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Die Welt wäre ohne Religion genauso gut bzw. schlecht












Wenn ihr keine Lust habt alles zu lesen gebt auch bitte keine Kommentare ab.

Zurzeit wird oft die Frage diskutiert, ob die Welt ohne Religion friedlicher wäre als mit. Die Atheisten argumentieren, ohne Religion gäbe es keine Selbstmordattentäter, keine Religionskriege, etc., die Theisten behaupten, dass ohne Religion keine verlässliche Ethik und Moral möglich sei. Ich bin der Meinung, dass die Welt ohne Religion kein Stück anders wäre. Wichtig dabei finde ich die Frage, ob sich Konflikte, die aufgrund der verschiedenen Religionen entstehen, von anderen Konflikten unterscheiden.

Wenn ich mich frage was allgemein Konflikte verursacht, fallen mir persönlich im Wesentlichen zwei Grundtypen ein:
(1. Konflikte, die durch das Streben (einer Person oder eines Staates) nach bestimmten Vorteilen auf Kosten anderer, verursacht werden.)
2. Konflikte, deren Ursachen auf Unterschieden wie z.B. Weltanschauung, ethnischer Zugehörigkeit, Staatszugehörigkeit, sexueller Ausrichtung oder Religion beruhen. Allgemein formuliert entstehen Konflikte aufgrund solcher Unterschiede dann, wenn die Identifikation mit einem bestimmten Prädikat (z.B. Religion) so stark ist, dass man allen, denen dieses Prädikat fehlt oder die es ablehnen, feindlich gesinnt ist.
Wie man sich als Angehöriger einer bestimmten Glaubensgemeinschaft, eines bestimmten Fußballclubs, eines bestimmten Lifestyles anderen gegenüber verhält, die sich in dieser Beziehung von einem unterscheiden, hängt in starkem Maße davon ab, wie sehr man sich mit dieser Sache identifiziert. Sich mit irgend etwas zu identifizieren liegt in der Natur des Menschen und ich glaube, dass ein wesentlicher Bestandteil der Religion -das Identitätsstiftende- ist. Religionskriege, Selbstmordattentate und die Verfolgung Andersgläubiger, hatten und haben ihre Ursachen nicht in unterschiedlichen Glaubensansätzen oder Dogmen der verschiedenen Religionen (die wenigsten kennen die genauen Unterschiede zwischen den versch. Religionen), sondern in einer unnatürlich starken Identifikation mit der eigenen Religion. (These)
Die Identifikation mit Religion ist aber nur EINE unter vielen Möglichkeiten, sich mit etwas zu identifizieren. Man kann Anhänger einer politischen Ideologie sein und sich so stark mit dieser identifizieren, dass man versucht anderen diese Ideologie aufzuzwingen (Stichwort RAF). Was die Religion von politischen Ideologien unterscheidet ist nicht eine unterschiedliche Qualität der „Eignung“ zur Identifikation, sondern die Tatsache, dass Religion darüber hinaus Antworten zum Ursprung des Lebens, der Welt, etc. geben soll. Für die Identifikation spielt das aber überhaupt keine Rolle.
Was ich damit sagen will: Religion ist eine Möglichkeit unter tausenden, wie sich das Verlangen nach Identifikation äußern kann. Religionskriege, Selbstmordattentate, usw. beruhen auf einer unheilvoll starken Identifikation mit der eigenen Religion. Gäbe es keine Religion mehr, würde sich das Bedürfnis nach Identifikation in anderen Bereichen manifestieren. Ein gutes Beispiel wie ich finde, ist die Massenbegeisterung, die Hitler mit seiner antisemitischen, menschenverachtenden Rassenideologie ausgelöst hat. In meinen Augen hat Hitler den deutschen auf „geniale“ Weise eine Ideologie geboten, mit der sie sich voll und ganz identifizieren konnten-denn die Deutschen waren ja als die Herrenmenschen vorgesehen. Ich finde, dass die fanatische Begeisterung für die NS-Ideologie Ähnlichkeiten mit religiösem Fanatismus aufweist.
Ich hab mir alles durchgelesen und muss sagen das ich deine Idee bzw. Vorstellung nachvollziehen kann!

Jedoch muss ich zum Fanatismus etwas sagen!

Es ist teilweise so das die Fanatiker sich dinge zu ihrer Religion dazureimen, fremde Inhalte und Interessen mit einbeziehen die nichts mit der Religion zu tun hat!

Im Koran steht:
Wenn der feind dich angreift, dann greif ihn auf die gleiche Art und weise an, aber begehe niemals als erster Gewalt! (nicht wortwörtlich zitiert)

Das heisst so viel wie: Bleib friedlich, aber schlag zurück wenn du Angegriffen wirst.

Nun dichten sich die Terroristen daraus ihre eigene Version und erwähnen das "nicht als erster angreifen, sondern friedlich sein" NICHT. Sie verändern die Religion um die Religion mit sich zu identifizieren!
Die Religion wurde von diesen Fanatikern total entfremdet und vom eigentlich Sinn abgelenkt.
Nicht jeder Identifiziert sich mit der Religion, viele nutzen einen Schleier um sich scheinheilig damit zu identifizieren.

ABER im Grunde genommen hast du mit den anderen Aussagen recht!
Das ist auf jeden Fall eine schlaue Frage!

Aber wenn man es genau betrachtet... Ich glaube, dass es ohne Religion weniger Probleme geben würde!
Es gäbe, wie gesagt, keine Kreuzzüge, keinen Dschihat, keine Vorurteile, keinen Zwang, usw.!
Wobei man natürlich immer sagen muss, dass es nicht die Schuld der Religionen an sich ist, sondern die Schuld der Menschen, ihre Religion falsch zu verstehen oder zu missbrauchen.

Andererseits glaube ich nicht, dass wir ohne Religion keine Moral hätten.
Ich meine, Deutschland ist ein vorwiegend sakulärer Staat, und ich denke, wir haben mehr Moral und Offenheit als viele andere Länder, die eine Staatsreligion haben!
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