheit
also das was er als Wahrheit fuer sich erfahren hat mit mir vorurteilfrei
teilt, habe ich kein Problem damit mich damit zu befassen . Solange dabei meine eigene erfahrene Wahrheitssicht nicht ins Abseits gedraengt wird, und er bereit ist auch von mir zu lernen.Da fuer mich Wahrheit etwas Lebendiges ist, kann mir jeder Mensch
ob gross oder klein ob gebildet oder ungebildet ob fuehrende Religion oder Naturreligion mir etwas von" der Wahrheit" beibringen, und mein eigenes damit vervollstaendigen.Also in diesem Sinne habe ich keine Angst vor Missionierung.Abhaengig von Religion und Wissenden wird man , wenn man seine eigene "erfahrene Wahrheit" vergisst , und man nicht mehr auf die leise Stimme im Inneren hoert , die der Beste Fuehrer
in Wahrheitsfragen ist.Es gibt zwei Arten von Missionaren:
Einer davon , ist ein kleiner Junge in 'ich glaube es war Brasilien' der mit seinen Freunden seit er 9 Jahre alt ist, (heute ist er um die 25) sich um die alten verlassenen Menschen in seinem Viertel kuemmert und ihnen die Wahrheit der christlichen Religion taetlich vor Augen fuehrt, ohne sie bekehren zu wollen.Er hat an seinem Traum ein Hospitz fuer diese "seine lieben Alten" wie er sie nennt, festgehalten und mit Hilfe von Spenden
realisiert. Er ist fuer mich ein Wahrer Missionar. So auch jeder Mensch der seine Religion liebend taetig zu verwirklichen sucht.Egal ob nun innerhalb seiner eigenen Familie und seinem Freundeskreis oder in groesserem Rahmen , so wie Mutter Teresa.Die Missionare aber die jetzt nur das geschriebene Wort verkuenden(dessen Bedeutung sie selbst meist nicht mit ihrem Inneren erfasst, also innerlich erfahren haben) mit Androhung von Strafe und Hoelle und Verderben und auf diese Weise versuchen andere Menschen zu unterdruecken in ihrem ureigenen Ausdruck, das sind fuer mich "Falsche Missionare".
Ich bin christlich erzogen, aber ich habe Gott nicht durch die Bibel gefunden , sondern in mir Selbst. Gott ist Leben und das Leben ist in mir!



Lieben Gruss
Ellen
_________________
Gott ist mein Licht
...da hab' ich eine schöne Illustration dafür:

Ein Missionar wurde auf eine Südseeinsel geschickt, und da es ihm schwer fiel,
die komplizierte Sprache der Eingeborenen zu lernen, half er ihnen in anderen
Belangen, so gut er konnte. Nach einigen Jahren entdeckte sein Orden, dass
er die Sprache immer noch nicht beherrschte, holte ihn zurück und schickte
einen jüngeren und intelligenteren Pater auf die Insel. Der lernte die Sprache
in kurzer Zeit und begann Jesus zu verkündigen. Die Insulaner hörten das
einige Zeit an, dann kamen die Stammesältesten zu ihm und sagten:
"Weißer Mann, Du erzählst sehr schöne Dinge von diesem Menschen, aber
wir kennen ihn schon - er ist weiß wie Du und hat einige Jahre hier unter uns
gelebt - aber als Du kamst, war er plötzlich verschwunden..."
klasse geschichte!
Sehr schoene Geschichte, so schnell lernt man
Christus kennen.
Aber es gibt immer noch das Missionieren mit Bibelversen. Nichts dagegen Gleichnisse aus der Bibel zu hoeren, aber wenn man fast auschliesslich damit antwortet und dann auch noch hingeht und die Antwort die du dann geschrieben hast einfach weglaesst oder eine Zitierung wieder als deine Antwort gepostet wird , das ist dann schon wirklich
nicht mehr in Ordnung. Ist mir vor kurzem noch auf einem anderen Forum passiert. Und nicht mir allein fast jeder zweite gast der dort etwas schreibt, das nicht sofort mit der Bibel beantwortet werden kann wird entweder nur halb oder gar nicht gezeigt.Also wirklicher Dialog ist da nicht moeglich:(
Das, liebe Ellen, ist das Problem mit den "Wissenden". Und diese "Wissenden" finden wir in allen Religionen und Anschauungen, nicht nur alleine im Christentum - da gibt`s immer Einen, der glaubt die Wahrheit mit Löffeln gefressen zu haben, und der ist nicht eher glücklich, als das er diese Wahrheit auch den Anderen eingetrichtert hat...
wenn gott sagt, "es werde licht!",
so wird es licht werden!

