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Der Mensch ist so frei, zu entscheiden, woran er glauben kann. Theologische Forschungen zeigen, daß Christentum nichts Starres ist, daß hinterfragt werden kann.
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| Mit der Entwicklung weiterer kritischer Instrumente Anfang dieses Jahrhunderts wurde erkannt, dasz die Quellen unserer Vorstellung von dem historischen Jesus, die Evangelien,-tatsächlich nicht primär historische Dokumente sind, nicht vier verschiedene moderne Biographien, sondern vielmehr vier verschiedene Glaubensaussagen gestützt auf historische Erinnerungen. Die Evangelien vermittelten, was unterschiedliche frühe Anhänger von Jesus als das Wichtigste an ihm, seinen Lehren und Handlungen und seiner schlieszlichen “Erhöhung in die Herrlichkeit” erachteten und glaubten. Seit circa 1918-obwohl diese Strömung zurückging auf S. H. Reimarus (gest. 1768)-herrschte unter neutestamentlichen Wissenschaftlern mehrere Jahrzehnte lang ausgeprägter Skeptizismus bezüglich der Möglichkeit, jemals hinter den “Christus des Glaubens” zu dem “Jesus der Geschichte” zu kommen. |
http://global-dialogue.com/swidlerbooks/umstritten.htm
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| Wenn wir uns die Evangelien durchlesen, scheint es, dasz Jesus sich “nur zu den verlorenen Schafen des Volkes Israel” (Mt 15,24) gesandt fühlte wie er seinen Jüngern mitteilte, und als er die Zwölf aussandte, um die Gute Nachricht zu predigen, sagte er zu ihnen, “Geht nicht in nicht-jüdisches Gebiet oder in samarische Städte. Geht statt dessen zu den verlorenen Schafen des Volkes Israel” (Mt 10,5). Wenn jedoch die Nicht-Juden zu ihm kamen, antwortete er ihnen-und heilte das Kind der Syro-Phöenizischen Frau und des Zenturios. Daher schien es, dasz die Lehren und Taten Jesu keine direkten Aussagen zu dem Problem seiner späteren Nachfolger machten, eine Situation, die zwangsläufig häufig in jeder Bewegung aufkommt. |
Das Hinterfragen bedeutet aber auch, sich immer neu und immer wieder mit der Gestalt des Jesus zu beschäftigen. Insofern geht er keinem aus dem Kopf, denn jeder Mensch fragt sich: wie stehe ich zu Jesus - wie kann ich ihn annehmen - auf welche Art und Weise.
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| Um einen anderen Jesus kennenzulernen, als ihn die bekannten kanonischen Evangelien des neuen Testamentes beschreiben, mag man sich mit den gnostischen, den im ersten Konzil verbotenen, Evangelien auseinandersetzen, wie den Schriften der Essener. Hierzu empfehle ich insbesondere die Überetzungen von Dr. E. Bordeaux Szekely und die esoterischen Bücher von A. u. D. Meureois-Givaudan wie vor allem: Vom Geist der Sonne, Essener Erinnerungen, im Lande Kal, die Reise nach Shambala, das Evangelium der Maria Magdalena und Wesak. Zudem gibt es noch von anderen Autoren und Übersetzern weitere gnostische Evangelien, wie die des Thomas, des Judas u.a. mehr.
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danke für den link, liebe Gabriele. Ich habe nun das meiste gelesen und ich muss sagen, es ist sehr interessant und versucht auch sehr sachlich die Begriffe zu klären. Es entspricht in vielen Punkten auch meiner Vorstellung, da ich nichttrinitarisch bin und auch denke, dass im Grunde viel zu sehr die Person Jesus in dem Mittelpunkt der christlichen Lehre steht, also oft ein Personenkult betrieben wird, anstatt seine Lehren und die Botschaft, die er als Prophet verkündigte. Wie in dem Buch steht: Jesus hat immer von sich weg auf Gott hin gezeigt - Das wird heutzutage leider oft übersehen.
LG,
Kiki
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