Hilfe bei Angst vor dem Tod?


Danke Ethan, das werde ich heute abend mal versuchen. Selbst beim gedanken daran fühle ich mich schon ein stückchen leichter!
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Mit der Angst vor dem Tod, verliert man die Freude am Leben.
www.juliafreimuth.com
Juliadf hat folgendes geschrieben:
@ Herzlich: Ärgere dich nicht, du hättest nen klassen Therapeuten(tin?) abgegeben! Finde toll das du verstehen kannst das ich mich allein und traurig fühle. Mein Therapeut hat das nicht verstanden, suche jetzt händeringend nach nem neuen, denn der wollte nur sein Geld an mir machen.

Wollte das ich in eine Selbsterfahrungsgruppe gehe um fest zu stellen, wie schlecht ich mit menschen agieren würde. Verstehe nicht an nähernd wie das mit meinem Problem im zusammenhang stehen soll?
Auf jedenfall hätte das pro sitzung 28 Euro gekostet nur damit ich gegen ein Problem etwas tue, das mich gar nicht belastet. Ich habe zwar net viele Freunde (5) aber das ist finde ich genug, damit mich das nicht weiter stört.

Liebe Grüße und danke ihr alle seid echt super lieb zu mir!


Liebe Julia,

vielen Dank für Deine Antworten. Ich freue mich für Dich, dass Du trotz Deines Problems die Kraft findest, die Suche nach einer Lösung fortzusetzen. Du kannst aus meiner Sicht ganz sicher sein, dass sich jede Minute lohnt, auch wenn es Dir nicht gut geht. Freilich zeigt sich die positive Wirkung vielleicht auch erst Jahre später, dann aber umso intensiver. Nur Mut

Dass es inzwischen schon so schwer ist, einen Therapeuten zu finden, überascht selbst mich ein bißchen. Die seelischen Probleme der Menschen in unserem Land scheinen in hohem Tempo zuzunehmen. Vielleicht eröffnen sich Dir noch neue Möglichkeiten, wenn Du nach Selbsthilfegruppen schaust? Zur Behandlung von Ängsten müßte es da doch inzwischen etwas geben, so verbreitet wie die Ängste heute sind.

Was den Therapeuten, von dem Du oben schreibst, angeht: grundsätzlich muß die Chemie zwischen Therapeut und Patient stimmen. Allerdings weiß ich auch, dass man in einer schwierigen seelischen Situation dazu neigt, unpassend erscheinende Ratschläge schneller abzulehnen und dann auch ebenso schnell eine Antipathie gegen einen Therapeuten aufzubauen, mit dem man normalerweise vielleicht gut klar kommen würde. Dennoch, wenn er Dir wirklich unsymphatisch und "geschäftemacherisch" wirkte, ist es besser, dort nicht mehr hinzugehen.

Zu seinen Ratschlägen: ich habe in meinem Leben des öfteren die Erfahrung gemacht, dass auch Ratschläge, die mir zunächst völlig abwegig erschienen, und obendrein von Leuten stammten, mit denen ich wirklich gar nichts anfangen konnte, sich dann doch als sehr wichtige Wegweiser entpuppten. Beispielsweise sagte mir ein früherer Vorgesetzter, der mich so wenig leiden konnte, wie ich ihn, ich sei zu wenig zielstrebig. Das hat mich zunächst nur geärgert. Inzwischen weiß ich, dass er recht hatte und bin ihm trotz all seiner Untaten (von einem befreundeten Kollegen habe ich später erfahren, dass dieser Mann mich systematisch aus meinem Job gemobbt hat!) dafür dankbar.

Ich nehme an, dass Deine Angst vor dem Tod nicht einen einzigen Grund hat, den man einfach nur zu suchen und abzustellen braucht, sondern dass es eher aus einem Teil Deiner Persönlichkeitsstruktur hervorgeht. Wenn Du dazu Anregungen aus verschiedenen Richtungen bekommst, sei nicht verunsichert, wenn das zunächst mal gar nicht zu passen scheint, sondern nimm es erstmal so hin und laß es wirken. Im Laufe der Zeit verdichtet sich dann die Erkenntnis aus vielfältigen Eindrücken und Hinweisen zu einem immer klareren Bild.

