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Was denken muslimische Frauen über das Kopftuch?












zweiter Teil

Wenn eine Frau im Gegensatz kein Kopftuch trägt sagt dies trotz alledem noch nichts über Ihren Glauben aus. Sie kann genauso tief Glauben, hat aber aus Ihren Weg zu Allah/Gott eben nur eine andere Perspektive aus dem Heiligen Koran gewählt und eingenommen. Toleranz ist ein Zeichen von Glauben. Nur Allah/Gott vermag in die Herzen der Menschen zu schauen

Natürlich gibt es aber immer zwei Seiten der Medalie.

Es gibt auch die Frauen, die eben nicht die Freiheit aus dem Koran haben, das Kopftuch freiwillig zu tragen und sind dann patriachiaischen kulturell und traditionellen zwängen unterworfen. Oder die Frauen, die sich dem Glauben abgewannt haben und dies durch das nicht tragen des Kopftuches ausdrücken.

Ich denke so einfach wie Du es darlegst, ist es nicht lieber atheist.

Lieber Atheist, ich Respektiere Deine Motivation andere Menschen aus dem Verständnis des persönlichen Gerechtigkeitsgefühl aufwecken zu wollen. Aber zum aufwecken gehört auch, das man selbst die Augen Offen hat und wach ist, um den anderen Wecken zu können.

Du urteilst nur aus Deiner Perspektive. Doch dies ist nicht die ganze Wahrheit, sondern nur das, was Du aus Deiner Kultur, Gesellschaft, Atheismus/Religion und Sozialisation für richtig und die Wahrheit hällst.

Liebe grüße und
wa salam Isa
@ Isa:

Ja da gebe ich dir recht.
Das was ich hier anspreche ist in der Tat nur das was ich eben großteils aus meiner Kultur so mitbekomme! Und da ist nunmal oft Zwang dahinter und genau DA fine ich es nicht in Ordnung!
Wie ich auch vorher schon gesagt habe:
Mir ist das echt scheißeagl wie jemand rumläuft, solang er es aus persönlicher Überzeugung tut, mehr habe ich nie gesagt!

Es ist aber doch auch so, dass Muslime dann oft nicht verstehn, wenn in unserer Kultur manchmal Kopftuchverbot herrscht (zB gerichtssaal)!
Ebenso kann nämlich jetzt ich sagen (genauso wie ich hier scheinbar von euch als Unwissender in muslimischer Kultur belehrt werde), dass ihr euch nunmal an UNSERE Kultur und Gegebenheiten halten müsst, wenn Ihr in westlicher Kultur seid!
Glaubensfreiheit ist schön und gut, aber ein bisschen Anpassung schadet auch nicht!
Denn ich würde einen Moslem, der versucht sich zu integrieren indem er halt mal sein Kopftuch in nem öffentl. Gebäude abnimmt, viel mehr als guten, gläubigen Menschen ansehen, als dass er nur immer versucht ja nicht vom Glauben abzuweichen, indem er es erst recht auflässt.

Denn das wäre dann endlich mal ein Bisschen Entgegenkommen von muslimischer Seite!
Viele Mädchen tragen das Kopftuch aus Zwang, weil die Familien es so wollen, es gibt aber auch viele, die tragen es freiwillig. Und es gibt welche, Muslims die kein Kopftuch tragen, solche kenne ich z.B.
I.
Ich denke, dass über Kopftuch hin oder her eine Diskussion abseits des eigentlichen Problems geführt wird. Es ist ein plakatives Symbol, aber nicht das Problem.
Es wird wohl Frauen/Mädchen geben die es freiwilig und gerne tragen , es wird Zwang geben und eine "Freiwilligkeit" die im Grenzbereich diese Wortes liegt.

Das Kopftuch selbst ist aber nur ein äußeres Zeichen. Soweit es hier um den Zwang oder die scheinbare Pflicht des Tragens geht, ist es lediglich der sichtbare Ausfluss einer Geisteshaltung, die nur schwer mit dem europäischen Vorstellungen eines selbstbestimmten Lebens in Einklang zu bringen ist.
Das Tragen des Kopftuches an sich kann auch nach meinem Rechtsverständnis nicht verboten werden, ohne eine offensichtliche Ungleichbehandlung vorzunehmen. Soweit es als religiöses Symbol betrachtet wird, muss ich über Nonnen im Habit und Kreuze in Schulen oder Gerichten sprechen.
II.
Ich hätte keine Probleme damit, diese religiösen Symbole aus den Bereichen staatlicher Tätigkeit vollständig zu entfernen, ich würde es sogar für wünschenswert erachten. Dies ist aber scheinbar von der Mehrheit nicht gewollt. Dann darf ich aber an der Lebenswirklichkeit nicht vorbeigehen, dass die Muslime mittlerweile eine ganz beachtliche Zahl erreicht haben und ihr Glauben einschließlich seiner Symbole, wie auch immer man dazu steht, den gleichen Schutz genießen muss, wie christliche Symbole.
Ich kann z.B. mit diesen Symbolen auch nichts anfangen und sie gehören nach meiner Ansicht weder in Schulen noch in sontige öffentliche Gebäude.
Da nützt auch ein Berufen auf die Tradition nichts, denn das Grundgesetz macht da keinen Unterschied. Und nichts kann den Grundrechten abträglicher sein, als wenn man sie selektiv ausübt, sie gewissermaßen beliebig und dispositiv macht.

So. Schöne Scheisse, da muss man sich wirklich noch für etwas einsetzen, was man im Grunde ablehnt.
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