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Warum lehnen die Christen so viele Jüdische Praktiken ab?












Während der Missionierung durch die Urchristen kam es irgentwann zu einem Bruch mit den Jüdischen Traditionen. Ich hab die entsprechende Bibelstelle gefunden. Einige Apostel kamen gerade von einer Missionierungsreise zurück und erzählen von ihren Erfolgen, darauf ein bekehrter Pharisäer: Apg 15.5: [...] Man muß sie beschneiden und von ihnen fordern, am Gesetz Mose festzuhalten." Es kommt zu einem Streit und die Apostel entscheiden schließlich: Apg 15.9,19,20 "Er mache keinerlei Unterschied zwischen uns und ihnen; denn er hat ihre Herzen durch den Glauben gereinigt. Darum halte ich [Jakobus] es für richtig, den Heiden, die sich zu Gott bekehren, keine Lasten aufzubürden; man weise sie nur an, Verunreinigung durch Götzen und Unzucht zu meinden und weder Ersticktes noch Blut zu essen."

Nach meiner Meinung ist das ein völliger, absoluter Bruch mit dem Judentum, welches erst das Christentum zu einer eigenen Religion macht.

Was haltet ihr davon? Kalkül der Urchristen für mehr Zulauf oder eine Erneuerung des Judentums...?
BS"D

@Stn
Ich teile deine Meinung nicht, da hier noch sich völlig innerhalb der jüdischen Lehre bewegt wird, welche auch zu der Zeit galt. So sind die wenigen Dinge auf die sich Jakobus bezieht fast identisch zu den noachidischen Geboten, welche nach dem Judentum für alle Nichtjuden gelten und ebenso muss niemand Jude werden um Heil und den Weg zu G'tt zu finden.

Der "Bruch" kam erst später als zahlreiche Änderungen an der Lehre gemacht wurden, welche auch Jesus vertreten hat, u. a. durch ein weitreichendes Missverständnis zu einem leiblichen Sohn G'ttes zu machen und so zu einem Götzen. Diesen Weg kan kein frommer Jude teilen und dieses trennt Judentum und Christentum.
stn, und wer brachte diese widersprüche. war es jesus ?
nein er war es nicht.

er sagte ja selber, dass er nicht gekommen ist um das gesetz der vor ihm war usw. zu ändern, sondern um die alten gesetze zu erfüllen bzw. zu vollenden.

ich finde, man sollte aus der bibel, alles was jesus selber nicht gesagt hat, raus nehmen. darunter alles, die nach jesus aufgeschrieben worden ist und die nicht die aussagen von jesus wiedergeben.
z.b. fallen darunter alles was paulus geschrieben hat nach jesus.
@ antisexy: Dann stände in der Bibel nix. Denn er hat nichts aufgeschieben und nichts aufschreiben lassen. Und der Rest sind erzählungen seiner Jünger aus ihren Erinnerungen, die sind auch noch alle Unterschiedlich.

@ Jakow: Die noachidischen Gebote sind klasse, kannte ich bis gerade garnicht. Ich bin mir über die damaligen Praktiken der Juden nicht sicher. Aber wenn eine jüdische Sekte (die Urchristen) Missioniert und dann auch noch viele Jüdische Praktiken ablehnt. In dem Text geht es in erster Linie um Beschneidung. Ist dann dieser Bruch mit der offiziellen Lehrmeinung. Wie werden denn Sekten in der Jüdischen Gemeinde gehandhabt.
@ snt: dann haben wir ein grosses dilemma. woher sollen wir dann wissen, welches davon den tatsachen entspricht und welches nicht ? oder können wir sagen, es ist nichts neues dazugekommen. die bibel steht ja dann für fehler vollkommen offen, weil die geschichten mit heiligen geist zu begründen wäre nicht rational,

aber man könnte damit anfangen, all die dinge rauszunehmen die dem AT widerspricht.
also sprich die trinität, die erbsünde, kreuztod etc.
Forum -> Judentum und Christentum


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