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@haxx:
Mein Eindruck ist, dass die Gründe für das schlechte Image des Islam als Religion in eben diesen realen Ausformungen zu suchen sind.
Meinen eigenen Eindrücke bezüglich des Islams sind gerade ziemlich zwiegespalten.
Einerseits bemühe ich mich wirklich sehr ihn als Weltreligion zu respektieren und auch die religiösen Gefühle von Moslems zu respektieren. Andererseits stossen diese Bemühungen leider nicht immer auf gleichwertige Bemühungen bei den Moslems.
Da ist leider sehr wenig Akzeptanz vorhanden für andere Meinungen. Die werden gern als 'Schwachsinn' bezeichnet. Dann werden andere Religionen angegriffen. Leute werden persönlich angegriffen. Gegenargumente stossen auf taube Ohren. Gegenläufige Meinungen und Urteile zu Koran usw. werden als Beleidigung gewertet und als Anlass genommen aggressiv zu werden.
Es fällt mir auf, dass viele Muslime extrem aggressiv reagieren und das provoziert dann aggressive Gegenreaktionen. Der Islam mag hart in der Kritik sein gerade, aber dafür gibt es Gründe. Statt sich dem zu stellen, verlangt man von den Kritikern die Kritik einzustellen.
Und zwar mit einer Vehemenz, die mir das Herz zusammenschnürt. Ich frage mich: wo ist das Gute, das der Islam zu leisten vermag?
Ich kann es in einigen Menschen sehen. Aber in den meisten sehe ich nur Hass und Rechthaberei und Besserwisserei und eine grenzenlose Hybris.
Sorry.
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I.
@nuredin,
| Zitat: |
| Der Islam ist ein Dorn im Auge vieler Gesellschaften! |
Für bestimmte Spielarten des Islam, wie anderer Religionen auch, ist das zutreffend und berechtigt. Es gibt Auslegungen, die mit meinem Rechtsverständmis schlicht nicht vereinbar sind.
Mir fällt hier im Forum ein gewisser antisowieso ein.
| Zitat: |
Es gibt so viele Vorurteile dem Islam gegenüber, wie man hier im Forum ja sieht, und egal wie sehr wir uns bemühen das Gegenteil zu beweisen, die Kritiker beharren auf ihren Meinungen, anstatt uns zu akzeptieren. Ich meine das auch für die ganze Welt so!
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Akzeptanz setzt Gegenseitigkeit voraus. Es ist sicher nicht ganz falsch, dass Muslimen mit gewissen Vorbehalten gegenübergetreten wird. Das wird niemand ernsthaft bestreiten können. Das beginnt damit, dass viele Menschen verschleierte Frauen, oder bärtige Männer in langen Gewändern als fremd und bedrohlich empfinden. Ich persönlich störe mich ernorm an Dingen wie Mädchen den Sportunterricht zu verbieten, oder unter der allgemeinen Fuchtel der männlichen Familienmitglieder zu stehen. Ich empfehle mal das Buch meiner Kollegin Seyran Ates, die da sehr schöne Innenansíchten bietet. Ich kann das nicht einfach losgelöst vom Islam sehen.
Gleiche Gefühle hege ich in manchen Bereichen gegenüber Zeugen Jehovas oder wiedergeborenen Christen. Also der Islam hat deine keine Sonderstellung, aber es ist eine zahlenmäßig große Gruppe und hat daher einfach ein anderes Gewicht.
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II.
Hier im Forum empfinde ich das alles nicht einmal so. Wennn man hier zu heftig auf eine Religion, auch auf den Islam einhaut, gibt's viele Nichtmuslime, die auch den Islam als Religion verteidigen. Weiss ich aus eigener Erfahrung. Ich mache mich nämlich manchmal ganz gerne lustig über Religion und ich gestehe, beim Islam finde ich für mich die meisten Ansatzpunkte, weil es viele Verteidiger auch bornierter Ansichten gibt.
Dein Problem scheint zu sein, dass du jede Kritik als unerhöhrten Angriff auf den Islam empfindest. Kritik ist aber erlaubt, auch scharfe und zuweilen ungerechte. Das ist nun einmal so, dass muss man hinnehmen, wenn man nicht ständig die verfolgte Unschuld vom Lande spielen will. Das ist der Preis der Freiheit.
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III.
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Nimmt es Ihnen nicht übel! Den Menschen neigen dazu sich zu irren, bestärkt sie ruhig in Ihrem Glauben, das Recht auf ihrer Seite zu wissen. Sie werden die Enttäuschung früh erfahren und weinend vor Gott treten und um Vergebung bitten. "Wieso, wieso oh großer waren wir so Leichtsinnig und Geblendet?"
Aber er, so gütig wie er ist, wir Ihnen vergeben! |
Und das hier ist so ein Beispiel für mich. Es ist aus Sicht von dir sicherlich konsequent, zu sagen, dass alle, die keine Muslime sind, sich irren. Weil nur der Islam ist ja unverfälschtes Wort Gottes und daneben kann es keine andere Wahrheit geben.
Ich empfinde das für als lustig, weil ich persönlich es für Käse halte. Manche anderen empfinden es Hochmut oder unerträgliche Arroganz. Sie empfinden als überhebliche Zurücksetzung ihres eigenen Glaubens, weil sie der zutreffenden Meinung sind, dass du nichts, aber auch gar nichts vortragen kannst, was auch nur im Entferntesten deine Ansicht stützen könnte.
Und daher ist es klar, dass
| Zitat: |
Nicht der Islam wird 'schlecht gemacht', sondern das, was an manchen Orten von manchen Leuten daraus gemacht wird, wird kritisiert.
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@haxxour - Teil 1
Den Islam (Frieden und Liebe in Gott) kann man nicht schlect machen.
Aber die "Taten" derjenigen, die im Namen "des Wahren Glaubens" den "Islam" als Rechfertigung für ihre "Untaten" brauchen, ist lang und ein gefundenes Fressen für die gehässigen - da schaut, seht doch her, es ist schon wieder ... - Kommentare der anderen "Wahren Gläubigen", die Ihre Taten im Namen "des Friedens = Islam" zu Untaten werden lassen.
Solange die grosse Masse der Muslime sich wie Schafe unkritisch und naiv den Koran beiseitelassend sich den möchtegern Offenbarern und Führern folgt, solange werden die hämischen Kritiken nicht verstummen.
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