wenn gott sagt, "es gibt immer einen der...",
was soll ich sagen...

eine einfache übung:
"stelle dir vor, du wirst in den nächsten tagen auf einige grundlegende wahrheiten stoßen."

oder

"stelle dir vor, dass du in nächster zeit etwas fühlen wirst, was du bisher niemals gefühlt hast!"

oder was auch immer...


warum funktioniert die autogene entspannung?
du stellst dir vor, dass deine arme warm und schwer werden, warum und schwer werden.... und du spürst tatsächlich nach einigen minuten eine schwere und wärme in den händen!!! wie kommt das zustande?

und was hält die verspannung in den armen z.b. aufrecht, dass man z.b. schmerzen spürt?


wer ist also die ursache aller freude und allen leides?




finde DEINE eigenen antworten. werfe alle theorie, alles gelesene, alle antworten anderer leute über bord... und mache deine eigenen exkursionen, experimente, erfahrungen, finde deine eigenen antworten, formuliere sie mit deinen eigenen worten.... finde dich selbst, sage ich an wen auch immer, der sich von diesen worten inspirieren lässt!


alles liebe
ethan
Thomas hat folgendes geschrieben:
Das, liebe Ellen, ist das Problem mit den "Wissenden". Und diese "Wissenden" finden wir in allen Religionen und Anschauungen, nicht nur alleine im Christentum - da gibt`s immer Einen, der glaubt die Wahrheit mit Löffeln gefressen zu haben, und der ist nicht eher glücklich, als das er diese Wahrheit auch den Anderen eingetrichtert hat...



holofeeling buch 4:

Wisse das Richtige für Dich zu wollen und Du wirst frei sein!
Verstehe, daß immer das was Du glaubst, auch „Deine Welt“ ist!
Erkenne, daß dabei aber auch alles was Du NUN neu zu glauben vermagst, auch zu „neuer Welt“ werden wird!

Versuche ab JETZT also nur noch das zu wollen, was ich euch „normalen Menschen“ in allen meinen heiligen Schriften, zu allen Zeiten, in allen Religionen, zu vermitteln versuchte.

Versuche ab JETZT „ALLES und JEDEN“ zu LIEBEN!

„Liebe Deine Feinde“, habe ich als Jesus Christus gesagt; und was tun all die ach so „normalen Menschen“, die sich in Deiner Welt Christen nennen? Sie postulieren in einem fort Feindbilder, die sie zu bekämpfen, oder zumindest nach Grundannahme ihrer Norm, „richtig zu stellen“ versuchen! Dumme Moralapostel sind sie alle – reine Antichristen - die mit meinen heiligen Worten in ihrem Dasein nicht das Geringste anzufangen vermögen. Meine wirkliche achtdimensionale „Wirklichkeit“ ist göttlich perfekt und war dies auch schon immer. Es gibt also in Deiner Welt nichts „richtig zu stellen“ - außer Dein eigenes noch sehr begrenztes Bewußtsein! Du mußt, um diese Aussage als apodiktische Wahrheit zu erkennen, meine heiligen Worte nur selbst gewissenhaft „leben“. Bisher hast Du sie nur geistlos nachgeplappert, eventuell auch angebetet, aber noch nie hast Du sie mit jeder Faser Deines Seins auch selbst zu „leben“ versucht. Dies wiederum ist aber die einzige Möglichkeit für Dich, meine harmonische Wirklichkeit in Deinem „eigenen Bewußtsein“ als selbst wahrnehmbare „Tat-sache“ zu „ver-wirklichen“!
Öffne Deinen Geist für diese meine Worte - lebe sie - und ich werde auch allen Deinen Mitmenschen über diese Wahrheit die Augen öffnen. Eine andere Welt wird dann in Dein Blickfeld treten, eine harmonische Welt, die sich nur auf meinem göttlichen Willen gründet.