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@positiv
Meister Eckehard sagte: Das "Nicht" ist die Sünde.
Wenn wir ein Ding beim Namen nennen, sagen wir z.B. ein Haus, dann hat dieses Ding zwei Aspekte.
1) Was es ist, den Aspekt also, der in positiver Weise das Haus beschreibt als überdachte Zuflucht für Menschen das aus Stein oder Holz gebaut wurde.
2) gibt es den negativen Aspekt, den Unterscheidungsaspekt, was es eben nicht ist, kein Zelt, keine Höhle, kein Pferch.
In den Dingen des Alltags, der Dualität müssen wir immer mit beiden Aspekten leben, denken und handeln, sonst gibt es ein großes Durcheinander. Ich will eben das Ding ganz klar sehen, und dazu muss es sich von der Umgebung abheben und unterscheiden.
Doch in spirituellen Dingen stimmt das nicht mehr so ganz, denn es geht ja um Allah, um Gott, den Einen, den Allumfassenden, für den es keinen Anderen und kein Anders gibt. Gleichwohl gehen wir an diese Dinge genauso heran wie im Alltag und wollen auch immer den negativen Aspekt sehen, um klarer zu erkennen. Doch weil Allah so groß ist, bekommen wir das Problem, den Wald nicht mehr vor lauter Bäumen zu sehen.
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Und mehr noch. Je näher ich dem Göttlichen komme, umso mehr gibt es nur noch den ersten Aspekt, das Ja. Betone ich hier den negativen Aspekt, das Nein, oder wie Meister Eckehard sagte das Nicht, dann entferne ich mich von Gott und falle in die Dualität.
Wenn ich also sage, ich bin von ganzem Herzen Christ, oder ich bin Muslim, dann sollte diese Aussage den ersten Aspekt betreffen, also ich bin ein Mensch, der auf dem christlichen Weg zu Gott ist. Es sollte niemals heißen, ich lehne alle Andersgläubigen ab, oder alle anderen Wege führen in die Irre.
In diesem Sinne gilt es, so glaube ich, auch die heiligen Schriften zu lesen. Wenn ich nur das Ja in diesen Schriften lese, dann höre ich Gottes Worte, lese ich das Nein darin, dann verfalle ich in die dualistische alltägliche Betrachtungsweise und verliere das Heilige aus den Augen.
Lieber Gruß Vaijanath
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@Vaijanath
Das mit den Affen kannte ich...
Ich frage mich immer und immer wieder.
Warum suchen die Menschen in der Ferne, wenn es doch so nah ist.
Meister Eckhard. Welch ein Mächtiger Mystiker. Ein Christ der einem Moslem von der Seele spricht. Ein Inder "Seelenfreund" mit nem Türken in Europa.
Ich glaub Du verstehst mich, wenn ich sage.
Warum in die Ferne schweifen, wenn die Erkenntnis ist so nah!
Weshalb sollen Christen Sufi oder Buddhi *** Kicher **" studieren, wenn Meister Eckhard doch so nah?
Wie sagte doch jener. Der Prophet gilt nicht im eigenen Land...
Und Mein Freund:
Ich bewundere es, wie Du Dich schon einfach, prägnant und verständlich ausdrücken kannst. Weiter so!
Ich lerne viel von Dir....
Gruss
Nasruddin
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@ lieber Nasruddin, mein Freund der Seele,
Es ist wohl die Aufgabe unserer Zeit, in der die Globalisierung ein wichtiges Wort geworden ist, dass wir uns mit anderen Religionen auseinandersetzen. Doch ja, es macht keinen Sinn zu konvertieren, von einer Religion zur anderen zu springen, bieten sie alle doch die selbe Wahrheit.
Nun was mich betrifft, komme ich aus einer Deutschen Familie, und bin christlich getauft. Bereits mit 15 setzte ich mich allerdings aus eigenem Antrieb mit dem Christentum, dem Buddhismus und Yoga auseinander und hatte verschiedene spirituelle Erfahrungen. Auf meinem weiteren Weg beschäftigte ich mich intensiv mit dem Hinduismus und der Esoterik und bekam auch meinen sprituellen Namen Vaijanath. Der Sufismus berührte mich ebenfalls sehr tief und in Gesprächen mit Muslimen und Sufis lernte ich, dass mein Weltbild besonders dem Sufismus sehr nahe kommt.
Wir lernen voneinander und das ist erhebend und bereichernd. Dieses Lernen ist deshalb eine Bereicherung, weil man lernt das selbe Eine wiederum aus einen anderen Blickwinkel zu betrachten und es bleibt doch das Eine. Es hilft mir in meiner Überzeugung, dass Gott nicht fern ist und nur in der Theorie oder nach dem Tode mir nahe ist. Es läßt mich Gott hier vor meinen Augen und in mir erleben. Er ist Hier und Jetzt.
Lieber Gruß Vaijanath
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Es gibt doch das Sprichwort, das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.
Für uns Menschen trifft das auch zu, sofern wir einander achten und wertschätzen. Wenn wir dem Anderen nicht trauen, wenn wir Schlechtes in ihm sehen, dann trifft sich die Gemeinschaft nur auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner und gemeinsame Entscheidungen sind oft dümmer, als Entscheidungen zu denen jeder einzelne fähig wäre. Das ist zum Beispiel die heutige Situation in der Politik. Die Politiker untereinander misstrauen sich und dem anderen.
Sind wir Menschen aber dazu in der Lage, den anderen zu achten, dann wird die Gemeinschaft zu einer gegenseitigen Bereicherung und es wird etwas Großartiges entstehen, das Ganze wird zu mehr als der Summe seiner Teile.
Wenn wir, aus verschiedenen Glaubensrichtungen in diesem Geist zusammenkommen, dann werden wir einen gemeinsamen Geist spüren.
Sagte nicht Christus, wenn ihr in meinem Namen zusammenkommt, dann werde ich unter euch sein. Wenn wir hier im Forum mit guter Absicht zusammenkommen um über unseren Einen Herrn zu sprechen, dann bereichern wir uns gegenseitig, dann, so glaube ich, werden wir Gottes Stimme in unserem Herzen hören.
Om, Amen,
Lieber Gruß Vaijanath
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