Ich meine dabei allerdings nicht, dass an Deiner Persönlichkeit etwas "falsch" oder "kaputt" ist und demnach jetzt repariert werden müßte. Du bist eben einer von den Menschen, die (von Gott) einen kräftigen Stupser bekommen haben, und nun losgehen und nach einer neuen Lösung suchen müssen. Deine Angst wird Dich möglicherweise noch ein Weilchen begleiten, aber Du wirst irgendwann vielleicht merken, dass es gut war, den Weg zu gehen.

Eine einfache, aber recht effektive Maßnahme zur Behandlung möchte ich noch kurz anmerken, weil sie mir selbst hilft, mit meinen Ängsten besser klar zu kommen. Es ist inzwischen in der therapeutischen Behandlung von Ängsten wohl eine recht verbreitetete und anerkannte Meinung, dass insbesondere Bewegung, am besten im Freien, körperliche Arbeit und Sport die Ängste sehr weit dämpfen können. Auf mich persönlich wirkt auch das Erleben von Natur angstmindernd. Weiterhin habe ich beobachtet, dass es mir hilft, wenn ich meinen Tagesrythmus meinem natürlichen Biorythmus anpasse (z.B. abends früher ins Bett) und besonders darauf achte, die alltägliche Reizüberflutung durch Fernsehen, Zeitschriften, übermäßiges Arbeiten usw. abzustellen. Und schließlich haben sich die Kontakte zu lieben Freunden als wertvolle Kraftspender erwiesen.

Ich wünsche Dir alles Liebe & weiterhin viel Mut. Dieses Leben ist manchmal wirklich anstrengend und verwirrend, aber dennoch schwebt über allem ein guter Geist, der auch Dich führt und schützt, selbst wenn es Dir gar nicht bewußt ist.

Liebe Grüße,

Herzlich


P.S: bin m & Danke für Dein Lob
Hallo zusammen !

Ja ich beschäftige mich auch schon sehr lange mit dem Leben nach dem Tod.
Ich habe für mich folgendes rauskristallisiert:

Jeder der glaubt, das nach dem Tod noch was kommt, der läuft vor der Realität davon !

Bevor Ihr meinen Text weiter lest, versucht doch mal nur für diese Zeit ehrlich und realistisch zu Euch selbst zu sein, und denkt über jeden Satz mal nach.

Das es unser Sonnensystem gibt, das wir eine Erde, eine Sonne und einen Mond haben ist purer Zufall. Das es Leben gibt ist purer Zufall !

Wir Menschen haben einen Nachteil allen anderen Lebewesen gegenüber, wir sind "Intelligent". Wir wissen das es den Tod gibt, weiss es eine Katze oder ein anderes Tier auch ?
Nein sie leben ohne zu wissen das sie sterben können. Würden wir es auch nicht wissen, dann würden wir alle das Leben geniessen können. Der Gedanke aber, das wir wissen das wir irgenwann sterben, frisst uns auf.

Habt Ihr als Kinder nicht auch mehr Spass am Leben gehabt, wo ihr die Bedeutung des Sterbens nicht kanntet ?
Mit 100% Sicherheit, behaupte ich, das keiner von Euch im Kindesalter über den Tod nachgedacht hat ! Deswegen ist die Kindheit auch das schönste am geanzen Leben, jeder denkt mit einem weinendem Auge gerne an seiner Kindheit zurück.

Der Tod ist genauso wie es vor der Geburt war, Du empfindest nichts, Du siehst nichts,Dich gibt es nicht.
Jeder der schonmal im Leben eine Vollnarkose bekommen hat, weiss das man auch während der Nerkose nichts fühlt oder träumt, es ist nichts. So ist auch der Tod.

Während des Lebens hat man Angst vor dem Tod, aber da kann ich nur sagen, wenn Ihr Tod seit, habt Ihr keine Gelegenheit Euch zu beschweren oder Euch darüber aufzuregen oder gar Angst davor zu haben, der Tod kommt von einer Sekunde auf die andere und Ihr merkt nichts davon.

Mein Hausartz sagt, das der Schlaf der kleine Bruder vom Tod ist.

