|
|
|
Ich bin auch eher ein Freund des Glaubens, auch meiner Religion, doch nicht jeglicher Kirche, die ich als mit zu vielen menschlichen Schwaechen bestueckt sehe.
Feinde sollte es nicht geben, wenngleich sich mancheiner so gebaerden mag. Dann sollen wir ihn erst recht lieben.
Leider hat Kirche viel zu viel mit Strafen zu tun: siehe doch nur die Diskussion ueber die Hoelle!
Es ist so schade, dass Glauben und Religion fast immer zu Streitereien und sogar Kriegen fuehren. Warum fuehrt es so leicht zu Fanatismus, ja terroristischen Selbstmoerdern.
Ich meine, dass Menschen das, was sie nicht wissen (also glauben) fuer wichtiger halten als das, was sie wissen! Welch ein Irrsinn! Sind sie so ein Werkzeug Gottes? Und dabei predigen (fast)alle Religionen Frieden und Naechstenliebe. Wie koennen wir das umsetzen und Wirklichkeit werden lassen?
|
|
|
|
Der Rache- und Vergeltungsaspekt wird heute wohl nur mehr am 'Stammtisch' strapaziert;
auch die Abschreckung ist äußerst fragwürdig - vor 200 Jahren wurden in England noch
Taschendiebe öffentlich gehängt - und diese Hinrichtungen waren eine besonders beliebte
Gelegenheit für Taschendiebe...
Heute geht es mehr um den Schutz der Gesellschaft, aber auch um Wiedereinstiegshilfe -
zumindest in der Theorie...
'Patendlösungen' wie das Kastrieren von Vergewaltigern sind äußerst fragwürdig - ganz
abgesehen davon, dass Vergewaltigung fast immer ein Problem von Machtausübung ist
und nicht von Sexualität - wo ist dann der Unterschied zum Hand-Abhacken bei Dieben
oder zum Zunge-Abschneiden bei Meineidigen... ? Und wo genau ist die Grenze zwischen
Vergewaltigung und Nicht-Vergewaltigung... (vgl. das - sehr empfehlenswerte - Buch von
Märta Tikkanen, 'Wie vergewaltige ich einen Mann')
|
|
|
|
Deine Darlegungen ueber den Taetertyp und unterschiedliche Motivationen teile ich durchaus, gehe aberbei meinen so allgemeinen Ansichten von einem moeglichst eindeutig festgestellten Tatbestand aus.
Es mag sein, dass in Deutschland Rache eher als Stammtischgespraech vorkommt. Hier (USA) erlebe ich jedoch sehr haeufig, selbst im Fernsehen, dass uebermaessige Freude bezeugt wird, wenn ein Taeter bestraft wird. Ganz selten finde ich Betroffene, die ihrem Taeter vergeben.
Vergewaltigung als Machtausuebungsmotivation klappt wohl kaum bei Kastrierten.
Freue mich ueber Deine Gedanken zum Thema. Was meinst Du zu dem "wir" und "uns"?
|
|
|
|
Liebe Freunde
von der Ruck schreibt so treffend
ich meine, dass Menschen das, was sie nicht wissen (also glauben) fuer wichtiger halten als das, was sie wissen! Welch ein Irrsinn! Sind sie so ein Werkzeug Gottes? Und dabei predigen (fast)alle Religionen Frieden und Naechstenliebe. Wie koennen wir das umsetzen und Wirklichkeit werden lassen?
Für mich liegen alle Antworten auf diese Frage in den Lehren der Bahai-Religion.
Alles Liebe
|
|
|
|
Hallo von der Ruck,
| Zitat: |
| Es mag sein, dass in Deutschland Rache eher als Stammtischgespraech vorkommt. Hier (USA) erlebe ich jedoch sehr haeufig, selbst im Fernsehen, dass uebermaessige Freude bezeugt wird, wenn ein Taeter bestraft wird. |
Ja, im TV habe ich das auch schon gesehen, kann es aber persönlich noch immer nicht recht
nachvollziehen... Es gibt das zwar auch in Europa, aber persönlich kenne ich nur einen
Fall - in dem wurde der Betreffende so problem- und nahtlos wieder in die Gemeinschaft
integriert, dass ich Probleme hatte das zu verstehen - heute sehe ich's so: er war beliebt,
also wurde alles vergessen - nicht vergeben, aber unter den Teppich gekehrt...
| Zitat: |
Vergewaltigung als Machtausuebungsmotivation klappt wohl kaum bei Kastrierten.
Freue mich ueber Deine Gedanken zum Thema. Was meinst Du zu dem "wir" und "uns"? |
Vergewaltigung muss nicht unbedingt sexuelle Penetration bedeuten, und ein durch
Kastration 'Entmachteter' wird dadurch kaum weniger auf Macht fixiert und auf
Machtpositionen 'geil' sein - das hängt weniger mit den männlichen Keimdrüsen
zusammen als mit Fehlschaltungen im Kopf und/oder eigenen Lebenserfahrungen -
meist, aber nicht immer sind die Täter in Missbrauchsfällen Männer...
Die Frage nach 'wir' und 'uns' - führt die nicht meist zurück auf 'wir' [Guten] versus
'die' [Schlechten]? Ich habe einige Jahre mit einem '2x99' in einem texanischen
Gefängnis korrespondiert, und der Unterschied, den ich zwischen 'Normalbürgern'
und 'Delinquenten' sehe, ist eher ein quantitativer als ein qualitativer...
|
|
|