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Hallo an alle Forum-Benutzer,
ich schreibe hier um evtl. auf Gleich"geschädigte" zu treffen.
Vor fast zwei Jahren ist mein lieber Vater verstorben. Ohne jegliche Vorzeichen, er ist einfach umgefallen und war tot. Die Ärzte meinten Herzinfarkt oder Lungenembolie. Ich bin erst 23 und hätte ihn noch so viel gebraucht! Auch jetzt nach zwei Jahren weine ich immer noch fast täglich, vermisse ihn so sehr, bin ganz lustlos, und ziehe mich zurück, vermeide Kontakt zu freudigen Menschen etc.
Ich weiß nicht weiter! Ich träume auch oft von ihm, und meistens geht es in dem Traum darum dass es ihm nicht gut geht und ich Angst habe er würde sterben. Es ist so schrecklich! Dann wache ich auf und merke er ist schon tot!
Ich habe auch schon versucht Kontakt mit ihm über ein Medium aufzunehmen, allerdings weiß ich nicht was ich davon halten sollte, es war sehr allgemein.
Hat jemand die gleiche Situation durchzustehen?
Ich bin so ratlos
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Also erstmal mein Beileid!
Wenn ich mir vorstelle, meine Mutter würde so früh sterben, dann geht es mirn auch nicht gerade gut.
Was ist denn mit deiner Mutter? Geht es ihr ähnlich wie dir? Oder hat sie es inzwischen verkraftet?
Dass du deine Trauer raus lässt und weinst, das ist sehr gut, denn nur so wird man mit der Trauer fertig.
Behalte deinen Vater stets in deiner Erinnerung, und versuche nicht, ihn zu verdrängen!
| Zitat: |
| bin ganz lustlos, und ziehe mich zurück, vermeide Kontakt zu freudigen Menschen etc. |
Das ist natürlich nicht gut.
Hast du keine Freunde, die dich aufmuntern können, mit denen du mal über alles reden kannst?
Oder eine liebe Tante/Onkel/Cousin etc?
Und zu der Sache mit dem Medium: Ich denke, das ist Quatsch. Sorry, wenn ich das so sage, aber in meinen Augen ist das nur Abzockerei.
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Stell dir doch mal vor, was dein Vater sagen würde, wenn du jetzt die Möglichkeit hättest, mit ihm zu reden.
Ich kann es mir sehr gut vorstellen!
Er würde sagen, er ist sehr stolz, dass er dir so viel bedeutet.
Und es würde ihm 100 prozentig das Herz zerreißen, dich weinen und trauern zu sehen, zu sehen, wie du dich gehen lässt, zurückziehst und lustlos bist.
Mein Tipp für dich ist: Sprich mit anderen über deine Trauer. Freunde, Familie, und unternimm wieder etwas, habe wieder Spaß am Leben.
Das soll nicht heißen, dass du deinen Vater vergisst, aber versuche doch, wieder ein "normales" Leben zu führen.
Wenn dir das nicht gelingt, würde ich an deiner Stelle einen Psychologen aufsuchen. Ich weiß, das hört sich jetzt nicht gerade berauschend an, und du bist natürlich auch nicht verrückt oder so, aber der kann dir bestimmt weiterhelfen.
Ich wünsche dir viel Erfolg !
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hallo red_rose,
vielen ank für deine Antwort!
die sache ist folgende: ich habe schon freunde, aber ich hatte nicht wirklich das gefühl, dass ich mit ihnen reden kann. die meisten gehen dem thema tod aus dem weg! ich bin studentin, da geht es vielen nur um spaß haben, partys etc. ich dachte es geht mir vielleicht bessser wenn ich ein bißchen abstand von zuhause habe, von meinem vater seinem ort und den menschen drum herum die ihn kannten. deswegen bin ich schon seit knapp 8 monaten im ausland. hier rede ich auch mit niemandem darüber, weil es vielen nur um party und ausgehen etc. geht. manchmal, wenn sie alle party machen gehen, bleibe ich in meinem zimmer und weine und denke an ihn
meiner mutter geht es auch nicht gut. sie ist depressiv und zieht sich auch zurück, dazu kommt noch, dass ich sie ja in gewissem maße alleine lasse, aber ich konnte nicht anders.
das mit dem medium, ja... ich wollte es einfach mal austesten (zumal es nicht teuer war) um einfach ein bißchen hoffnung zu bekommen. es wäre so schön wenn ich sicher sein kann dass er mich sieht und stolz auf mich ist und sieht dass ich um ihn trauere. mir geht es besonders schlecht wenn ich mir vorstelle dass er mich nicht mehr sehen kann.
vielen dank für deine lieben worte!
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Ich denke mal, dein Vater weiß das ganz bestimmt, dass ihr um ihn trauert.
Dass ihr ihn so vermisst, heißt ja, dass er ein sehr guter Mensch war, den ihr sehr geliebt habt. Ich bin sicher, dass dein Vater das wusste, denn ihr scheint eine enge Beziehung gehabt zu haben.
Darüber kannst du sehr froh sein! Ich z. B. habe einen Vater, der sich kaum um mich kümmert, ich wäre froh, einen Vater wie du gehabt zu haben.
Das mit deinen Freunden tut mir Leid. Die meisten meiner "Freunde" sind auch nur auf Spaß aus, ich habe nur eine richtige Freundin, mit der ich wirklich über meine Probleme sprechen kann.
Aber die anderen, die "oberflächlichen", denen es nur um Spaß geht, kann man eigentlich vergessen. Solche Freunde kommen und gehen.
Dass deine Mutter jetzt auch depressiv ist (also, so wie du es beschreibst, würde ich dich auch als depressiv bezeichnen), tut mir sehr leid, denn das zeigt, dass ihr beide nicht damit fertig werdet.
Das mit dem Medium ist zwar meiner Meinung nach Abzocke, aber du kannst es ja trotzdem versuchen, wenn es dir hilft, damit fertig zu werden.
Ich würde dir und deiner Mutter mal eine Familienberatung vorschlagen.
Dass du jetzt im Ausland bist, macht die Sache natürlich nicht leichter
Wie lange bleibst du denn da noch?
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