Habt keine Angst vor dem Tod, denn man kann nichts daran ändern, man kann Ihn nicht umgehen oder überspringen, er kommt eines Tages zu jedem von uns, weil er zum Leben gehört.
@Herzlich: Danke ich sehe du verstehst mich. Ich habe jetzt eine neue Dame bei mir in der Nähe gefunden. Die ist zwar "nur" Diplom Psychologin (hatte vorher nur nach Fachärzten dafür gesucht) und hat mir erst mal ein Erstgespräch angeboten, allerdings, danach bin ich wohl für 2 Monate auf der Warteliste! Ist natürlich net so toll, weil wenn man das Thema erstmal wieder wirklich an sich ran lässt und dann wieder zwei monate nicht dran denken soll, ist das nicht so leicht!

@ Dr. Creep: Findest du das witzig? Was du da machst? Ich habe ernste psyische Probleme und du machst mir noch mehr Angst? Mach ein eigenes Thema auf, aber komme net hier rein und ängstige mich, wenn ich grade zur Ruhe komme.
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@ Herzlich: Achso das habe ich jetzt ganz vergessen, weil ich mich so über Dr. Creep geärgert habe.

Ich denke du hast recht: Das mache Ratschläge die einem erst nutzlos erscheinen doch zu problemlösung beitragen können. Nur die wahrscheinlichsten und schlimmsten hat der dabei völlig ausser acht gelassen. Der Krankenhaustherapeut ist darauf gleich eingegangen. Deshalb hatte ich mir dann gedacht, das der Therapeut wohl net der Richtige ist. Wenn ich ne Gruppentherapie für richtiges Soziales Verhalten mache, denke ich nicht das meine Todesgedanken verschwinden.
Und der Typ meinte als ich das anmerkte nur das ich stur sei. Nett oder?
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Ich bin heute aber auch vergesslich!

Also mir ist mal aufgefallen, das alles in dieser Welt einem natürlichen Kreislauf unterliegt:

Es bilden sich wolken über dem Meer, es regnet und aus diesem Wasser bilden sich wieder Wolken etc.

Ich könnte endlos viele beispiele nennen, doch ihr kennt sie ja alle auch.

Wenn doch alles in der Naturliegende dieses Kreislaufsystem anstrebt, doch dann auch der Mensch. Und so ist es doch möglich, das nach dem Tod, alles von vorn beginnt, damit der Kreislauf sich wieder schließt.
Ein Freund von mir hat mich durch seine Nichte auf dieses Konzept gebracht. Sie ist nur ein kleines Kind und spricht wie eine Erwachsene. Oft erzählt sie von Dingen die sie noch gar nicht wissen kann. Und Ihre Mutter meint oft mache sie ihr Angst wenn sie aus "ihrerm früheren Leben" erzählt. Ich meine, vielleicht ist das der Hinweis nachdem ich gesucht habe um meine Angst abzulegen?
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Juliadf hat folgendes geschrieben:
@Herzlich: Danke ich sehe du verstehst mich. ...


Das freut mich für Dich. Wenn man sich verstanden fühlt, geht es einem schon etwas besser. Es ist auch wichtig für Dich, zu sehen, dass Du mit Deinen Ängsten nicht allein bist und dass sie keineswegs nur ein Übel sind, mit dem Du anderen zur Last fällst, sondern dass Deine Ängste den Beginn eines wichtigen Abschnitts in Deinem Leben markieren. Du darfst Deine Situation also ruhig mit einem gewissen Selbstbewußtsein sehen, auch wenn Du im Vergleich mit anderen Menschen vielleicht gerade nicht so gut da stehst.

Zitat:
...
Ich habe jetzt eine neue Dame bei mir in der Nähe gefunden. Die ist zwar "nur" Diplom Psychologin (hatte vorher nur nach Fachärzten dafür gesucht) ...


Nach meiner Erfahrung mit diversen Therapeuten kommt es nicht in erster Linie auf den Titel, sondern vielmehr auf die Erfahrung des Therapeuten, auf die fachliche Eignung für Dein spezielles Problem, nämlich die Angstbehandlung, und auf sein aufrichtiges Interesse an Deiner Wiederherstellung an. Wenn es von der fachlichen Ausrichtung her paßt (laß Dich da im Einzelnen informieren, welche Behandlungsformen es gibt, z.B. Tiefenpsychologie, Verhaltenstherapie, usw., und wie diese Therapieformen zeitlich passend zu Deinen Fortschritten kombiniert werden), gehe ruhig in die Therapie und nimm die Erfahrungen, die Du dabei machst, als Ausgangspunkt für Deine weitere Entwicklung an. Du wirst sehen, dass Du Dich auf dem richtigen Weg bewegst.

Zitat:
... und hat mir erst mal ein Erstgespräch angeboten, allerdings, danach bin ich wohl für 2 Monate auf der Warteliste! Ist natürlich net so toll, weil wenn man das Thema erstmal wieder wirklich an sich ran lässt und dann wieder zwei monate nicht dran denken soll, ist das nicht so leicht! ...


Hm, zwei Monate sind eine lange Zeit für ein akutes Problem. Erstaunlich, dass in unserem Land die therapeutische Versorgung so mau ist. Aber dennoch, gut ist es, wenn Du einen Ausblick hast und irgendwie bekommt man die Zeit auch rum. Wie steht es außerdem mit Deiner Eigeninitiative? Was hältst Du davon, in die Bücherei zu gehen und mal zu sichten, was Du dort zu Deinem Problem findest?

Generell denke ich, dass die Lösung für Dich zwei Schwerpunkte hat. Der eine ist der Therapeutische, d.h. das Finden einer geeigneten Therapie und das selbständige Aneignen von Kenntnissen aus der einschlägigen Literatur. Beides dient der Lösung des akuten psychischen Problems.

Der zweite, langfristigere, aber nicht minder bedeutsame Schwerpunkt, ist die Suche und Verinnerlichung einer stabilen Geisteshaltung, die Dich auch durch zukünftige Krisen, bzw. durch Dein ganzes Leben trägt. Diese Arbeit wirst Du überwiegend in Eigeninitiative machen müssen, d.h. hier kannst Du nicht so sehr auf die Wirkung einer Therapie bauen. Der Anfang ist, dass Du Dich einmal ganz gründlich fragst, was Du von Deinem eigenen Leben eigentlich erwartest. Wo willst Du hin? Welche grundlegenden Fragen möchtest Du für Dich klären? Was willst Du in Deinem Leben erreichen? Und zwar sowohl an äußeren, wie auch an inneren Fortschritten? Was bedeuten andere Menschen für Dich? Wie nimmst Du die Welt um Dich herum wahr? Was bedeutet sie Dir? Usw.

Am besten ist es wohl, wenn Du Dich dazu hinsetzt und Deine Fragen ganz einfach aufschreibst. Mache das am besten zu einer Tageszeit, in der Du ruhig, konzentriert und sachlich nachdenken kannst, z.B. am frühen Vormittag, wenn es Dir zeitlich möglich ist. Du brauchst Deine Fragen auch nicht gleich erschöpfend zu klären. Wichtig ist erstmal nur, dass Du Dir darüber klar wirst, welche Fragen für Dich eigentlich wichtig sind. Die Antworten kommen dann nach und nach und verändern sich im Laufe der Jahre immer wieder.

Wichtig ist, dass Du Dir darüber im Klaren bist, dass es auf die Stabilität Deiner Geisteshaltung ankommt. Wir Menschen haben irgendwo eine eingebaute Neigung, uns gern an Dingen, bzw. Gedanken festzuhalten, die dem Vertrauten, Bewährten naheliegen, auch wenn uns das letztlich mehr schadet als nützt. Wie schnell ein solches geistiges Kartenhaus zusammenbrechen kann und was dann im Inneren eines Menschen passiert, erlebst Du gerade selbst. Wobei Du Dir dafür keine Selbstvorwürfe zu machen brauchst, denn das, was Du gerade in Dir selbst erlebst, ist meiner Meinung nach das Ergebnis eines grundlegenden Mangels in unserem Erziehungssystem, dass einen natürlichen, angstfreien Umgang mit dem Tod praktisch völlig ausblendet.

Benutze also bei allem Nachdenken über Deine Situation und Deine Fragen Deinen gesunden Menschenverstand. Bist Du dazu vorübergehend nicht in der Lage, weil die Gefühle zu stark sind, verschaffe Dir nach besten Kräften den nötigen Spielraum, um wieder zu der Ruhe zu kommen, durch die Deine Gedanken klar werden. Letzteres ist heutzutage keine einfache, aber eine außerordentlich bedeutungsvolle Aufgabe, weil wir in einer Zeit leben, in der die Menschen von unzähligen Eindrücken, die alltäglich auf sie einströmen, bis über die Grenzen ihres Fassungsvermögens hinaus beansprucht werden. Deshalb ist es so wichtig, jeden Tag ein gewisses Maß an "Psychohygiene" zu betreiben und genau zu schauen, welche Dinge man an sich herantreten läßt und welche gerade nicht.

Zitat:
...
@ Dr. Creep: Findest du das witzig? Was du da machst? Ich habe ernste psyische Probleme und du machst mir noch mehr Angst? Mach ein eigenes Thema auf, aber komme net hier rein und ängstige mich, wenn ich grade zur Ruhe komme.


Gut geantwortet! Mache Deinem Ärger ruhig Luft, Du bist im Recht.


Liebe Grüße,

Herzlich
Hallo,

@Herzlich:
Vorallem Sarah (denke du hast sicher schon eines ihrer Themen gesehen) geht es absolut genauso wie mir.
Sie hat auch wegen ihrer Todesangst so furchtbare Angst vorm Fliegen, das sie jetzt sogar beinahe ihre Indienreise abgesagt hätte. Sie hat mir erzählt das sie sich anschliessend mit Hypnose behandeln lassen will.
Bin mal gespannt ob das funktioniert und auch für mich interessant wäre.

Also die Therapeutin jetzt hat mich am Telefon gefragt um was es geht. Sie meinte, das Ängste und Phobien in ihr Gebiet fallen, hätte ich ein Suchtverhalten gehabt, hätte sie mich wo anders hin schicken müssen.
Das einzige wovor ich noch etwas Angst habe ist, das (und das ist zunehmen öfter so) die mich vielleicht schnell abhandeln will. Die Ärzte heute sind einfach so oberflächlich geworden, da hab ich richtig angst das es mir wieder so ergehen könnte wie bei diesem anderen Typen.

Ja ich habe mal mit einer die mir am Telefon abgesagt hat, länger gesprochen. Da dürfen sich nur so und so viele Psychologen in einem bestimmten Gebiet niederlassen. Leider reicht das gar nicht aus, seit Depressionen sich zur Volkskrankheit nummer eins gemacht haben.
Leider bin ich kein Mitglied in einer Bücherei, doch in diesem Forum hab ich viel über das Leben nach dem Tod gelesen, und was über die Zwillinge im Mutterleib geschrieben wurde, ist sehr erbaulich.
Ich kann mich zwar nicht erinnern ob ich angst vor der Geburt hatte, aber es ist eben sehr sinnbild.

ZITAT: Der zweite, langfristigere, aber nicht minder bedeutsame Schwerpunkt, ist die Suche und Verinnerlichung einer stabilen Geisteshaltung, die Dich auch durch zukünftige Krisen, bzw. durch Dein ganzes Leben trägt.


Ja das dachte ich auch schon, aber leider weiß ich noch nicht, was das sein könnte. Der Buddismus oder auch der Hinduismus, könnten dabei etwas sein, was für mich interessant wäre. Das Problem: Ich glaube kaum, das es in Deutschland dafür Kirchen oder ähnliches gibt, in denen ich einfach auftauchen könnte oder doch?

ZITAT: Diese Arbeit wirst Du überwiegend in Eigeninitiative machen müssen, d.h. hier kannst Du nicht so sehr auf die Wirkung einer Therapie bauen. Der Anfang ist, dass Du Dich einmal ganz gründlich fragst, was Du von Deinem eigenen Leben eigentlich erwartest. Wo willst Du hin? Welche grundlegenden Fragen möchtest Du für Dich klären? Was willst Du in Deinem Leben erreichen? Und zwar sowohl an äußeren, wie auch an inneren Fortschritten? Was bedeuten andere Menschen für Dich? Wie nimmst Du die Welt um Dich herum wahr? Was bedeutet sie Dir? Usw.

Ja, genau das hat mir der Therapeut bei dem ich war auch empfohlen. Und mir ist bewusst geworden, das es noch vieles gibt was ich gerne tun möchte. Das habe ich mir auch alles gemerkt und ich habe alle meine privaten Beziehungen die durcheinander waren, angefangen ins reine zu bringen. Dabei habe ich gemerkt, das ich einigen Menschen unrecht getan habe, und versuche das jetzt wieder gut zu machen.
Die Welt selbst sehe ich als buntes Kunstwerk, das man geniessen möchte und soviel wie möglich davon anschauen mag. Es spendet einem Freude die Natur zu beobachten und mit ihr eins zu sein. (Hoffe das klang jetzt nicht schleimig).

„Wobei Du Dir dafür keine Selbstvorwürfe zu machen brauchst, denn das, was Du gerade in Dir selbst erlebst, ist meiner Meinung nach das Ergebnis eines grundlegenden Mangels in unserem Erziehungssystem, dass einen natürlichen, angstfreien Umgang mit dem Tod praktisch völlig ausblendet.“

Richtig: Mein Vater war seit meiner Kindheit schwer krank und das Thema Tod (er hatte Krebs) wurde komplett verschwiegen, obwohl ich gesehen habe wie der Vater einer Freundin gestorben ist. Papa ist gesund geworden, doch ehrlich gesagt, könnte das auch mit meinem Problem zusammen hängen, wenn nicht dafür verantwortlich sein.

Mir geht es jetzt schon besser als noch vor einem Monat. Das ständige Weinen ist weg, und ich kann auch meinem Alltag nachgehen. Auch wenn eine gewisse Melancholie geblieben ist, weil mir leider immer in den schönesten Momenten der Gedanke kommt: Was ist wenn du das zu letzen Mal erlebst? Und dann kann ich den Moment nicht mehr geniessen. Aber vielleicht wird das auch wieder anders.
Ich finde die Idee dieses Forums klasse. Selbst Menschen die dich nicht kennen, nehmen sich zeit, um dich zu trösten, aufzuheitern und dir bei zu stehen, wenn dein Freundeskreis mit seinem Latein am Ende ist.
Danke dafür und Herzlich: Du hilft den Leuten wirklich egal was irgendwer sagt! Also mach weiter so, dein Karma freut das
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Hallo Julia!

Zitat:
ZITAT: Der zweite, langfristigere, aber nicht minder bedeutsame Schwerpunkt, ist die Suche und Verinnerlichung einer stabilen Geisteshaltung, die Dich auch durch zukünftige Krisen, bzw. durch Dein ganzes Leben trägt.

Ja das dachte ich auch schon, aber leider weiß ich noch nicht, was das sein könnte. Der Buddismus oder auch der Hinduismus, könnten dabei etwas sein, was für mich interessant wäre. Das Problem: Ich glaube kaum, das es in Deutschland dafür Kirchen oder ähnliches gibt, in denen ich einfach auftauchen könnte oder doch?

Buddhismus (und auch Hinduismus) ist in D keine anerkannte Religionsgemeinschaft (im
Gegensatz zu Ö), es gibt also nur Gruppen und Vereine. Zu denen kannst Du jederzeit
hingehen und 'reinschnuppern', die sind sowas gewöhnt... Ich kann Dir gern ein paar
Adressen geben, oder Du schaust selbst bei der DBU nach...
Hallo Julia!

Ich wollte Dir nur mitteilen, dass wir heute Morgen unsere Reise abgesagt haben....... es ist mir wirklich schwer gefallen, aber es ging nicht mehr anders! Jetzt bin ich ziemlich betrübt - einerseits, weil ich meine Traumreise in den Sand gesetzt habe, anderseits, weil ich die Reise auch für meinen Freund und meine beste Freundin verunmöglicht habe!

Naja, werde jetzt zuerst mal ein paar Tage zu Hause abschalten und dann weitersehen!

Liebs Grüessli, Sarah